Täter im Doppelpack unterwegs

Baumärkte im Visier von Dieben

München - Elektrowerkzeuge, Stichsägen und Bohrhämmer: Erneut haben Diebe in einem Baumarkt ihr Unwesen getrieben. Doch der Ladendedektiv hat die Täter entdeckt.

Die Täter haben wieder zugeschlagen, die Diebstähle in den Baumärkten setzen sich fort. Erst am Mittwochmittag hat ein Ladendedektiv in einem entsprechenden Geschäft an der Meglingerstraße zwei verdächtige Männer beobachtet.  Einer der beiden nahm eine Badezimmergarnitur im Wert von 229 Euro aus dem Regal und versteckte diese unter seinem Mantel. Der andere Mann deckte ihn dabei ab.  Bei diesem Stück sollte es nicht bleiben. Er ließ noch eine weitere Badezimmergarnitur im Wert von 239 Euro verschwinden. Ihr Weg führte das Duo allerdings nicht an die Kasse. Sie verließen den Baumarkt, ohne die Ware zu bezahlen.

Der Detektiv schritt ein, stoppte die beiden Männer und bat sie ins Büro. Im Anschluss verständigte er die zuständige Polizeiinspektion 29 (Forstenried). Auf dem Parkplatz des Baumarktes konnten die alarmierten Beamten, das bereits im November aufgefallene beige Fahrzeug, feststellen. Bei der Personalienüberprüfung stellte sich heraus, dass einer der Ladendiebe der Halter des Wagens ist. Bei den beiden Ladendieben handelt es sich um einen 52- und 56-jährigen Serben, ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Sie werden am Donnerstag zur Entscheidung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.

Nicht der erste Diebstahl

Schon in der Vergangenheit kam es immer wieder zu diesen Delikten: Ende November 2015 beobachtete ein Mitarbeiter eines Baumarktes an der Dygalski-Allee, wie zwei Männer den Hof der Firma verließen. Einer der beiden hatte seinen Mantel in auffälliger Weise am Körper festgehalten. Die  Männer stiegen in einen hellen Pkw mit serbischen Kennzeichen und fuhren in unbekannte Richtung davon. Das Kennzeichen des Fahrzeuges notierte der couragierte Mitarbeiter.

Daraufhin führten Angestellte des Baumarktes eine Bestandskontrolle durch und stellten einen Fehlbestand von rund 2.600 Euro fest. Unter anderem fehlten auch verschiedene Elektrowerkzeuge, wie Stichsägen und Bohrhämmer. Nicht der erste Schaden, den der Laden zu verzeichnen hatte. Im Oktober 2015 wurde ein massiver Warenfehlbestand im Wert von über 2.900 Euro festgestellt. Etwaige Verdächtige konnten jedoch nicht beobachtet werden. Das ermittelnde Fachkommissariat 61 (Banden- und gewerbsmäßiger Diebstahl) veranlasste über Interpol eine Halterfeststellung des bekannten Kennzeichens in Serbien. Interpol teilte die Personalien des Halters des beigen Kombis mit. Dabei handelt es sich um einen 52-jährigen Serben. 

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