Grüne sind skeptisch

Neues Sicherheitskonzept: „Wiesn verliert Volksfestcharakter“

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Die Grünen Fraktion im Rathaus: Hermann ( Beppo ) Brem, Heidi Schiller , Demirel Gülseren , Dr. Florian Roth (v.l.)

München - Ein Zaun um das Gelände, Taschenkontrollen - ist das noch die Wiesn, wie man sie kennt und liebt? Nein, sagen die Grünen und kritisieren das neue Sicherheitskonzept.

Die Münchner Grünen haben sich in einer Presseerklärung zum verschärften Sicherheitskonzept für die Wiesn geäußert. „Wir begrüßen und unterstützen es, dass die Stadt nochmal über eine Verbesserung der Sicherheitslage auf dem in wenigen Wochen stattfindenden Oktoberfest nachgedacht hat“, schreibt Vorsitzender Beppo Brem. „Allerdings fragen wir uns schon, ob das, was da jetzt an Maßnahmen geplant ist, wirklich die Sicherheit verbessert.“ Der Co-Vorsitzenden Heidi Schiller zufolge sei die Partei „skeptisch“. „Wir wissen um das Dilemma, dass die Stadt einerseits für mehr Sicherheit auf dem größten Volksfest der Welt sorgen soll und will, dafür aber andere Sicherheitsrisiken entstehen, zum Beispiel bei den langen Schlangen an den geplanten Kontrollpunkten“, schreibt Brem in der Presseerklärung. Heidi Schiller betont, dass es „bei einer Veranstaltung dieses Ausmaßes keine hundertprozentige Sicherheit“ geben könne. „Das muss allen Verantwortlichen bewusst sein.“ Das Verbot von Rucksäcken und Taschen könnte aus Schillers Sicht dazu führen, dass Familien mit kleinen Kindern auf einen Wiesn-Besuch verzichten. „Gerade an den Familientagen brauchen Eltern die Möglichkeit, ihre Sachen für die Kleinen zu verstauen“, sagt Schiller.

Die Grünen sind davon überzeugt, dass die Wiesn angesichts des verschärften Sicherheitskonzeptes „ihren Volksfest-Charakter noch weiter verlieren wird“. „Das ist sehr schade“, so Brem. „Wir Grüne können nur hoffen, dass die Verantwortlichen der Stadt zusammen mit der Münchner Polizei die Details der Sicherheitsmaßnahmen umsichtig und maßvoll umsetzen werden.“

Wiesn nostalgisch: Die schönsten Bilder von früher

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Ulrich Lobinger

Ulrich Lobinger

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