Mit Dieter Reiter und Josef Schmid

Wiesn-Rundgang: Diese Neuheiten wurden präsentiert 

München - Zwei Tage vor dem Startschuss für das Oktoberfest 2014 stellte der Wirtschaftsreferent und Oktoberfest-Chef Josef Schmid die Neuheiten vor. Beim traditionellen Presserundgang war auch OB Dieter Reiter dabei.

Wieder einmal hatten die Journalisten Glück: Zum traditionellen Presserundgang über die Wiesn gab es Sonne satt. Bei traumhaftem Wetter startete die Tour auf der "Oidn Wiesn", wo gleich drei Neuheiten vorgestellt wurden. Wiesn-Chef Schmid leitete die Tour. Zu Beginn ergriff auch OB Dieter Reiter kurz das Wort. Er verkündete, dass er dem Anstich am Samstag gelassen entgegenblicke. Er habe vergangenen Mittwoch bereits geübt und sei nun "tiefenentspannt":

Bilder vom Presserundgang auf der Wiesn 2014

Presserundgang auf der Wiesn

Neu auf der Oidn Wiesn: Zwei Karussells und eine historische Schießbude

Das Springpferdekarussell "Evergreen" ist ein traditionelles Fahrgeschäft aus dem Jahr 1910. Im Laufe der Zeit war das historische Karussell verfallen. Die Schausteller-Familie Ernst restaurierte die Pferde und Ölmalereien in mühevoller Kleinarbeit. Jedes Pferd ist ein Unikat. Heuer können Groß und Klein das historische Fahrgeschäft und sein nostalgisches Flair auf der Oidn Wiesn genießen.

Auch einen neuen alten Schießstand gibt es 2014 zu bewundern: Der Antiquitätenhändler Maximilian Fritz erwarb die Schießbude 1968 von Kunigunde Keppler. Das Schießgeschäft stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Liebevoll restauriert erstrahlt die Schießbude nun auf der Oidn Wiesn in neuem Glanz. Das Besondere: Die beweglichen Zielscheiben sind Originale aus den Jahren 1880 bis 1920.

Für Kinder gibt es dieses Jahr neu auf der Oidn Wiesn das Märchen-Hängekarussell: Das ursprünglich 1905 erbaute Karussell überstand den Zweiten Weltkrieg und wurde 1956 neu bemalt. Der Augsburger Maler Josef Wallner wurde beauftragt und stattete das Fahrgeschäft mit Micky-Maus-Motiven aus. Walt Disney persönlich soll dafür die Einwilligung erteilt haben.

Erlebnisparcours und Science-Fiction-Grusel

"Big Bamboo" - so heißt ein neuer Erlebnisparcours auf dem diesjährigen Oktoberfest. Auch Dieter Reiter hatte bei der Eröffnungs-Show sichtlich Spaß.

Ein weiteres neues Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest 2014 ist der Erlebnisparcours "Big Bamboo" der Schausteller-Familie Michael und Robert Hempen. Mit viel Getöse und südländischen Tänzern wurde die neue Wiesn-Attraktion vorgestellt. Ziel des "Big Bamboo" sei es, hawaiianischen Südseezauber und Urlaubsfeeling für die ganze Familie auf die Wiesn zu transportieren. Auch OB Dieter Reiter hat die Animation der extra engagierten südländischen Tänzerinnen sichtlich gefallen. Beim Probedurchgang stolperten die Journalisten in den engen Parcours-Pfaden zwischen den leichtbekleideten Damen und knietiefem Wasser auf dem wackligen Untergrund. Für alle, die nach ein bis zwei Mass Bier auf der Wiesn mit Koordinationsproblemen zu kämpfen haben, ist "Big Bamboo" das perfekte Alibi. Ob Kinder den Parcours durchlaufen sollten, ist eher fraglich.

Auf dem Rundgang über die Wiesn führte die nächste Station zur neuen Publikumsattraktion "Encounter". Die neuartige Simulation von Karl Häsler verspricht Nervenkitzel pur. Wer schon immer einmal in einem Science-Fiction-Film mitspielen wollte, sollte dem Encounter auf der Wiesn einen Besuch abstatten. So viel sei verraten: Die Besucher der Simulation werden Teil eines unheimlichen Experimentes, das ein Professor und seine Firma in einer alten Fabrik durchführen.

Erstes Probesitzen im neuen "Marstall"-Festzelt

Endstation und gleichzeitig Höhepunkt des Rundgangs war das neue Festzelt "Marstall" von Sabine und Siegfried Able. Der "Marstall" löst auf der diesjährigen Wiesn das Hippodrom ab. Im Inneren des Festzelts riecht es nach Möbelhaus, alles ist neu. Tische und Bänke sind noch jungfräulich und warten auf ihren ersten Einsatz am kommenden Samstag. 2300 Wiesn-Besucher passen in das neue Zelt. Dunkles Grün, Orange und Rosa sind die Farben, die das "Marstall"-Zelt atmosphärisch prägen. "Ein Versuch, moderne Farben und Tradition harmonisch zu verbinden", erzählt Able. Mit viel Herzblut haben er und seine Frau den Marstall gestaltet, berichtet der Wiesn-Wirt weiter. Die dekorativen Elemente an den Wänden bestehen hauptsächlich aus Herzen und Pferden. Bei seiner kurzen Rede vor den Journalisten wirkte Able sichtlich nervös. Für ihn und seine gesamte Familie sei es eine ganz besondere Ehre, den "Marstall" dieses Jahr auf der Wiesn vorzustellen. Gut gelaunte Oktoberfestbesucher, die ihre Zeit im Marstall genießen, das sei sein oberstes Ziel. Zum Abschied winkte der frischgebackene Wiesn-Wirt mit der gesamten Familie brav in die zahlreichen Kameras.

vin

Rubriklistenbild: © dpa

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