Engpässe bei der Behörde

Urlauber-Ansturm - und das KVR sperrt zu

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Im Herbst sorgten neue Einreise-Formalien für Ausländer für lange Schlangen beim KVR. Jetzt sind es die neuen Kinderausweise

München - Wer bald in den Urlaub will und einen neuen Reisepass benötigt, braucht viel Geduld: Denn im KVR und dessen Außenstellen sind die Wartezeiten derzeit enorm – manchmal steht man sogar vor verschlossenen Türen!

„Wie jedes Jahr vor den Sommerferien kommen viele Bürgerinnen und Bürger, um neue Personalausweise und Reisepässe zu beantragen“, teilte das Kreisverwaltungsreferat am Montag mit. Das ist noch keine große Überraschung. Weiter heißt es aber: „Am Dienstagabend müssen insbesondere die Außenstellen vorzeitig schon um 16.30 Uhr Uhr geschlossen werden, um den Kundenandrang überhaupt noch bewältigen zu können.“ Und als ob das noch nicht genug wäre: Die KVR-Außenstelle in der Forstenrieder Allee ist derzeit wegen Wasserschadens dicht. Der Ansturm auf die Behörde ist auch deshalb so riesig, weil viele Eltern derzeit mit ihrem Kindern vorsprechen müssen. „Anders als früher ist ein Eintrag im Reisepass der Eltern nicht mehr möglich“, begründet das KVR. Kinder benötigen nämlich jetzt fürs Ausland einen eigenen Personalausweis oder gar Reisepass – je nachdem, wohin die Reise geht.

In der Hauptstelle an der Ruppertstraße wurden die Nummernspender Dienstagabend schon zwei Mal vorzeitig abgehängt. Normalerweise ist das KVR dienstags für Werktätige bis 18 Uhr geöffnet.

Es ist nicht das erste Mal, dass gesetzliche Neuerungen für lange Schlangen im KVR schuld sein sollen: So war es einmal der neue Personalausweis, dann der elektronische Aufenthaltstitel für Ausländer und nun eben die Kinderausweise. Tatsächlich hat das KVR ein Personalproblem: „Wir dürfen nur 92 Prozent der Stellen besetzen, das sind die Auswirkungen der städtischen Haushaltskonsolidierungskonzepte“, erklärt Vize-Kreisverwaltungsreferentin Claudia Vollmer. „Aufgrund von Krankheit oder Schwangerschaft sind tatsächlich sogar nur rund 80 Prozent der Stellen besetzt.“

Das KVR rät den Bürgern nun: „Wer nicht so lange warten möchte, sollte die Zeiten mit geringerem Kundenaufkommen nutzen.“ Das sei täglich von 7.30 Uhr bis 11 Uhr der Fall sowie am Dienstag von 14 Uhr bis 15.30 Uhr und am Donnerstag zwischen 13 Uhr und 14 Uhr. Für Werktätige heißt es also: Frei nehmen.

Docht das KVR hat noch einen Tipp: „Ab Ende August lässt der Andrang nach und die Wartezeiten werden kürzer.“

J. Welte

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