"Einsatz ist rechtlich nicht geklärt"

Wiesn 2016: Wirbel um Bodycams im Festzelt

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Ein Polizist trägt eine mobile Miniatur-Videokamera auf seiner Schulter.

München - Darf ein Wiesnwirt seine Gäste mit Videokameras überwachen? Am Montag überraschte der MK-Wirtschaftsdienst aus Plettenberg im Sauerland mit einer Einladung zu einer Pressekonferenz zur Vorstellung von Bodycams, die die Security-Mitarbeiter im Löwenbräuzelt sowie der Fischer Vroni benutzen sollen.

"Die Kameras wirken durch den Frontmonitor nachweislich deeskalierend auf die Gäste, da diese die aktivierte Aufnahme erkennen und sich ,herunterfahren’. Dadurch laufen Begegnungen zwischen Gast und Security wesentlich entspannter ab", hieß es. 

Doch die Sicherheitsdienste, die die Kameras einsetzen wollten, hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht: "Der Einsatz der Bodycams ist rechtlich nicht geklärt, ich habe mich bei der Polizei erkundigt, es gibt Bedenken", so Löwenbräu-Wirt Wiggerl Hagn, die Bodycams kämen bei ihm nicht zum Einsatz. 

Fischer Vroni-Wirt Johann Stadtmüller wusste gar nichts von den Bodycams. Sie werden bislang von der Bundespolizei eingesetzt, Bayerns Polizei darf sie nur in einem Modellversuch testen. Das Bayerische Landesamt für Datenschutz sieht den Einsatz der Kameras durch Securities kritisch: "Der Einsatz von Bodycams in einem Bierzelt ist sicher nicht problemlos", so Landesamts-Präsident Thomas Kranig zur tz. "Der Betreiber muss nachweisen, dass er alle Kriterien anhand des Datenschutzgesetzes geprüft hat." 

Das Amt prüft schon den Einsatz der Videokameras in den Bierzelten auf der Wiesn. Im Hacker- und Hofbräuzelt sollen 26 Kameras die Gäste überwachen.

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Der Sinn von Überwachungskameras in Festzelten ist im Kollegenkreis umstritten.

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