Vorstoß von SPD und CSU

Bekommt München einen verkaufsoffenen Sonntag?

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Die Idee: Ein Marktsonntag zum Stadtgründungsfest.

München - Bekommt München einen verkaufsoffenen Sonntag? Geht es nach den Stadtratsfraktionen von SPD und CSU dann soll es bald einen geben - und zwar zum Stadtgründungsfest.    

Die Stadtratsfraktionen von SPD und CSU wollen einen Marktsonntag zum Stadtgründungsfest. In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Fraktionen am Mittwoch, die Unternehmensinitiative City-Partner München e.V. habe sich mit dem Wunsch an die Stadtpolitik gewandt. Die Idee: Die Geschäfte in der Münchner Innenstadt sollen im Rahmen des Stadtgründungsfestes am Sonntag, 14. Juni, öffnen dürfen.

SPD und CSU im Rathaus plädieren dafür, dass dieser Bitte entsprochen wird. Das bayerische Ladenschlussgesetz sehe vor, dass Geschäfte „aus Anlass von Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen an jährlich höchstens vier Sonn- oder Feiertagen geöffnet sein“ dürfen. In München werde dieses Gesetz ziemlich restriktiv ausgelegt. Ausnahmen gelten bislang an nur drei Sonntagen – an Fasching, dem ersten Oktoberfestsonntag sowie am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober). Das Sortiment, das an diesen Tagen für mehrere Stunden angeboten werden darf, ist stark beschränkt – genauso der räumliche Bereich, in dem Läden öffnen dürfen.

SPD und CSU setzen sich jetzt dafür ein, so die Mitteilung, dass zum Stadtgründungsfest eine weitere Ausnahme greifen soll. Damit wäre der gesetzlich mögliche Rahmen ausgeschöpft. Schon in gut einem Monat soll die Neuregelung greifen. Die Kooperationspartner bitten das Kreisverwaltungsreferat darum, rasch alle notwendigen Vorbereitungen in die Wege zu leiten.

„Die Münchnerinnen und Münchner haben einen Mehrwert davon, wenn sie aus Anlass des Stadtgründungsfestes auch durch die Geschäfte bummeln können", sagt SPD-Fraktionschef Alexander Reissl. "Aus unserer Sicht spricht nichts dagegen, dem Wunsch von City Partner zu entsprechen. Wichtig ist uns allerdings, dass die Verkäuferinnen und Verkäufer, die an dem Marktsonntag eingesetzt werden, freiwillig im Dienst sind. Niemand soll gezwungen sein, seine Sonntagsruhe zu opfern.“

Stadtrat Manuel Pretzl, wirtschaftspolitischer Sprecher sowie stellvertretender Vorsitzender der CSU-Fraktion sieht in dem Marktsonntag die Möglichkeit für einem neuen Akzent. "Wir senden damit ein klares Zeichen an die Kirchen, dass wir weiterhin gegen isolierte Sonntagsverkaufsöffnungen sind. Hier ist die Synergie mit dem Stadtgründungsfest für uns überzeugend", sagt Pretzl.

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