Bundestagswahl 2017

SPD kürt Direktkandidaten für München Süd

Gemeinsam wollen sie um das Direktmandat kämpfen: Der frisch gekürte Direktkandidat Sebastian Roloff (Mitte) mit Florian von Brunn (MdL, v.l.), Micky Wenngatz (BA 19) sowie den Bezirksrätinnen Helga Hügenell und Irmgard Hofmann.

München - Sebastian Roloff ist SPD-Direktkandidat für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis München Süd. Er greift CSU-Kontrahenten Kuffer an.

Bei der Aufstellungsversammlung am Dienstagabend setzte sich der 33-Jährige mit 75 Prozent der Stimmen gegen Heike Krämer durch, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Harlaching.

Sebastian Roloff ist 33 Jahre alt, wohnt in Obergiesing und arbeitet als Leiter der Rechtsabteilung der IG Metall München. Roloff engagiert sich seit 1999 in der SPD und war unter anderem Mitglied im Landesvorstand der Bayern-SPD und stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos. Zu seinen politischen Schwerpunkten zählen die Bereiche Arbeit und Soziales, sowie die Innen- und Rechtspolitik.

Sein größter Konkurrent um das Direktmandat ist Stadtrat Michael Kuffer, der für die CSU antritt. Roloff rechnet sich durchaus Chancen aus, „das Rennen um das Direktmandat ist offen“. Er hat offenbar nicht vor, seinen Kontrahenten mit Samthandschuhen anzufassen. Am Mittwoch feuerte er eine erste Breitseite Richtung Kuffer ab. Dieser habe „nicht ansatzweise das Format“ seines Vorgängers Peter Gauweiler als direkt gewählter CSU-Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis München Süd. „Mehr als hilflos wirkendes Fischen am rechten Rand fällt ihm nicht ein. Die Menschen im Münchner Süden durchschauen diese Taktik. Und ich bin fest davon überzeugt, dass sie sie nicht gutheißen“, polterte Roloff.

Neben Kuffer und Roloff steht bereits Thomas Sattelberger als Direktkandidat der FDP fest. Die Grünen wollen ihren Kandidaten am 19. Oktober küren. Vier Grünen-Politiker haben bislang ihr Interesse bekundet.

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