Verdi fordert mehr Geld

Kita, Kliniken und Müllabfuhr: Jetzt geht's los mit den Streiks

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Alle Jahre wieder: Im vergangenen Jahr haben schon die Erzieher für mehr Lohn gestreikt.

München - In mehr als 50 bayerischen Städten soll tageweise gestreikt werden - vor allem am Donnerstag. Auch München wird der Streik treffen.

Kita, Krankenhäuser und Müllabfuhr werden in den kommenden zwei Wochen tageweise bestreikt. Denn im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi Warnstreiks in mehr als 50 bayerischen Städten angekündigt – vor allem Donnerstag.

Rund 5000 Beschäftigte sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Betroffen sein könnten alle Bereiche des öffentlichen Dienstes, also auch Stadtwerke und Verwaltungen, so der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Norbert Flach. Bei insgesamt 19 Klinikträgern soll es bayernweit Proteste geben. Wo nötig, seien Notdienstvereinbarungen getroffen worden, betonte Flach.

Verdi-Geschäftsführer: "Streiken auch unangekündigt"

Den Auftakt am Dienstag bilden Warnstreiks und kleinere Aktionen etwa in Augsburg, Garmisch-Partenkirchen und anderen oberbayerischen Städten sowie in der Oberpfalz. Der Streikplan in München steht, aber Details will Münchens Verdi-Geschäftsführer Heinrich Birner noch nicht verraten: „Wo Bürger betroffen sind – etwa wenn Erzieherinnen streiken –, informieren wir rechtzeitig. Ansonsten streiken wir auch unangekündigt, was allerdings nur die Arbeitgeber treffen wird.“ Der Hauptstreiktag dieser Woche soll nach Worten Flachs am Donnerstag sein. Heinrich Birner will das für München noch nicht bestätigen.

Verdi fordert für die gut zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem sechs Prozent mehr Geld und 100 Euro mehr für Azubis.

Die Arbeitgeber haben inzwischen drei Prozent mehr Lohn und Gehalt für zwei Jahre geboten, was die Gewerkschaften aber ablehnten. Die dritte Verhandlungsrunde ist am 28. und 29. April.

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