Unheimliche Prognose

Ausgaben der Rentenkassen steigen bis 2045 um halbe Billion Euro

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Sozialministerin Andrea Nahles bei der Vorstellung des Gesamtkonzeptes der Alterssicherung.

Berlin - Die Ausgaben der gesetzlichen Rentenkassen sollen einem Bericht zufolge bis 2045 um rund eine halbe Billion Euro steigen.

Sie lägen dann insgesamt bei knapp 784 Milliarden Euro, zitierte die "Bild" (Montagsausgabe) aus einer Prognose des Bundessozialministeriums. Im Vergleich zu den derzeitigen Ausgaben, die sich in diesem Jahr auf rund 283 Milliarden Euro belaufen dürften, wäre das ein Zuwachs von 177 Prozent.

Diese Prognose berücksichtigt den Angaben zufolge noch nicht die Zusatzkosten der Reformvorschläge von Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD). Diese hatte sich am Freitag dafür ausgesprochen, das gesetzliche Rentenniveau für die Zeit bis 2045 bei mindestens 46 Prozent festzuschreiben.

Der von der "Bild" zitierten Prognose zufolge sollten die Beitragseinnahmen bis 2045 nur auf 606,6 Milliarden Euro zulegen. In der Rentenkasse würden dann knapp 177 Milliarden Euro fehlen. Die müsste der Bund aus dem Haushalt zuschießen.

Der Vizechef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs (CDU), kritisierte angesichts dieser Prognose die neuen Renten-Pläne von Ministerin Nahles. "Das sind unvorstellbaren Zahlen", sagte er der "Bild". "Bevor die Finanzierung dieser Ausgaben nicht seriös geklärt ist, verbieten sich weitere Reden über zusätzliche ausgabenträchtige Leistungen."

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