Nachgehakt

Wiesn-Bedienungen: So viel verdienen sie!

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Wiesn-Bedienung zu sein ist kein leichter Job.

München - Darauf ein Prosit! Der permanente Lohnsteuer-Jahresausgleich für Volksfestbeschäftigte bleibt auch im Jahr 2016 erhalten. Doch wie viel verdienen eigentlich Wiesn-Bedienungen?

Zeit zum Anstoßen! Diesmal für die Wiesn-Bedienungen. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat ihnen am Montag gute Nachrichten gebracht. Der permanente Lohnsteuer-Jahresausgleich für Volksfestbeschäftigte bleibt auch im Jahr 2016 erhalten! Die Bedienungen waren deswegen auf die Barrikaden gegangen.

Stein des Anstoßes: Nach einer Änderung des Einkommenssteuergesetzes sollten die Krügerl-Kellner künftig erst mal einen Großteil ihres Lohns ans Finanzamt abtreten. Beispiel: Von 5500 Euro blieben zunächst nur 2500! Weil Bedienungen in kurzer Zeit viel Geld erhalten, sollten sie als Spitzenverdiener geführt werden. Das Geld käme erst Monate später durch den Lohnsteuerjahresausgleich wieder zurück.

Um dieses Geschiebe zu vermeiden, galt in Bayern der sogenannte permanente Lohnsteuerjahresausgleich für Wiesn-Bedienungen: Der Lohn wird auf einen längeren Zeitraum umgelegt. Das senkt den Durchschnittsverdienst und führt zu einem niedrigeren Steuersatz – mit dem Ergebnis eines höheren Nettoeinkommens für die Zeit der Beschäftigung. Das galt bis 2015. Doch der Bund wollte das nicht mehr. Ende 2014 hatten Wiesn-Bedienungen 3600 Unterschriften gesammelt. Söder wollte sich bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einsetzen. Offenbar mit Erfolg: Auch 2016 wird es den permanenten Lohnsteuerjahresausgleich geben, sagte Söder.

Die Bedienungen freut’s. Drei von ihnen haben der tz verraten, was sie auf der Wiesn wirklich verdienen: 

Jedes Jahr etwas weniger

„Der Verdienst nimmt von Jahr zu Jahr immer ein bisschen ab“, sagt Viviene Tonitz. Die 24-Jährige wohnt eigentlich in Kitzbühel und arbeitet dort als Hundesitterin, doch zur Wiesn zieht sie nach ­München. Seit fünf Jahren arbeitet sie als Bedienung im Schützenzelt. Und das lohnt sich: Sie verdient „einen hohen vierstelligen Betrag“.

Vierstelliger Betrag

Wie viel man so verdient als Wiesn-Bedienung? „Das kommt immer darauf an, wo man eingesetzt wird und wie das Wetter ist“, sagt Sandra Schuster. Die 27-Jährige aus Straßlach ist ein Profi, arbeitet bei Toni Roiderer im Gasthof zum Wildpark. Und seit 2009 auch auf der Wiesn. Unterm Strich bleibt ihr jedes Jahr ein vierstelliger Betrag.

Neben Studium

Erik Jekle (26) aus München ­arbeitet seit drei Jahren als Bedienung auf der Wiesn – zwei Wochen lang, jeden Tag acht Stunden. Der Lehramts­student erhält dafür einen Betrag im oberen vierstelligen Bereich. „Das bleibt jedes Jahr in etwa gleich. Es wird nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

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