Merkel fordert globales System für Nothilfe

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Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Familienfoto für den UN-Nothilfegipfel in Istanbul. Foto: Michael Kappeler

Istanbul (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine globalen Konsens für eine bessere Verzahnung der Nothilfe bei Krisen, Kriegen und Katastrophen sowie die strikte Einhaltung des Völkerrechts verlangt.

"Es ist eigentlich eine Katastrophe, dass wir darüber sprechen müssen, dass das Völkerrecht eingehalten werden muss", beklagte Merkel am Montag in Istanbul beim ersten Weltnothilfegipfel der Vereinten Nationen (UN). Vor allem kritisierte sie die systematische Bombardierung von Krankenhäusern in Syrien und im Jemen. Bis heute gebe es weltweit noch kein zukunftsfähiges humanitäres System.

"Wir dürfen nicht von Katastrophe zu Katastrophe arbeiten", forderte Merkel bei dem Treffen von mehr als 60 Staats- und Regierungschefs in der türkischen Metropole. Nötig sei eine globales System möglichst reibungsloser und ineinander greifender internationale Hilfe. "Wir alle leben auf einem Planeten, jeder Mensch hat ein Leben, und jeder hat das Recht, dieses Leben nachhaltig und sinnvoll zu verleben. Dafür müssen wir jedem Chancen geben." Zum besseren Kampf gegen die Folgen von Umweltkatastrophen oder weltweiten Epidemien warb die Kanzlerin für den Vorschlag von besonderen für diesen Fall eingerichteten Versicherungsmodellen.

Bei dem zweitägigen Treffen soll es darum gehen, weltweit die oft unzureichende Versorgung notleidender Menschen in Krisengebieten zu verbessern.

Offizielle Seite des UN-Nothilfegipfels

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