Weniger Straftaten

Gmiatlich war's: Das ist die Bilanz der Wiesn 2014

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München - 6,3 Millionen Gäste trinken 6,5 Millionen Liter Bier: Das 181. Oktoberfest geht am Sonntag ohne neue Rekorde zu Ende. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach von einer „unglaublich gemütlichen“ Wiesn.

„Es war nicht die sonnigste Wiesn, aber es hat Spaß gemacht.“ Besonders am letzten langen Wiesn-Wochenende habe die Besucherzahl noch einmal angezogen, so dass sie trotz wetterbedingter Anfangsschwierigkeiten nur um 100 000 Besucher unter der Vorjahresmarke (6,4 Millionen) lag. „Wir haben keine neuen Rekorde, aber wir liegen auf hohem Niveau“, sagte Wiesnchef Josef Schmid (CSU).

Auch Polizei und Rettungskräfte zogen eine weitgehend positive Bilanz. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) zählte mit 7900 Patienten zwar deutlich mehr als im Vorjahr, der Anstieg sei aber vor allem leichten Verletzungen zu verdanken. 600 Wiesn-Besucher mussten wegen Alkoholvergiftungen behandelt werden.

Die vorläufige Abschlussbilanz der Münchner Polizei fällt positiv aus: „Alles in allem sind wir zufrieden, mit dem Verlauf des diesjährigen polizeilichen Großeinsatzes. Die Kriminalität auf dem Festwiesengelände hat sich dieses Jahr deutlich verringert, größere Sicherheitsstörungen gab es nicht. Allerdings wurde meinen Kolleginnen und Kollegen aufgrund gestiegener Einsatzzahlen, aber vor allem durch den erneuten Anstieg von unmittelbar gegen die Polizei gerichteter Aggressivität und Gewalt sehr viel abverlangt,“ resümiert Polizeivizepräsident Robert Kopp.

Die „Eckpunkte“ der Wiesnbilanz der Münchner Polizei sind eine insgesamt rückläufige Straftatenentwicklung, die deutliche Reduzierung von Diebstahlsdelikten und Taschendiebstählen, der "sehr erfreuliche Rückgang von Körperverletzungen", insbesondere Maßkrugschlägereien. 2205 Mal war die Münchner Polizei auf der und um die Theresienwiese im Einsatz (2013: 2031 Einsätze), was einer Steigerung von über acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Tag mit der stärksten Einsatzbelastung sei wieder einmal der letzte Wiesnsamstag mit insgesamt 278 Einsätzen gewesen, was nahezu dem Rekordwert des Jahres 2010 mit 279 Einsätzen entspräche.

Erfreulich sei der allgemeine Rückgang von Straftaten auf der Wiesn: Waren es im Vorjahr noch 1525, verzeichnete die Polizei in diesem Jahr 1290 Straftaten. Auf der „Oidn Wiesn“ ging es erheblich ruhiger zu. Insgesamt 15 Straftaten (2013: 12) wurden bislang bei der Polizei bekannt und entsprechend angezeigt.

Fast gleich geblieben sind die Einsatzzahlen für die Feuerwehrmänner und Frauen der Wiesnwache: Seit dem Anstich galt es für die Einsatzkräfte 20 Einsätze abzuarbeiten. Hierbei handelte es sich um 14 technische Hilfeleistungen, vier kleinere Brandeinsätze und zwei First Responder Einsätze.

Auch die Zahlen für die eingesetzten Feuerwehr-Notärzte blieben mit 230 Einsätzen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. (2013:235 Einsätze) Insgesamt waren für die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle 2623 Rettungsdiensteinsätze inklusive Notarzt- und Sanitätsdienst zu bearbeiten. Das stelle im Gegensatz zum Vorjahr mit 3200 Einsätzen einen Rückgang von rund 22 Prozent dar. Die Feuerwehr spricht von "einer relativ normalen Wiesn 2014".

kb/dpa

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