Sie trieb leblos im Wasser

Männer retten Rollstuhlfahrerin (37) aus der Isar

München - Dem Einsatz dreier Männer verdankt eine Münchnerin (37) ihr Leben: Die Männer zogen die Rollstuhlfahrerin aus der Isar.

Der Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits in der ersten Januarwoche: Am Dienstag, 5. Januar 2016, gegen 14.30 Uhr, war einem 49-jährigen Mann aus Schwabmünchen, der auf der Marienklausenbrücke stand, eine Frau im Isarkanal aufgefallen, die dort regungslos im Wasser trieb. 

Der 49-Jährige machte daraufhin sofort zwei Kanufahrer darauf aufmerksam, die er zufällig im Isarkanal sah und verständigte zugleich auch Polizei und Rettungskräfte. Die beiden 31- und 32-jährigen Kanufahrer konnten die 37-jährige Frau aus dem Wasser ziehen, wo der 49-jährige Schwabmünchner ebenfalls mithalf. 

Die eingetroffenen Einsatzkräfte eines Rettungsdienstes konnten die 37-jährige Frau vor Ort reanimieren. Im Anschluss wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Ca. 100 Meter flussaufwärts konnte dann ein elektrischer Rollstuhl mit einem Zettel, der den Namen der 37-Jährigen trug, aufgefunden werden. So konnte die Identität der Frau ermittelt werden und es stellte sich heraus, dass die Frau querschnittsgelähmt ist. Vermutlich ließ sich die 37-Jährige eigenständig in den Isarkanal rutschen, eine Fremdeinwirkung kann ausgeschlossen werden. 

Da die Frau eine Amnesie erlitten hatte, kann sie sich nicht mehr an den Vorfall erinnern und es kann auch nicht ermittelt werden, wie lange sie schon in der kalten Isar getrieben ist. Ausschließlich durch den vorbildlichen Einsatz ihrer Lebensretter konnte die Frau überleben.

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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