Zentral-Landwirtschaftsfest

Zentral-Landwirtschaftsfest: Hier geht's um die Milch

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Im Milchzelt auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest präsentieren sich bayerische Molkereien. Für das Bild hat sich Sabine Luft, Messebetreuerin der Naabtaler Milchwerke, Berg- und Blütenkäse von der Sennerei Rutzhofen ausgeliehen.

München - Nachhaltig, regional und vielseitig. Das Milchland Bayern präsentiert sich in Halle zwei auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest und zeigt: Milch hat viele Gesichter.

Drei Portionen Milch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung pro Tag. Je ein Glas Milch morgens, mittags und abends muss aber auch nicht sein. Denn: Aus Milch lässt sich so einiges machen. Die Produktpalette präsentieren 14 bayerische Molkereien in diesen Tagen im Milchzelt auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest.

Bayern ist ein Milchland. Es gibt 1,21 Millionen Milchkühe und über 30 000 Milchlieferanten, die im Jahr 2015 laut der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft 8 670 700 Tonnen Milch an 84 Molkereien geliefert haben. Damit hat Bayern Deutschlands höchste Molkereidichte. „Es stecken viele Nährstoffe in der Milch, die der Mensch braucht“, sagt Julia Christiansen, Pressesprecherin der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft.

Bei so vielen Molkereien in Deutschland, müsste Konkurrenz eigentlich eine große Rolle spielen. Die gebe es natürlich, sagt Eva Thaler von der Molkerei Berchtesgadener Land. Aber „jeden zeichnet sein spezifischer Bereich aus“. Bei Berchtesgadener sei es etwa die Bergbauernmilch, also Milch von Bauern, die ihre Wiesen und Weiden auf über 800 Metern haben. „Wir schauen, dass wir die Endverbraucher mit unserer Qualität überzeugen können“, sagt Thaler.

Hildegard Baur von der Heumilch-Sennerei Rutzhofen (Kreis Lindau) sieht das ähnlich. „Im Allgäu gibt es viele Senner, aber jeder hat seine eigenen Spezialitäten“, sagt sie. Die Heumilch-Sennerei ist eine Genossenschaft aus elf Milchbauern. Das schätzen die Kunden. „Wir versenden unseren Käse inzwischen deutschlandweit.“

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, um den kein Betrieb herumkommt. „Es wird viel gemacht“, sagt Johann Schmaus, Marketing-Leiter von Milchland Bayern. Er hat für das ZLF-Milchzelt eine Umfrage unter den Molkereien durchgeführt. An jedem Stand steht auf einer Tafel, auf welches Engagementfeld der Betrieb wert legt.

Bei den Naabtaler Milchwerken sind das zum Beispiel die Milchverpackungen, deren Plastikstöpsel aus Zuckerrohr hergestellt wird. „Und wir haben ein eigenes Klärwerk und einen Recyclinghof, um die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten“, sagt Thomas Rippel, der fürs Marketing der Privatmolkerei zuständig ist.

Aus der Milch der 1200 Landwirte, die nach Schwarzenfeld in der Oberpfalz liefern, werden Produkte für den Discounter Lidl hergestellt. Vom Quark über Kefir bis hin zum Grünländer-Käse. Aus Letzterem macht Marga Reh im Milchzelt Käsespätzle. „Ich liebe den Käse, weil man am Geschmack merkt, dass er aus guter Milch gemacht wird.“

Milch schmeckt aber auch in gefrorener Form. Erik Schmidtke verarbeitet sie am Stand gegenüber zu American Ice-Cream. Aus den USA ist aber nur die Frischeismaschine, die Milch kommt aus Ingolstadt. „Es gibt nur zwei, drei Firmen, die Eis direkt aus Milch herstellen, viele verwenden Milchpulver“, sagt er.

Jede Menge Tiere & große Maschinen: Eindrücke vom ZLF

Susanne Weiß

Susanne Weiß

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