An der Riemer Straße

Nicht mehr zeitgemäß: Die Zeit läuft fürs Münchner Tierheim

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8279 Tiere hat Heim-Leiterin Sandra Giltner 2015 aufgenommen, darunter 1166 Hunde und 1595 Katzen .

München - Probleme für das alte Tierheim: Die Gebäude sind nicht mehr zeitgemäß, die Vorschriften zur Unterbringung ändern sich fast jährlich. Die Tierzahlen steigen.

Das neue Katzenhaus an der Riemer Straße steht, am Sonntag beim Frühlingsfest (10 bis 17 Uhr) ist Einweihung. Für den Tierschutzverein bleibt aber keine Zeit zum Verschnaufen. Denn: Hunde-Rondell, -Quarantänebereich, Wildtiergarage und Tierarztbereich sind sanierungsreif. „Wir sind von der Zeit überholt worden“, sagt Vereins-Chef Kurt Perlinger. Die Gebäude sind nicht mehr zeitgemäß, die Vorschriften zur Unterbringung ändern sich fast jährlich. Die Tierzahlen steigen. Und die Stadt drängelt, will zeitnah Verbesserungen sehen. Es gibt wohl schon Fristen! Betont wird aber, dass man am gleichen Strang ziehe. Tierheim-Leiterin Sandra Giltner: „Wenn man sagt, dass wir so etwas brauchen, dann brauchen wir auch eine Investition.“

Geplant ist bereits ein neues Hundedorf, gleich hinter dem neuen Katzenhaus. Zwischen vier und fünf Millionen Euro wird das kosten: Der Verein könnte die Hälfte aufbringen, den Rest müsste die Stadt stemmen. „Eigentlich hätte es schon losgehen können“, sagt Perlinger.

Die Zeit drängt. Zwar hat der Tierschutzverein nach eigenem Bekunden Ersparnisse, laut Gesetz muss er die aber bald wieder dem Vereinszweck zuführen.

Doch nicht nur diese Sorgen drücken. Damit der Betrieb im Heim funktioniert, ist es auf Spenden angewiesen – und die Bereitschaft ist offenbar nicht mehr so groß. So bleibt beispielsweise die Mitgliederzahl des Vereins konstant bei 10 000. „Wir kommen da seit Jahren nicht weiter“, sagt Perlinger. Wer spenden will oder Mitglied werden möchte: tierschutzverein-muenchen.de.

Sascha Karowski

Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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