Gleisbauarbeiten im Münchner Westen

Nächtliche Warnsignale: Weniger Lärm für Anwohner

München - Anwohner im Münchner Westen hatten sich über ein mysteriöses Geräusch beschwert, das ihnen den Schlaf raubt. Das soll sich jetzt ändern.

Gleich mehrere User aus dem Münchner Westen hatten sich kürzlich mit einem Anliegen an die Onlineredaktion von tz und Merkur gewandt. Der Grund: Ein mysteriöses Geräusch raubte ihnen den Schlaf.

Wie sich herausstellte, handelte es sich um Sirenen, die die Bahn bei Gleisarbeiten zwischen den Haltestellen Laim und Heimeranplatz in der Nacht aus Sicherheitsgründen einsetzen musste. "Es ist eine Unfallverhütungsvorschrift: Wenn ein Zug vorbeifährt, müssen die Arbeiter davor gewarnt werden", erklärte ein Sprecher: Während auf dem einen Gleis gearbeitet wurde, fuhren die Güterzüge auf dem anderen Gleis in beiden Richtungen an den Arbeitern vorbei. Damit keine Unfälle passierten, mussten die Warnsignale für die Arbeiter lauter sein als deren Baumaschinen.

Weniger Lärm für mehr Schlaf

Bisher, also von 25. Juni bis 30. Juni, wurde rund um die Uhr gebuddelt. Wie die Bahn am Freitag mitteilte, wird am ersten Juli-Wochenende pausiert - und ab Montag, 4. Juli, um 6 Uhr morgens weitergearbeitet. Mit einem Unterschied: Jetzt soll nachts Ruhe sein. Von 22 bis 6 Uhr werden beide Gleise laut Bahn für den Zugverkehr gesperrt, um den Lärm für die Anwohner zu reduzieren. Sie sollen dann nur noch die Baugeräusche hören. Am Samstag, 9. Juli, sollen alle Bauarbeiten bis circa 22 Uhr beendet sein. Zunächst war fälschlicherweise mitgeteilt worden, die Arbeiten am 2. Gleis würden erst zwischen 10. und 15. Juli fortgesetzt. 

Man habe vorab die Haushalte in direkter Nachbarschaft zu den Gleisen mit einem Anwohnerfaltblatt informiert, erklärte die Bahn am Freitag. Für die "leider nicht zu vermeidenden Lärmbelästigungen" bitte man um Verständnis. 

mm/tz

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