Bundespolizei kontrolliert verstärkt an Grenze zu Frankreich

+
Beamte der Bundespolizei kontrollieren Fahrzeuge am Grenzübergang Lichtenbusch bei Aachen. Foto: Marius Becker/Symbolbild

Potsdam/Nizza (dpa) - Nach dem Anschlag in Nizza mit mindestens 84 Toten kontrolliert die Bundespolizei verstärkt an den Grenzen zu Frankreich. Betroffen sind Grenzübergänge an Autobahnen und anderen Straßen sowie an Flughäfen.

Zudem wird auch in Zügen strenger kontrolliert, wie die Bundespolizei in Potsdam mitteilte. Weitere Details könnten aus einsatztaktischen Gründen nicht genannt werden.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelt es sich um sogenannte Schleierfahndung. Dies habe es auch bei früheren Anschlägen in Nachbarstaaten gegeben.

Mit der Schleierfahndung wird in grenznahen Gebieten nach Terroristen, Drogenschmugglern, Menschenschleppern und anderen Kriminellen gesucht. Polizisten dürfen dort "verdachts- und ereignisunabhängige Personenkontrollen" vornehmen und dazu "jede Person kurzzeitig anhalten" und überprüfen.

Ein Ministeriumssprecher sagte: "Ein Grund ist, dass man natürlich schauen muss: Haben die mutmaßlichen Täter mit anderen Personen zusammengearbeitet, die jetzt möglicherweise fliehen und die Grenze überqueren wollen, um dem Zugriff der französischen Justiz zu entkommen?" Bislang sei aber noch nicht bekannt, ob es überhaupt Mittäter oder Hintermänner gebe.

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Die letzten Umfragen und Prognosen
Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Die letzten Umfragen und Prognosen
NSU-Prozess: Beate Zschäpe hat sich zum Fall Peggy geäußert
NSU-Prozess: Beate Zschäpe hat sich zum Fall Peggy geäußert
Renzi kündigt nach klarer Niederlage Rücktritt an
Renzi kündigt nach klarer Niederlage Rücktritt an
Heftiger Schlagabtausch zwischen Hofer und Van der Bellen
Heftiger Schlagabtausch zwischen Hofer und Van der Bellen

Kommentare