Ein Zelt für die Zukunft

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Weltweit einzigartig und hochmodern: das neue Festzelt des Winzerer Fähndls. Es ist das einzige Zelt auf der diesjäh­rigen Jubiläums-Wiesn, in dem es eine zentrale Bierversorgung gibt. Das neue Zelt bietet freilich noch weitere Neuheiten …

München - Es soll das modernste Festzelt auf der Wiesn werden: Das neue Winzerer Fähndl der Paulaner-Brauerei. Pünktlich zum 200. Geburtstag des Oktoberfestes packen Wirt und Brauerei dieses Riesen-Projekt an. Die tz erklärt das neue Zelt.

 Pächter Peter Pongratz schwärmt schon jetzt vom „schönsten, besten, modernsten Zelt“ – das unter anderem die erste zentrale Bierversorgung der Welt hat. Die tz erklärt das neue Winzerer Fähndl:

Wieso gibt es überhaupt ein neues Zelt? Klare Antwort von Paulaner: Es wurde einfach Zeit. Die letzte große Veränderung des Festzeltes ist etwa 20 Jahre her, berichtet Sprecher Christoph Bohning. Und wie Wirt Peter Pongratz ergänzt, hätte man wegen neuer Sicherheits-Richtlinien sowieso umbauen müssen: „Wir haben uns gesagt, dann bauen wir gleich ein neues Zelt!“ Und freuen tun sich beide schon narrisch drauf.

Sexy Wiesn-Dessous

Bilder vom Wiesn-Abbau

Die Bierversorgung: Der größte Vorteil des neuen Festzeltes ist die zentrale Bierversorgung – das gab es noch nie. Der Gerstensaft fließt durch eine 300 Meter lange Ringleitung direkt zu den Schänken. Dadurch müssen die Tankfässer nicht mehr einzeln befüllt werden – das spart Lieferzeit und vereinfacht die Logistik erheblich. Technisch ist das Winzerer Fähndl dadurch auf dem neuesten Stand.

Was ändert sich optisch am Zelt?

Winzerer Fähndl

Sein Wahrzeichen ist der sechs Meter hohe Turm mit dem sich drehenden Paulaner Masskrug unterhalb der Bavaria. Das Zelt hat 8450 Sitzplätze innen und 2450 im Garten, ausgeschenkt wird das Paulaner Oktoberfest-Bier. Der Name „Winzerer Fähndl“ stammt aus der Zeit, als die gleichnamige Armbrustschützengilde hier ihr Hauptquartier hatte und im Zelt noch mit der Armbrust scharf geschossen wurde. Später aber zog es die Armbrustschützen in das Armbrustschützenzelt. Die Wirte im Winzerer Fähndl sind Peter und Arabella Pongratz. Für die richtige Wiesn-Stimmung sorgt die Musikkapelle „Die Nockherberger“ unter der Leitung von Konrad Aigner.

Die Farben des Fähndls bleiben schwarz-gelb und auch das Wahrzeichen des Zeltes, der Riesen-Masskrug auf dem Turm, dreht sich weiterhin. Durch die einzigartige, stützenfreie Decken-Konstruktion, die eine Spanne von 37 Metern hat, versperren außerdem keine Pfosten mehr den Blick auf Musikkapelle und Bierzelt-Gaudi. Neu ist auch die Glasfassade, die sich direkt am Haupteingang nach oben zieht. Die Bestuhlung präsentiert sich zudem in neuem Design, die Boxen sind nicht mehr ebenerdig, sondern erhöht. „Das Zelt ist optisch offener, frischer“, fasst Bohning zusammen. Und doch ginge das typische Flair nicht verloren: „Wer Fahndl-Fan ist, der bleibt auch Fahndl-Fan!“

Hat das Winzerer Fähndl jetzt mehr Plätze?

Nein, die insgesamt 8398 Plätze verteilen sich nur anders: Im Zelt gibt es ab heuer 420 Plätze mehr. Diese Anzahl hat der Wirt im Biergarten geopfert.

Was kostet das neue Zelt?

Konkrete Zahlen nennt die Brauerei nicht. Nur so viel: „Das ist eine große Investition für uns für die Zukunft“, so Bohning.

Spüren die Gäste den Neubau auch preislich? Die Mass kostet heuer im Paulaner-Zelt 8,80 Euro, 20 Cent mehr als im Vorjahr. Die Erhöhung ist ähnlich hoch wie in den anderen Wiesn-Zelten. Doch zwischen dem neuen Zelt und dem Bierpreis „gibt es keine direkte Verknüpfung“, sagt Bohning. Wenn der Mass-Preis steige, liege das nicht anderen Faktoren.

Wann kann man einen ersten Blick aufs neue Fähndl erhaschen? Der Wiesnzelt-Aufbau beginnt Mitte Juli – ab diesem Zeitpunkt wird auch am neuen Fähndl gewerkelt. Einen Probeaufbau gibt es indes nicht – nur ein Modell.

Was passiert mit dem alten Zelt?

Das steht laut Bohning noch nicht ganz fest. Gut möglich, dass Einzelteile für andere Zelte verwendet werden.

Bilder vom letzten Wiesn-Abbau

Bilder vom Wiesn-Abbau

Regina Kaindl

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