Brauereien auf der Wiesn

Paulaner Bräu

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Paulaner Brauerei

München - Die Paulaner-Brauerei gehört zu den national und international bekanntesten Brauereien Münchens und beliefert auch das Oktoberfest. Der einprägsame Werbe-Slogan „Gut. Besser. Paulaner.“ ist sogar in den Sprachgebrauch übergegangen.

Der Name geht auf die Paulaner-Mönche zurück, die 1634 damit begannen, ihr eigenes Bier und speziell ihren bald weithin bekannten Bock zu brauen. Auf dem Oktoberfest beliefert Paulaner das Armbrustschützenzelt, das Winzerer Fähndl, Käfers Wiesenschänke und das Weinzelt.

Die Geschichte des Paulaner Biers

In der Geschichte von Paulaner spielt der Braumeister Valentin Stephan Still eine besondere Rolle. Der gute Mann ist heute besser bekannt unter dem Namen „Bruder Barnabas“. Er und damit auch sein Rezept für den berühmten Bock-Sud sollen 1774 vom Kloster Amberg nach München gewechselt sein. Bis heute wird seiner Bedeutung mit der Figur des Fastenpredigers gedacht. Beim alljährlichen Starkbieranstich auf dem Nockherberg, dem Hauptsitz der Brauerei, liest er der versammelten Polit-Prominenz die Leviten.

Ebenfalls eine wichtige Persönlichkeit der Brauerei-Geschichte ist der Braumeister Franz Xaver Zacherl. Er kaufte 1813 die Brauerei und hielt weiter an der Starkbiertradition fest. Allerdings benannte er es in Salvator um.

Im Jahr 1928 fusionierte Paulaner mit Thomas Bräu. Viele ältere Münchner erinnern sich noch gut daran, dass ihr Bier bis 1994 von der Paulaner-Salvator-Thomas-Bräu hergestellt wurde. Erst dann wurde das Unternehmen zu Paulaner. Inzwischen gehören noch weitere Marken zum Unternehmen: Neben Hacker-Pschorr aus München sind das AuerBräu aus Rosenheim, Thurn und Taxis aus Regensburg und Hopf in Miesbach. Paulaner selbst gehört je zur Hälfte der Schörghuber Unternehmensgruppe und der Brau Holding International.

Für einiges Aufsehen sorgte die Ankündigung der Brauerei, die Sudkessel bis 2015 vom Nockherberg an den Stadtrand Münchens, nach Langwied, zu verlegen. Diese Entscheidung wurde notwendig, da am bisherigen Standort schlicht die Produktionskapazitäten nicht mehr ausreichten.

Franz von Paola

Den aus der Fernsehwerbung bekannten Brunnen, an dem schon so bekannte Gesichter wie Walter Sedlmayr, Oliver Kahn und Waldemar Hartmann saßen, gibt es übrigens wirklich. Er steht im Biergarten am Nockherberg. Auch das Konterfei auf den Flaschen hat einen realen Hintergrund: Es zeigt Franz von Paola, den Gründer des Paulaner Ordens.

Paulaner Weißbier das Steckenpferd

Das wohl am weitesten verbreitete Produkt der Brauerei ist das Weißbier. Es wird in den Sorten Hefe-Naturtrüb, Hefe-Dunkel, Kristall, Hefe-Leicht, Hefe-Alkoholfrei und Zitrone Alkoholfrei angeboten. Hinzu kommen die Original Münchner Sorten Hell, Dunkel, Urtyp und Hell-Alkoholfrei. Zur Wiesn setzen die Brauer alljährlich einen besonderen Sud an, das Oktoberfest-Bier. Ebenfalls nur zeitlich beschränkt erhältlich ist der Salvator, ein Starkbier. Außerdem hat Paulaner noch ein leichtes Helles, ein Diät Bier und ein Premium Pils im Angebot.

Das Oktoberfestbier hat eine Stammwürze von 13,5% und einen Alkohlgehalt von 6% - zum Vergleich: Das Müncher Hell hat nur 4,9%. Getrunken wird es im Winzerer Fähndl, in der Käfer Wiesn Schänke, im Weinzelt und im Armbrustschützenzelt.

Oktoberfest: Der große Zelt-Vergleich

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