Mehrere Touristen bestohlen

Viele Diebstähle im Zug: Bundespolizei warnt

+
(Symbolbild)

München - In Fernzügen von und nach München haben Diebe am Wochenende fette Beute gemacht. Die Münchner Bundespolizei warnt: "Viele Reisende sind unachtsam – schuld ist das Wohnzimmergefühl in Fernzügen."

Wie die Bundespolizei mitteilt, schlugen Diebe am Freitag, 6. Mai, gleich drei mal zu: Einer Touristin aus den USA fehlte bei der Ankunft ihres Nachtzuges in München ihre Handtasche. Darin war ihr Smartphone, Bargeld, Fahrkarten für die Weiterreise und Kreditkarten. Während der Fahrt von Amsterdam hatte die 20-Jährige geschlafen und den Diebstahl nicht bemerkt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro.

Gegen 10 Uhr meldete ein 58-Jähriger aus Leverkusen, dass sein Rucksack und seine Reisetasche während der Fahrt mit dem ICE von Köln nach München aus der Gepäckablage direkt über seinem Sitzplatz entwendet worden war. Er erinnerte sich, dass einem unbekannten Mann im Zug Gegenstände auf dem Boden fielen. Viele Fahrgäste halfen dem Reisenden die Dinge aufzuheben – nur der Reisende selbst hob seine Sachen nicht auf. Ob es sich dabei um ein Ablenkungsmanöver handelte, wird jetzt ermittelt. Insgesamt entstand dem Mann aus Leverkusen ein Schaden von ca. 2000 Euro.

Gegen 15.20 Uhr erstattete eine 54-jährige chinesische Touristin Strafanzeige auf der Bundespolizeiwache am Münchner Hauptbahnhof: Die Geschädigte suchte ihren reservierten Platz im ICE von München nach Köln und legte ihre Tasche auf einen Platz, um ihre beiden Reisekoffer nachzuholen. Als sie zurückkam war ihre Tasche vom Platz verschwunden. Nur ihr Mantel, den sie zuvor über die Tasche gelegt hatte, war noch am Platz. Ihr entstand ein Schaden von 4500 Euro.

Auch am Samstag und Sonntag nahm die Münchner Bundespolizei drei weitere ähnliche Diebstähle aus Fern- und Regionalzügen auf.

Die Polizei warnt Reisende deshalb, Diebe nutzten besonders gerne das Gedränge und die Unachtsamkeit der Reisenden beim Verstauen des Gepäcks oder bei der Suche nach dem Sitzplatz. Auch während der Fahrt sollten Reisende sich nicht vom "Wohnzimmergefühl" des gemütlichen Reisezugs täuschen lassen: Wertsachen und technische Geräte sollten nie unbeaufsichtigt bleiben, Jacken, Taschen und Gepäck sollten immer in Sichtweite verstaut sein. Wertsachen sollten beim Gang zum Bistro oder zur Toilette immer mitgenommen werden. Wenn Großgepäck nicht mitgenommen werden kann, sollte man gezielt vertrauenswürdige Reisende ansprechen und bitten, kurz aufzupassen.

mm/tz

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare