Im Zenith

Rapper springt von Bühne - Münchnerin (22) verletzt

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Trinidad James im Zenith, kurz bevor es zu dem Unfall mit der Münchnerin gekommen ist.

München - Eine Münchnerin ist bei einem Konzert im Zenith verletzt worden. Der Rapper Trinidad James soll ihr auf den Kopf gesprungen sein. Die Veranstalter bedauern diesen Unfall.

Samstagabend, im Zenith findet das Konzert des US-Rappers Wiz Khalifa statt. Als Vorband ist der Musiker Trinidad James engagiert. Bei diesem amerikanischen Rapper ist es zu dem Unfall gekommen: Trinidad James springt ins Publikum und muss dabei eine 22-jährige Münchnerin, die zusammen mit ihrer Freundin ganz vorne stand, so unglücklich getroffen haben, dass sie am Kopf verletzt wurde. Zweimal soll der Rapper die junge Frau getroffen haben, zwei Mal am Kopf.

Sofort wird der Notarzt gerufen, die Münchnerin in ein Hinterzimmer gebracht. Dort wird sie behandelt, anschließend ins Krankenhaus eingeliefert.

Ralf Binder, der Geschäftsführers des Veranstalters Sonic Boom Events, hat von dem Vorfall am Samstagabend zunächst nichts mitbekommen und auch seine Sicherheitskräfte seien nicht informiert worden. Für ihn muss es sich bei dem Vorfall im Zenith um einen "bedauerlichen Unfall" handeln. Direkt nach dem Konzert sei er von Notarzt und Polizei von dem Vorfall informiert worden und habe sich natürlich sofort nach der jungen Frau erkundigt. Aus dem Krankenhaus gab es Entwarnung: Der erste Verdacht eines Halswirbelbruches hat sich nicht bestätigt. Es wurden keine schwereren Verletzungen festgestellt, Hals und Nacken sollen gestaucht sein.

Ralf Binder kann sich den Vorfall nur so erklären, dass die Künstler die Nähe zum Publikum gesucht haben, wie es im Vorfeld angedacht gewesen sei. "Wiz Khalifa wollte dem Publikum nahe sein und möglicherweise wollte sich auch Trinidad James diesem Gedanken anschließen." Um Stage diving - also den Sprung des Künstlers in die Menge, um sich vom Publikum tragen zu lassen - habe es sich aber soweit Binder weiß nicht gehandelt.

So muss es dann zu diesem Unfall gekommen sein. "Die beiden Musiker ziehen eher jüngere Leute an, und bei jungem Publikum sind wir ohnehin immer sehr vorsichtig", sagt der Geschäftsführer des Veranstalters Sonic Boom.

Wie Ralf Binder am Sonntagabend von der Polizei erfahren hat, wollen die Beamte keine strafrechtliche Anzeige stellen. Die 22-Jährige möchte wohl aber selbst Anzeige gegen den Rapper erstatten. Nach Angaben von Binder sei es dem Musiker und ihnen als Veranstalter wichtig, der jungen Frau Gute Besserung zu wünschen. "Wir bekommen aber aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Informationen, weder vom Krankenhaus noch von der Polizei. Wir können nur hoffen, dass es der jungen Frau wieder besser geht."

Stefanie Wegele

Stefanie Wegele

E-Mail:stefanie.wegele@merkur.de

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