S-Bahn- und Straßenverkehr

Wintereinbruch in Bayern: Das waren die Auswirkungen

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Unfreundliches Wetter herrschte Mittwochvormittag auch am Irschenberg.

München - München und sein Umland müssen sich wieder auf Winter einstellen: In der Nacht zu Mittwoch blieb in großen Teilen Oberbayerns der Schnee liegen. Es kam zu Beeinträchtigungen auf Straßen und Schienen.

Der Winter ist mit Volldampf zurück - und das mitten im Frühling. Nach den leichten Schneefällen der vergangenen Tage ist die weiße Pracht in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in München und dem Umland sogar liegen geblieben. Dabei blieb vom Fürstenfeldbrucker bis hin zum Miesbacher Landkreis kaum jemand verschont. Und das verdanken wir Tief Uta, das eine ordentliche Portion Polarluft nach Deutschland pustete.

In Garmisch lagen laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net am Mittwochmorgen zwei Zentimeter Neuschnee. In Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) waren es um die drei Zentimeter und im Allgäu fielen bis zu elf Zentimeter Schnee (Oberstdorf). Im südlichen Oberbayern können die Schneefälle auch noch bis Mittwochabend anhalten. Und nicht nur das: "Der Frühling brennt bei uns bis weit in den Mai hinein auf Sparflamme", erklärt Jung. Bis in den nächsten Monat hinein soll es wechselhaft bleiben.

Auch auf den Straßen war an diesem Mittwochmorgen Vorsicht geboten. Auf der A96 kam es zwischen der Anschlussstelle Gilching und der Anschlussstelle Germering-Süd wegen eines Unfalls zu einem mehrere Kilometer langen Stau. Bei Temperaturen um die Null Grad im Landkreis Fürstenfeldbruck mussten Autofahrer besonders Obacht geben. Auch auf der A92 holperte es im Verkehr. Zwischen Moosburg-Nord und der Anschlussstelle Landshut-West war es ebenfalls zu einem Unfall gekommen, der zu Stau führte. Auf der A6 hatte sich ein Sattelschlepper quer gestellt und zu einem erheblichen Verkehrschaos geführt.

Auch bei der S-Bahn kam es Mittwochfrüh zu Beeinträchtigungen. Auf der Strecke der S6 in Richtung Tutzing war ein Baum umgestürzt und hatte zwischen Gauting und Starnberg einen Oberleitungsschaden verursacht, die Strecke wurde gesperrt. Ob dies allerdings mit dem Schneefall zu tun hatte, ist unklar. Vorübergehend war Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Wie der Streckenagent der Deutschen Bahn um 10.30 Uhr vermeldete, konnten Regionalzüge wieder verkehren.

Frost und Kälte machen Bauern und Winzern zu schaffen

Auch Bauern und Winzern macht das Wetter das Leben momentan schwer. Ausgerechnet in der Spargel-Zeit schlagen Kälte und Frost nun noch mal zu. Dadurch wachse der Spargel deutlich langsamer, wie der Glonner Spargenbauer Manfred Wolf der dpa sagte. Die Ernte? Mau. "Es wird daher in diesem Jahr keine solche Spargelschwemme geben, wie es sonst um den 1. Mai herum ist", so Wolf. Weinbauern in Unterfranken traf es noch heftiger. 80 Prozent ihrer Weinstöcke seien erfroren. Zu verdanken haben sie das zwei Frostnächten zu Beginn dieser Woche.

Und so soll es die nächsten Tage weitergehen:

Donnerstag: 8 bis 14 Grad, Schauerwetter
Freitag: 12 bis 16 Grad, freundlich
Samstag: 8 bis 19 Grad, aus Westen neuer Regen
Sonntag  (1. Mai): 10 bis 16 Grad, Schauerwetter
Montag: 8 bis 17 Grad, aus Westen Regenwolken, die nach Osten weiterziehen
Dienstag: 12 bis 17 Grad, Schauerwetter
Mittwoch: 9 bis 15 Grad, das Aprilwetter im Mai dauert weiter an, Sonne, Wolken und Schauer im Wechsel
Donnerstag  (Christi Himmelfahrt): 13 bis 21 Grad, mal Sonne, mal Wolken, weitere Schauer

Wie das Wetter in Ihrer Region wird, erfahren Sie hier.

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