210 Millionen Euro

Stadt beschließt Bildungscampus in Riem

München - Der Stadtrat hat den nächsten Schritt zum Bau des Bildungscampus in Riem beschlossen. Die Stadträte erteilten am Mittwoch den Auftrag für die Vorplanung.

Damit geht es nun an die Details. Am Rand der Messestadt Riem sollen ein staatliches Gymnasium, eine städtische Realschule sowie mehrere Sportanlagen gebaut werden. „In Riem entsteht ein effizienter Schulcampus, denn dort ergeben sich mehrfache Synergieeffekte. Gymnasium und Realschule können Sportanlagen, Mensa, Bücherei und Fachräume gemeinsam nutzen“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CSU-Fraktion, Beatrix Burkhardt. Die Messestadt mit vielen jungen Familien erhalte damit ein fantastisches Bildungsangebot. „Auch die Vereine vor Ort können sich auf die neuen Sporthallen, -plätze und das Schwimmbad freuen, schließlich wird die Mitnutzung von Anfang an berücksichtigt.“

Das Schulschwimmbad soll zudem den drei Messestadt-Grundschulen zur Verfügung stehen. Außerdem wird die Münchner Volkshochschule ihr Programm in den neuen Räumen direkt vor Ort anbieten. „Mit dem Konzept, das nun in die genaue Planung geht, wird die Messestadt ein starker Schulstandort und damit noch attraktiver“, findet SPD-Stadträtin Birgit Volk. Die Realschule ist keine Neugründung. Ein Teil der städtischen Werner-von-Siemens-Realschule aus Neuperlach wird auf den neuen Riemer Campus verlagert. „Hier stehen dann neue Räume und damit eine bessere Ausstattung zur Verfügung“, sagt Volk. Standort des geplanten Schulcampus ist die Joseph-Wild-Straße. Die Schulgebäude samt zwei Dreifach-Turnhallen und Schulschwimmbad entstehen auf dem Grundstück nördlich, wo heute noch Schuhbecks Dinnershow Teatro gastiert. Der Sportpark mit den Freiflächen wird südlich der Straße gebaut. Damit die Kinder sicher vom Unterricht zu den Sportflächen gelangen, wird es extra eine Unterführung geben. Noch vor Jahresende soll der Realisierungswettbewerb starten. Die Inbetriebnahme des neuen Riemer Schulcampus ist für das Schuljahr 2020/2021 geplant. Für Schulen und Sportanlagen liegen die Kosten insgesamt bei ungefähr 180 bis 210 Millionen Euro.

Carmen Ick-Dietl

Rubriklistenbild: © dpa

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