Mieterverein warnt

Untervermietung zur Wiesn: Das sind die Gefahren

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Viele Münchner wollen während der Wiesn ein Zimmer untervermieten. Der Mieterverein München warnt allerdings vor mietrechtlichen und steuerlichen Problemen.

München - Zum Oktoberfest vermieten viele Münchner ein Zimmer oder ihre Wohnung an Touristen unter. Der Mieter-Verein München warnt allerdings vor mietrechtlichen und steuerlichen Problemen.

Die Untervermietung kann durchaus ein „lukrativer Nebenerwerb“ sein, allerdings sollte für die Untervermietung das Einverständnis des Vermieters eingeholt werden. „Ist das nicht der Fall und der Vermieter bekommt die Untervermietung mit, kann er nach Abmahnung sogar fristlos kündigen“, sagt eine Sprecherin des Mietervereins.

Randalierende Oktoberfest-Gäste können Mieter teuer zu stehen kommen

Je nach Lage und Größe der Wohnung verlangen Münchner während der Wiesn-Zeit den Angaben nach bis zu 350 Euro pro Nacht von Touristen. Der Mieterverein verweist darauf, dass es sich bei Mieten um ein zu versteuerndes Einkommen handelt. Außerdem: „Die nicht genehmigte Vermietung stellt eine Zweckentfremdung dar, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.“ Zudem müssten die Mieter für Schäden aufkommen, die betrunkene Oktoberfest-Touristen in der Wohnung unter Umständen anrichten. „Das kann teuer werden.“

Rein mietrechtlich dürfte die Untervermietung eines Zimmers kein großes Problem sein, solange sich der Hauptmieter auch noch in der Wohnung aufhält. „Das könnte ja dann auch einfach ein Besuch sein. Was allerdings das Finanzamt und das Sozialreferat dazu sagt, ist eine andere Sache.“, sagt die Sprecherin weiter. Die Untervermietung entwickelt sich deutlich zu einer Grauzone zwischen Illegalität und erlaubter Zwischenmiete.

dpa/lby

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