Arbeiten auf dem Oktoberfest

So kommen Sie an Jobs auf der Wiesn 2016

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Auf der Wiesn bedienen: Bringt viel Geld, wer weniger Stress mag, kann auch nur Hüte und Souvenirs verkaufen.

München - Dass Wiesn-Bedienungen viel verdienen, ist bekannt. Doch auf dem größten Volksfest der Welt gibt es noch viel mehr Jobs. So findet man Arbeit auf dem Oktoberfest 2016.

Die Wiesn lockt jährlich nicht nur zahlreiche Besucher an, sondern auch viele Arbeitswillige: etwa 13.000 Menschen arbeiten jedes Jahr dort. In den 16 Tagen Oktoberfest lässt sich die Haushaltskasse schnell aufbessern - einige nehmen sich dafür sogar Urlaub und reisen aus ganz Deutschland an. Suchen Sie auch einen Job auf dem Oktoberfest 2016?

Am besten verdienen bekanntlich die Wiesnbedienungen - doch man muss keine zehn Maßkrüge auf einmal tragen können, um auf der Wiesn zu arbeiten. Die Palette an Jobangeboten ist groß: Vom Hutverkäufer bis zum Küchendienst, von der Toilettenfrau zum Sicherheitsdienst und den Autoscooter-Mitarbeiter. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen Wiesn-Job finden können.

Jobs auf dem Oktoberfest 2016: Die Zelte suchen selbst

Die meisten Zelte schreiben ihre Stellenangebote online aus: Zum Beispiel der Schottenhamel, das Schützen Festzelt und das Hacker Festzelt. Die begehrten Stellen als Bedienung und in der Küche sind aber schnell weg und werden gerne an bewährte Mitarbeiter vom Vorjahr vergeben. Im Schützen Festzelt zum Beispiel arbeiten etwa 350 Mitarbeiter - neu eingestellt werden davon aber nur um die 80. Die Stellen werden ab März ausgeschrieben, man kann sein Glück aber schon früher mit einer Initiativbewerbung versuchen. 

Auch immer möglich: Sich bei Bekannten umhören, die schon mal auf der Wiesn gearbeitet haben. Prinzipiell kann jeder auf der Wiesn arbeiten, Erfahrungen auf Volksfesten und Messen sind natürlich von Vorteil. Und wer als Bedienung arbeiten möchte, sollte schon beim Vorstellungsgespräch demonstrieren können, wie viele Maßkrüge er tragen kann. 

Jobs auf dem Oktoberfest 2016: Über 40 verschiedene Angebote

Doch auch im Internet ist die Auswahl enorm. Das größte Portal ist wiesnjobs.de. Hier finden Sie über 40 verschiedene Angebote, unter anderem als Verkäufer, in der Küche oder an den Ständen. Für nahezu jeden ist etwas dabei. Das Portal vermittelt die Bewerber dann gezielt an die Zelte und Aussteller. Dafür wird eine Provision fällig, die der jeweilige Arbeitgeber am Ende der Wiesn als Bonus wieder auszahlt.

Man bewirbt sich online oder geht zu einer der Vorstellungsrunden. Portalbetreiber Josef Marte vermittelt so jährlich über 1000 Bewerber. Die meisten Bewerbungen gehen natürlich für die Stellen als Bedienungen in den kleineren Zelten ein. Bis Ende Juni sind in der Regel alle besetzt. Wer trotzdem noch Interesse hat, kann sich auf die Wartebank setzen. "Meist bekommt jemand im August kalte Knie", sagt er zu unserer Onlineredaktion. Auch während der Wiesn braucht Marte regelmäßig Ersatzkräfte, da die Wiesn-Erkältung auch vor Mitarbeitern nicht halt macht. Deswegen rät er den Bewerbern, sich "mental und psychisch gut auf die Wiesn vorzubereiten". Auf Ausfälle ist er mit einem Springer-Team vorbereitet.

Prinzipiell können sich Arbeitswillige das ganze Jahr über für einen Job auf der Wiesn bewerben - Interessierte können auch jetzt schon ihre Bewerbung für die Wiesn 2017 einreichen. Wer noch heuer auf dem Oktoberfest arbeiten möchte, sollte sich am besten jetzt im Juli bewerben. 

Jobs auf dem Oktoberfest 2016: "Die Bewerber müssen wissen, worauf sie sich einlassen"

Auch die Vertreiber von Merchandise-Artikeln BavaRoi, Bavaria-Shop und dem Souvenirstand in der Fischer Vroni suchen zahlreiche Mitarbeiter, die zum Beispiel als T-Shirt-Verkäufer oder Alkotester arbeiten wollen. Für einen Job im Verkauf bewirbt man sich ebenfalls online und wird anschließend zum persönlichen Vorstellungsgespräch geladen. "Im Einzelgespräch kann man viel mehr über die Leute erfahren", erklärt der Bavaria-Shop. "Wir wollen sicher gehen, dass jedem klar ist, worauf er sich bei einem Job auf der Wiesn einlässt. Man kann zwar gut verdienen, aber man muss auch was dafür tun." 

Die Bewerber brauchen Verkaufsgeschick und müssen gut mit dem internationalen Umfeld zurecht kommen: bezahlt wird nämlich auf Provisionsbasis. In welchem Bereich der Einzelne dann etwas verkauft, hängt von der persönlichen Präferenz ab. "Wer allergisch auf Lederhosen reagiert, ist für die auch nicht zuständig. Einer, der vielleicht schon mal in der Textilbranche gearbeitet hat, verkauft T-Shirts, ein anderer kann vielleicht gut Fotografieren."

Auch hier gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm. Schon ab Dezember trudeln die ersten Bewerbungen bei Oktoberfest-Jobs ein, aber auch momentan ist die Bewerbung noch möglich. Besonders stolz sind die Shops auf die hohe Quote an Wiederholungstätern: "Bis zu 80 Prozent der Mitarbeiter melden sich im nächsten Jahr wieder."

Jobs auf dem Oktoberfest 2016: Auch spontan gibt's vielleicht noch was 

Egal, wo Sie sich bewerben, es gilt: Wer sich im Vorjahr bewährt hat, ist auch im nächsten Jahr gerne wieder gesehen. Auch einschlägige Erfahrungen im Verkauf und mit großen Menschenmassen können bei der Bewerbung helfen sowie Empfehlungen durch Bekannte, die bereits auf dem Oktoberfest gearbeitet haben. Je nach dem, für welchen Job man sich interessiert, sollte man sich so früh wie möglich bewerben, aber auch im Juli und im August ist es noch nicht zu spät.

Wer besonders spontan ist, kann auch zu Wiesnbeginn die Aussteller und Stände ablaufen und fragen, ob noch jemand Unterstützung braucht. Da es doch hin und wieder zu Ausfällen kommt, ist das kein aussichtsloses Unterfangen.

Flohflüsterer und Schaukelbursch: skurrile Wiesn-Jobs

Julia Anton

Julia Anton

E-Mail:info@merkur.de

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