Pächter Reinbold optimistisch

Franziskaner: Wende im Wirtshaus-Wirrwarr bahnt sich an

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Hat wohl doch eine Zukunft: das Traditionswirtshaus Franziskaner.

München - Das Traditionswirtshaus Franziskaner schien vor dem Aus zu stehen. Doch nun deutet Pächter Edi Reinbold an, dass es weitergehen wird.

Noch im September 2015 schien das Aus des Traditionswirtshauses Franziskaner besiegelt. Jetzt meldet sich Pächter Edi Reinbold zu Wort und sagt: "Es bleibt alles beim Alten." Nicht ganz, wie die tz erfuhr.

Das Wirrwarr rief sogar die Stadtpolitik auf den Plan. Gerüchte, die Nymphenburg Immobilien AG wolle als Eigentümerin des Gebäudes statt Gastronomie eine Modekette an der Residenzstraße 9 etablieren, verdichteten sich. Conrad Meyer, Chef des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, sprach von einem "Wirtshausskandal".

Preiswertes Bräustüberl geplant

Jetzt heißt es: Auch bei einem Umbau will Löwenbräu weiterhin ein Wirtshaus betreiben, möglichst über den im Jahr 2022 auslaufenden Pachtvertrag hinaus. "Das ist seit jeher mein Kenntnisstand. Weder die Brauerei noch die Eigentümerin sind bisher an mich herangetreten", sagt der Franziskanerwirt. Der 74-Jährige will das Wirtshaus sogar etwas verändern. Im vorderen Bereich soll ein preiswertes Bräustüberl entstehen, hinten will Edi Reinbold gehobene Küche anbieten.

Seine Söhne Mathias und Ludwig (beide 30) übernehmen immer mehr Verwantwortung. Laut Reinbold drängen sie darauf, die verpachteten Wirtshäuser selbst zu führen. Deshalb wäre es logisch, wenn Reinbold den Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, den er 2015 gekauft hat, selbst übernimmt. Würde bedeuten: Wirte-Kollege Christian Schottenhamel müsste 2018 raus. Dann läuft sein Pachtvertrag aus. "Herr Schottenhamel wollte im Dezember mit mir darüber reden. Es kam aber nichts mehr. Da sollte schon der Pächter auf den Hausherren zugehen", meint das Wirte-Urgestein.

J. Heininger

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