Feste Finanzierungsvereinbarungen fehlen

2. Stammstrecke: Wer zahlt?

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Die zweite Stammstreck ist genehmigt. Es könnte aber noch Klagen gegen das Projekt geben.

München - Einen Tag, nachdem das Eisenbahnbundesamt den dritten Abschnitt der 2. S-Bahn-Stammstrecke genehmigt hat, machte sich die Landtags-SPD Sorgen darüber, ob es für das Projekt Geld gibt.

„Dass nun Baurecht vorliegt, ist eine sehr gute Nachricht. Jetzt kommt es darauf an, das Finanzierungskonzept schnell auf den Weg zu bringen“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bernhard Roos.

Es müssten umgehend feste Finanzierungsvereinbarungen zwischen Bund, Land, Bahn und der Stadt getroffen werden. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (59, CSU) habe bereits mehrfach eine belastbare Kostenrechnung angekündigt, bislang aber noch keine Zahlen vorgelegt und auch nicht im Landtag abgestimmt, moniert der SPD-Haushaltssprecher und Ex-Bürgermeister von Puchheim, Herbert Kränzlein. Nach letzen Schätzungen liegen die Kosten für den Bypass der S-Bahn deutlich über den bisher genannten 2,2 Milliarden Euro.

Kränzlein: „Hunderttausende Fahrgäste, die das derzeit völlig überlastete System nutzen, haben kein Verständnis für weitere Verzögerungen.“ Münchens SPD-Vize und Abgeordneter Florian von Brunn fügt hinzu: „Es ist eine zentrale Frage des Umwelt- und Klimaschutzes, ob sich der Öffentliche Personennahverkehr in München und im Umland als bessere Alternative zum Auto behauptet.“ München und dem Umland drohe der Verkehrskollaps.

tz

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