Atomkraftgegner fordern Exportstopp für Brennelemente

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Ausfuhrgenehmigungen für die Kraftwerke im französischen Cattenom und Fessenheim sowie im belgischen Doel (im Bild) sollen nichtmehr erteilt werden, fordert IPPNW. Foto: Julien Warnand

Hannover (dpa) - Die Belieferung von Atomkraftwerken in Belgien und Frankreich mit Brennelementen aus deutscher Fertigung muss gestoppt werden, fordert die Initiative "Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs" (IPPNW). Die Meiler, in denen es immer wieder zu Pannen kommt, stellten ein Sicherheitsrisiko dar.

IPPNW legte ein Rechtsgutachten vor, dem zufolge Ausfuhrgenehmigungen für die Kraftwerke im französischen Cattenom und Fessenheim sowie im belgischen Doel nicht mehr erteilt werden dürften und widerrufen werden müssten.

Die Atomkraftgegner fordern außerdem, parallel zum Atomausstieg 2021/22 die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen und die Urananreicherung im nordrhein-westfälischen Gronau stillzulegen. Dies hatte zuvor schon die Umweltministerkonferenz der Länder verlangt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte jedoch später im Bundestag, an beiden Anlagen festhalten zu wollen.

IPPNW

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