Unnützwiese

Der OB muss unseren Bolzplatz retten

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Die Anwohner kämpfen um ihre Spielwiese an der Unnützstraße.

München - Die Initiative „Rettet die Unnützwiese“ kämpft in der Bürgersprechstunde um die Spielwiese an der Unnützstraße.

Tobias Schierholz hatte am Donnerstag um 16 Uhr einen besonderen Termin: Der Münchner ist einer von 30 Kandidaten, die bei OB Dieter Reiter (58, SPD) in der Bürgersprechstunde im Rathaus gehört wurden. Dort kämpfte er mit der Initiative „Rettet die Unnützwiese“ für den Erhalt der Spiel- und Naturwiese in Trudering. Motto: „Der OB muss unseren Bolzplatz retten!“

Hans-Reginald Ernst (v.l.), Wilfried Langner, Clement Meier, Tobias Schierholz und Stefan Hofmeir kämpfen im Rathaus für die Wiese an der Unnützstraße.

Wie berichtet, plant die Gewofag an der Bajuwaren-/ Ecke Unnützstraße 57 neue Wohnungen – im Rahmen des Projekts „Wohnen für Alle“. Doch die Anwohner laufen dagegen Sturm, fürchten, dass die Wiese zerstört wird. Die Truderinger Stadträte hatten später zwar erreicht, dass nur auf einem 20 Meter breiten Streifen an der Bajuwarenstraße gebaut wird. Doch: „Selbst wenn nur die Hälfte der Wiese bebaut würde, das Rest­areal wäre dann eingezwängt zwischen Häusern und als Bolzplatz nicht mehr nutzbar“, sagte Stefan Hofmeir, Sprecher der Bürgerinitiative, die ihre Unnützwiese weiterhin wie seit 100 Jahren zur Naherholung nutzen will. Reiter machte der Grünflächen-Initiative in seiner rund 20-minütigen Antwort wenig Mut: Der OB verwies einmal mehr auf den fehlenden Wohnraum in München und den Zwang zu Kompromissen. Schierholz von der Bürgerinitiative verabschiedete sich von Reiter mit den Worten: „Bauen Sie – aber berücksichtigen Sie unsere Lebensräume.“

Nun überlegt die Bürgerinitiative, ob sie ein Bürgerbegehren für die Rettung von Grünflächen starten wird – denn zugebaute Grünflächen werden in der ganzen Stadt zu einen immer größeren Problem für die alteingesessenen Anwohner. Doch bei allem Ärger um die Stadtpolitik – ganz klar distanzieren sich Stefan Hofmeir und seine Kollegen von Wutzetteln, die kürzlich am Zaun entlang der Unnütz­wiese angebracht worden waren: „Rathaus-Terroristen wollen Spielwiese plattmachen!“, stand da. Und: „Stadt tötet Grünflächen.“ Hofmeir: „Die Zettel wurden umgehend entfernt und definitiv nicht von der Bürgerinitiative erstellt.“

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