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Wiesn 2016: Ist der Trachtentrend bald vorbei?

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Dirndl soweit das Auge reicht: Auf der Wiesn geht nichts mehr ohne Tracht. Oder doch?

München - Liegt es am Wetter oder ist der Bogen einfach überspannt? Beobachter meinen, heuer auf der Wiesn weniger Trachtenoutfits zu sehen als gewohnt. Ist der Trachtentrend tatsächlich durch?  

Vielleicht liegt's am Wetter: Es ist kalt, der Wiesn-Start war ziemlich nass und herbstlich. Schon möglich, dass so mancher Wiesn-Besucher deshalb das Dirndl und die kurze Lederhosn im Schrank gelassen hat.

Trachtenhändler und Beobachter meinen jedenfalls, heuer weniger trachtentragende Menschen auf der Wiesn zu sehen als in den letzten Jahren.

Ist das Thema Tracht langsam aber sicher durch? Haben die vielen Pseudo-Tracht tragenden Zugereisten und Touristen im Plastik-Dirndl den Einheimischen das Tracht-Tragen verdorben? Gut möglich. 

Die kuriosen Outfits der Wiesn-Besucher

Gingen vor gut 20 Jahren die meisten Normalbürger und vor allem die meisten Städter noch in Zivil, hat mittlerweile eigentlich jeder ein Trachtengewand im Schrank. So mancher denkt, ohne könne er sich auf der Wiesn gar nicht blicken lassen. Dabei hat sich die Trachtenmode mit Tüll, Spitze und Glitzer in den letzten Jahren vielleicht etwas verselbstständigt. Und als Münchner oder Bayer weist man sich durch eine Tracht schon lange nicht mehr aus. Wer auffallen will, lässt die Tracht dann doch am besten einfach weg.

Auf der anderen Seite sind die Trachtenshops überall in der Stadt nicht weniger geworden. Und gerade bei jungen Leuten ist das Tracht-Tragen äußerst beliebt. Bei den Wiesn-Fans unter 25 sieht man kaum jemanden in zivil.

Wie ist es denn nun: Ist die Tracht auf der Wiesn in oder out? Stimmen Sie ab! 

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Kommentare

SchwaigerAntwort
(0)(0)

Diese ganze Verkleiderei ist schwachsinnig und hoffentlich ganz bald vorbei.

Donner 5207
(0)(0)

.... welcher Trend hält denn ewig?
Vor Jahren hat man auf der Wiesn ziemlich wenig Leute in der Lederhosn und im Dirndl herumlaufen sehen!
Damals war der Trachtenanzug (Loden) für Frau und Mann angesagt (Raiffeisensmoking).
Plötzlich war er weg und etwas neues kam... usw. Das war die phantasievolle internationale "Trachtenwelt" über die man nicht streiten kann.
Jetzt ist der oberflächlich bayrische Trend wieder am abklingen.
Das hat aber mit dem echten regionalen Brauchtum nichts zu tun, das ist und bleibt ewig!
Wenn eine Mode zur Uniform wird, weil sie alle tragen, macht die Jugend auf einmal nicht mehr mit und eine neue Klamotte ist hipp. Schön für die Bekleidungsindustrie!

Pasinger OpaAntwort
(0)(0)

stimmt net ganz.... ;-) Ich hock auf der Wiesn schon in meiner Ledernen umanand und bin mitten in München geboren. Grundsätzlich is es mir wurscht, was die anderen alle anziehen, gibt's wenigstens was zum Lachen und Kopfschütteln! Vor allem, wenn man ganz genau merkt, wie toll sich der oder die vorkommt, wenn sie im schlimmsten Landhausfummel oder einer schlechtsitzenden 7/8-Pseudo-Lederhose beifallheischend durch die Tischreihen stolzieren. Köstlich!!!
Schlimm find ich allerdings, was uns die sogenannten "Fachläden" als "Tracht" andrehen wollen, angefangen über diese unsäglichen rot-,blau- oder grünweißkarierten Hemden bis hin zu eben diesem entsetzlichen Landhausschmarrn.
Aber was soll´s - lasst die Leut´ doch machen; wenns schee macht!!