Weltcup-Slalom in München gefährdet

München - Es grünt so grün auf Münchens Hügeln … Ganz speziell: auf den Hügeln des Olympiaparks. Ausgerechnet hier, wo am 1. Januar ein Weltcup-Skirennen stattfinden soll! Kein Schnee!

Wer in diesen Tagen durch den Park spaziert, der fragt sich schon: Kann das überhaupt funktionieren?

Die Nachrichtenmeldungen klingen im Moment jedenfalls wenig verheißungsvoll. Da heißt es, der Parallelslalom sei „weiterhin gefährdet“ – und eine Sprecherin ist „beunruhigt“.

tz-Nachfrage beim Olympiapark: Wie steht’s um das Spektakel mit Maria Riesch, Felix Neureuther & Co.? Kann’s sein, dass das Rennen wegen Schneemangels abgesagt werden muss? Park-Sprecher Arno Hartung mag zwar keine Wahrscheinlichkeit für diesen Fall angeben, sagt aber über das aktuelle Wetter: „Es wäre schon schön, wenn’s anders wäre …“ Das Problem: Es ist zu warm, um Kunstschnee zu machen. Hartung: „Wir brauchen vier bis fünf kalte Nächte.“ Das heißt: minus fünf Grad oder darunter. Und ob das bis Silvester was wird, kann im Moment niemand sagen – die Wetterprognose ist wechselhaft.

Am Wochenende soll’s zwar schneien, aber für das Rennen ist auf alle Fälle Kunstschnee nötig. Von anderswo welchen herfahren? Das wird nicht funktionieren – zumal derzeit niemand Schnee hergibt, wenn er denn welchen hat. Bleibt also bloß eins: Hoffen auf Kälte. Damit die 32 besten Slalom-Fahrer(innen) der Welt wieder den Olympiaberg runterrasen können. So wie im Vorjahr – da bejubelten 25 000 begeisterte Zuschauer die Weltcup-Stars.

Uli Heichele

Rubriklistenbild: © Kurzendörfer

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