Schiedsgericht entschied

AKW-Projekt-Stopp: Sofia muss Russland 550 Millionen Euro bezahlen

Sofia - Weil Sofia den Bau eines bei den Russen bestellten Kernkraftwerks abgesagt hat, muss das ärmste Land der EU jetzt blechen. 

Das ärmste EU-Land Bulgarien muss 550 Millionen Euro Schadenersatz an das russische Unternehmen Atomstroiexport bezahlen, weil Sofia den Bau eines bei den Russen bestellten Kernkraftwerks abgesagt hatte. Diese Entscheidung des Internationalen Schiedsgerichts in Paris gab die bulgarische Energieministerin Temenuschka Petkowa am Donnerstag in Sofia bekannt.

Dabei geht es um den aus Kostengründen im Jahr 2012 gestoppten Bau eines Atomkraftwerks mit zwei 1000-Megawatt-Reaktoren bei Belene an der Donau. Der eine Meiler ist komplett fertig, der andere nur teilweise. Wegen der unklaren Finanzierung stieg der deutsche Energiekonzern RWE bereits Ende 2009 aus dem Projekt aus.

Die Entscheidung des Schiedsgerichts sei objektiv, meinte Ministerin Petkowa. Atomstroiexport hatte ursprünglich 1,2 Milliarden Euro Schadenersatz gefordert.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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