Im Zelt war es dafür umso gemütlicher

Verregneter Auftakt: Nur halb so viele Besucher wie im Vorjahr

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Regnerisch war's am Wochenende.

München - So ruhig war der Auftakt schon lange nicht mehr: Nur eine halbe Million Besucher kam am Wochenende auf die Wiesn. Im Jahr zuvor waren es doppelt so viele!

Kein Wunder: Schon am Samstagmorgen schüttete es wie aus Kübeln. Noch am Nachmittag bekamen Wiesngäste beispielsweise einen Platz in der Ochsenbraterei. A hoibe Wiesn!

Das letzte Mal, das so wenig Besucher kamen, ist schon 15 Jahre her: Im Jahr 2001 – nach den Anschlägen vom 11. September und bei ähnlich schlechtem Wetter – wurden laut Festleitung 550 000 Besucher gezählt. „Zu den Festumzügen kamen trotzdem überraschend viele Leute, dafür möchte ich mich bedanken“, sagte Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU).

Draußen Schmuddelwetter – drinnen war es dafür umso gemütlicher. „Die Stimmung war super, keine Spur von Angst“, meinte Christian Schottenhamel, Wirt vom Schottenhamelzelt, und spielte damit auf die Terrorgefahr an. Auch die neuen Sicherheitskontrollen störten weit weniger als befürchtet (siehe Seite 4). Auch Schmid lobte die Stimmung. „In den Zelten war der Besucherrückgang kaum spürbar. Sogar die Zahl der verspeisten Ochsen ist mit neun fast so hoch wie 2015, da waren es zehn.“

Den Sanitätern kam der Regen gelegen. „Bis Sonntagmittag hatten wir 350 Patienten, das sind 45 Prozent weniger als vergangenes Jahr“, so BRK-Sprecher Michael Greiner. Schnittwunden habe es weniger gegeben, weil die Besucher fast alle festes Schuhwerk anhatten. Und Kreislaufprobleme habe es fast gar nicht gegeben. Auch die erste Alkoholvergiftung kam später als sonst: Gegen 15.10 Uhr wurde eine 18-Jährige aus dem Raum München in die Sanitätsstation gebracht. In früheren Jahren gab es die erste Bierleiche meist schon mittags.

Nur die Schausteller litten unter dem Dauerregen. „Das war wirklich nix“, sagt Schausteller-Chef Edmund Radlinger. „Nur die überdachten Autoscooter haben ein paar Gäste gehabt.“

nba

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