"Offenherzige Dame" darf kostenlos wohnen

Diesmal kein Fake: WG-Zimmer gegen Sex

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Mit dieser Anzeige sucht Gregor eine Mitbewohnerin.

München - Schon wieder? "WG-Zimmer gegen Sex" wird seit 22. Januar auf der Internetseite studenten-wg.de angeboten. Hatten wir das nicht erst? Diesmal scheint es aber tatsächlich ernst gemeint zu sein. Gregor (Name von der Redaktion geändert) sucht wirklich eine offenherzige Mitbewohnerin.

Zu den Fakten: Gregor, 28, hat bald ein Zimmer in einer 2er-WG in der Bodenseestraße frei. Denn seine derzeitige Mitbewohnerin zieht Ende des Monats aus. Das Zimmer ist 25 Quadratmeter groß, die Wohnung 80. Das Zimmer soll 150 Euro Kaltmiete monatlich kosten, zuzüglich 50 Euro Nebenkosten. 0 Euro Kaution, 0 Euro Provision.

Rauchen ist erlaubt, Küche mit Backofen, Kühlschrank, Herd, Microwelle und Spülmaschine darf mitbenutzt werden, außerdem gibt's ein WC, Badewanne, Dusche, Balkon, Keller, Abstellraum, Anwohnerparken, Laminat, Warmwassereizung, Kabel TV, Telefon analog, DSL Internet, Zentralheizung.

Und Haustiere dürfen auch mitgebracht werden. 

Der Haken? Gregor sucht "eigentlich eine nette junge Dame, die offenherzig genug ist, die Miete auf andere Weise zu bezahlen ;)"

Ok, alles klar, schon wieder eine junge Frau, die mit der zweifelhaften Ausschreibung auf die schwierige Lage auf dem Münchner Wohnungsmarkt aufmerksam machen wollte? Das war der Hintergrund der letzten Anzeige, die vergangene Woche durch die Medien ging.

"Nein", versichert Gregor auf die Anfrage von merkur-online.de. Ihm sei die Lage am Wohnungsmarkt in München vergleichsweise egal und er meine das durchaus ernst. "Die Idee ist nicht neu, ich habe bereits vor drei Jahren meine Ex-Mitbewohnerin auf diese Weise kennengelernt und mit ihr zusammengelebt", erklärt er. Bisher habe er auch tatsächlich bereits von sechs Frauen Antwort erhalten. Darunter zwei Studentinnen. "Scheinen nette Menschen zu sein, es sind durchaus seriös geschriebene Anfragen", meint er. "Es gab sogar eine Anfrage eines Mannes, der sich als Türsteher beworben hat... weil er das wohl falsch verstanden hat."

Und wie soll sie sein, die Dame, außer offenherzig? "Schlank", meint Gregor, das sei ihm wichtig. Sonst? "Unkompliziert, sexuell aufgeschlossen und einfach ein angenehmes Wesen."

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Für ihn sei das die optimale Lösung. Denn auf das Geld sei er nicht angewiesen - er arbeitet bei einem großen Münchner Unternehmen, mehr möchte er dazu nicht sagen - und Beziehungen seien auch nicht so das Seine. "Ich bin kein Mensch, der Geborgenheit sucht oder sie gerne einem anderen Menschen vermittelt... Beziehungen sind reine Kopfsache und der Part, der offensichtlich bei den meisten Menschen dafür zuständig ist, so etwas zu wollen, fehlt bei mir oder ist defekt...was auch immer."

Ja, wie auch immer... Gregor wird Bescheid geben, welche Dame das Rennen macht.

Stefanie Wegele

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