Die kuriosesten Fälle der Mitarbeiter

Tourist im Fundbüro: "Wurde meine Freundin abgegeben?"

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Nach der ersten Wiesn-Woche 2014 ist im eigens eingerichteten Fundbüro schon einiges los: Sogar eine Skulptur landete schon bei Hubertus Busch und seinen Kollegen.

München - Die erste Wiesn-Woche ist vorbei und im Fundbüro auf dem Festgelände häufen sich die verlorenen Gegenstände vergesslicher Oktoberfestbesucher. Mitarbeiter Hubertus Busch zieht eine erste Bilanz.

Kleidung, Geldbörsen, Taschen und Schirme gehören derzeit zu den häufigsten verlorenen Gegenständen, die Hubertus Busch und seine Kollegen im Wiesn-Fundbüro lagern. Sorgfältig beschriften, verpacken und sortieren die Mitarbeiter die jeweiligen Gegenstände und machen sie für die Besitzer abholbereit.

Weniger Gegenstände als 2013

"Bislang haben wir bei uns 1400 Gegenstände gesammelt", berichtet Busch am Freitag. Das seien um die 500 bis 600 weniger Fundsachen als zur etwa selben Zeit im vergangenen Jahr. Nach dem zweiten Wiesn-Wochenende soll sich die Zahl der abgegebenen Gegenstände deutlich erhöhen, vermutet Busch schon vorab.

Der Andrang ist groß

Schon jetzt ist der Andrang im Fundbüro riesig: Lange Schlangen bilden sich vor dem Eingang des Servicezentrums hinter dem Schottenhammel-Festzelt. Nur in kleinen Gruppen dürfen die Suchenden ins Fundbüro eintreten, der Kellerraum ist eng und klein. "Wir haben jeden Tag von 13 Uhr bis 23 Uhr geöffnet. Die Hauptstoßzeiten sind jeweils mittags zur Öffnungszeit und abends gegen 18 Uhr."

So kurios war die erste Woche

Obwohl im Fundbüro bislang weniger Gegenstände eingetroffen sind als im vergangenen Jahr, haben Busch und seine Kollegen schon reichlich kuriose Schätze in Verwahrung genommen. "Sogar eine Skulptur wurde bei uns abgegeben", berichtet Busch. Sein verrücktestes Erlebnis im Fundbüro war allerdings ganz anderer Natur:
"In der ersten Wiesn-Woche kam ein junger Amerikaner zu uns, der seine Freundin suchte", berichtet Busch. Der US-Bürger sei sehr enttäuscht gewesen, als Busch ihm mitteilte, dass hier keine Menschen verwahrt werden. "Er hat das wirklich ernst gemeint", lacht der Mitarbeiter des Wiesn-Fundbüros.

Bilder: Die Bilanz der ersten Woche im Wiesn-Fundbüro

Bilder: Die verlorenen Schätze der Wiesn-Besucher

Fundbüro auch nach dem Oktoberfest geöffnet

Wie viele verlorene Gegenstände in den gesamten 16 Tagen Wiesn-Zeit eintreffen werden, lässt sich noch nicht abschätzen. Die Rückhol-Quoten seien allerdings gut, berichtet Busch. Von den bisher 1400 abgegebenen Gegenständen seien schon 300 wieder an die Besitzer zurückgegangen. Noch eine ganze Woche nach dem Ende des Oktoberfests 2014 wird das Wiesn-Fundbüro auf dem Festgelände bleiben. Danach wandern die nicht abgeholten Gegenstände ins städtische Fundbüro, wo sie bis zum 31. Januar für ihre Besitzer bereit liegen.

vin

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