Umweltfreundliches Geschenkpapier

Diese Münchnerin hat eine geniale Geschäftsidee

+
Sarah Reischböck und Marketing-Partner Tony Stubenrauch. 

München - Geld verdienen und dabei Gutes tun: Dieser Münchner Unternehmerin gelingt das mit umweltfreundlichem Geschenkpapier. 

Eine halbe Tonne Papier stapelt sich in Sarah Reischböcks früherem Kinderzimmer im Münchner Westen. Bunt bedruckte Bögen, 8000 Stück – Geschenkpapier. „Die sind hoffentlich bis Weihnachten verkauft“, sagt die 27-jährige Münchnerin. Ihr Produkt ist nur online zu haben, ein halbes Jahr lang hat sie darauf hingearbeitet. Planet‑Paket hat sie ihre Firma getauft.

So sieht das Geschenkpapier aus. 

Das Besondere: Das Geschenkpapier ist umweltfreundlich. Dank eines speziellen Druckverfahrens kommt es ohne umweltschädliche Druckfarben aus und kann deshalb komplett recycelt werden. Bei herkömmlichem Geschenkpapier muss im Recyclingprozess die Druckfarbe aufwendig aus dem Zellstoff gewaschen werden. Zurück bleibt ein giftiger Farbschlamm, der oft nur als Sondermüll entsorgt werden kann.

„Ökologisches Geschenkpapier gibt es kaum auf dem deutschen Markt“, sagt Reischböck. Und das will sie mit ihren bunten Bögen ändern. Einen Teil des Erlöses spendet sie: Zehn Cent jedes verkauften Papierbogens gehen derzeit an den Verein Aufbauhilfe-Nepal e.V., der sich vor allem für den Wiederaufbau von durch Erdbeben zerstörten Schulen einsetzt. Damit gehört Sarah Reischböck zu einer Generation junger Unternehmer, denen nachhaltiges Handeln genauso wichtig ist wie der positive Jahresabschluss. Das Rüstzeug für die Gründung von PlanetPaket bekam sie an der Social Entrepreneurship Akademie in München.

Wenn alles gut läuft, dann wird für die nächste Papierlieferung das ehemalige Kinderzimmer zu klein sein und Reischböck einen Lagerraum mieten müssen. 

Christian Brandt

auch interessant

Meistgelesen

Technische Störung: Wer zum Flughafen will, hat ein Problem
Technische Störung: Wer zum Flughafen will, hat ein Problem
Der große Test: So schmeckt‘s auf dem Tollwood
Der große Test: So schmeckt‘s auf dem Tollwood
Mal ernsthaft. Wie soll ein 27-Jähriger in München fürs Alter vorsorgen?
Mal ernsthaft. Wie soll ein 27-Jähriger in München fürs Alter vorsorgen?
Zwei Seniorenheime werden plattgemacht
Zwei Seniorenheime werden plattgemacht

Kommentare