Hinweise und Tipps zum Sparen

München - Weltstadt mit Herz? Touris, haltet euer Geld zusammen

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Auch eine Weltstadt mit Herz verlangt für vieles, was schön ist, Eintritt. 

München - Im vergangenen Jahr übernachteten 13,4 Millionen Touristen in München. Um die schönsten Ecken Münchens besichtigen zu können, muss das Portmonee gut gefüllt sein - oder doch nicht? Hier gibt es Hinweise und Tipps zum Sparen.

Fest steht, dass die Stadt München ein beliebtes Ziel für Städtereisende ist. Morgens frühstücken auf dem Viktualienmarkt, vormittags ins Museum gehen, mittags das Glockenspiel anschauen, danach Shoppen, im Biergarten sitzen, an der Isar schlendern und die Surfger auf der Eisbachwelle filmen, abends ins Restaurant - aber bitte vorher reservieren, sonst werden Sie weitergeschickt. Unzählige Insider, Blogger und andere Info-Seiten verweisen auf die schönsten Ecken Münchens. Praktisch ist, dass viele der Sehenswürdigkeiten nicht sehr weit voneinander entfernt sind. Doch jeder Tourist kennt den Zwiespalt zwischen ''Ich möchte so viel wie möglich anschauen'' und ''die Füße wollen nicht mehr''. 

Bei warmen Temperaturen fällt die erste Wahl verständlicherweise nicht sofort auf ein Taxi. Vielen Touristen kommt eine Rikscha gelegen - frische Luft um die Nase und mitten im Geschehen. Wer selbst in die Pedale treten möchte und somit auch die preiswerteste Variante wählt, sucht einen nächstgelegenen Fahrradverleih. Zum Vergleich: eine 30-minütige Rikscha-Fahrt kostet 28 bis 34 Euro, während der Preis bei einem ausgeliehenen Fahrrad für die gleiche Zeit bei einem Euro liegt. Fällt die Wahl doch auf S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus und man geht von einer klassischen Single-Tageskarte aus, die das Gesamtnetz umfasst, wird ein Preis von 12,40 Euro verlangt. 

Nicht verzweifeln am Fahrkarten-Automat 

Und damit sind wir schon beim Thema: beim Fahrkartenautomaten des MVV, dem unterirdisch lauernden Schrecken aller Touristen. Er hat schon manchen Touristen in den Wahnsinn getrieben. Auch Münchner haben immer wieder mit ihm zu kämpfen - denn ohne ihn geht es leider nicht. Sich als Städtereisender in die Geheimnisse des Automaten einzulesen ist weniger sinnvoll und wahrscheinlich auch vergebene Liebesmühe. Ein MVV-Kundencenter oder aufmerksame Passanten helfen schneller. Leider sind Service-Schalter für Touristen nur schwer erkennbar oder auffindbar. Oftmals werden die Damen und Herren, die in den Glaskästen an den Haltestellen sitzen, wie zum Beispiel am Stachus, für Fahrkartenverkäufer gehalten. Eigentlich nicht abwegig. Doch diese Mitarbeiter helfen lediglich, die richtige Verbindung zu finden. Tickets verkaufen sie nicht.  Wenn Sie erfahren wollen, welche Fahrkarte für Sie die beste ist, gehen Sie zu den Servicestellen des MVV am Hauptbahnhof, Ostbahnhof oder Marienplatz. 

So sparen Sie Geld in Münchens Museen und Biergärten

Laut dem Stadtportal München gibt es Ausstellungshäuser und Museen, die keinen Eintritt verlangen oder sonntags für nur einen Euro ihre Türen öffnen. Dazu gehört zum Beispiel die Pinakothek der Moderne. Legen Sie also Ihren Besuch der Pinakothek auf einen Sonntag, sparen Sie somit immerhin neun Euro. Diese können Sie bei schönem Wetter im Biergarten ausgeben. Um das Recht auf einen Sitzplatz zu erhalten, müssen Sie Getränke beim Wirt kaufen. Jedoch nehmen mittlerweile schon einige Biergarten-Liebhaber ihre eigene Brotzeit mit und sparen so ein paar Euro. Abgelegenere Biergärten oder Gaststätten sind zudem um preiswerter. Zum Vergleich: Im Hofbräukeller kostet die Mass 8,10 Euro, im Bavariapark 6,80 Euro.

Ein weiterer Tipp für Touristen, der bereits einigen Münchner bekannt ist: Konzerte im Olympiastadion hören Sie auch im angrenzenden Olympiapark. Viele Münchner nutzen diese Gelegenheit und lassen sich am gegenüberliegenden Olympiaberg nieder. Abgesehen von den kostenlosen ''Konzertbesuchen'', ist der Olympiapark eine Alternative zum Englischen Garten, denn dieser ist laut der Website Isarsparer ''relativ unbevölkert''. 

Auch das Schloss Nymphenburg planen viele Urlauber in ihre Städtereise ein. Wer es von innen ansehen möchte, zahlt Eintritt (11,50 für einen Erwachsenen vom 1. April bis Mitte Oktober; 8,50 Euro für einen Erwachsenen von Mitte Oktober bis 31. März). Für eine Gondelfahrt über den Kanal des Schlosses fallen noch mal 15 Euro pro Person an - für 30 Minuten. Die kostenlose Alternative: zu Fuß durch den Park schlendern und schöne Bilder machen.

Es gibt Sehenswürdigkeiten, für die München kein Eintrittsgeld erhebt. Dazu gehört das Glockenspiel, das Sie vom Marienplatz aus beobachten. Zunächst boten die Figuren ihr Schauspiel jeden Tag nur einmal um 11 Uhr dar. Erst seit den Olympischen Spielen 1972 kann man das Glockenspiel auch um 12 Uhr und im Sommer um 17 Uhr bewundern. 

Alina Schimansky

 

Alina Schimansky

Alina Schimansky

E-Mail:info@merkur.de

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