Es bleibt ein Wahlkrimi

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Die letzten Umfragen und Prognosen

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Wer wird der nächste Bundespräsident von Österreich? Norbert Hofer (FPÖ, links) und Alexander van der Bellen (Parteilos, ehemals Grüne) gehen am 4, Dezember 2016 in die Stichwahl 

Wien - Das sagen die letzten Umfragen und Prognosen vor der heutigen Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich. Die wichtigsten Zahlen und Trends.

Update vom 4. Dezember 2016: Van der Bellen oder Hofer? Wir berichten im Live-Ticker von der Bundespräsidentenwahl in Österreich.

Die Bundespräsidentenwahl in Österreich wird zur (fast schon) unendlichen Geschichte. Und das, obwohl der Sieger eigentlich im Mai 2016 schon feststand. Nachdem der Kandidat der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) Norbert Hofer den ersten Durchgang der Bundespräsidentenwahl mit 913.218 Stimmen für für sich gewinnen konnte, machte sein parteiloser Konkurrent Alexander Van der Bellen (er war früher Klubobmann der Grünen im Nationalrat) bei der Stichwahl schließlich mit knapper Mehrheit (50,3 Prozent gegenüber Hofer mit 49,7 Prozent) das Rennen.

Nach Ansicht der FPÖ, der Partei Hofers, ging es dabei jedoch nicht mit rechten Dingen zu. Beim Verfassungsgerichtshof legte die Partei deshalb eine Anfechtungsbeschwerde ein. Und bekam Recht. Wegen fehlerhafter Briefumschläge muss die Wahl nun abermals verschoben werden. Neuer Wahltermin ist der heutige Sonntag, 4. Dezember 2016.

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Der Wahlkampf der Verschiebungen

Die Steine des Anstoßes bei der Stichwahl im Mai 2016 waren Verstöße bei der Handhabung der Briefwahl und der zu frühen Veröffentlichung von ersten Ergebnissen am Wahltag noch vor Ende der Wahl. Nun wurde der weitere Wahlgang vom 2. Oktober auf den 4. Dezember verschoben - den zweiten Adventssonntag. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) bestätigte dies offiziell. Der Grund: Schon wieder gibt es Unstimmigkeiten bei der Briefwahl

Die fehlerhaften Klebstreifen der Wahlumschläge sollen dieses Mal der Grund für die Verschiebung sein. Diese halten nämlich aufgrund des mangelhaften Klebstoffes nicht. Wenn die Kuverts nicht zugeklebt, sondern offen sind, wird eine abgegebene Stimme jedoch ungültig.

Obwohl Alexander van der Bellen die erste Stichwahl im Mai gewann, hat Österreich seit Juli 2016 aktuell keinen Bundespräsidenten mehr. Heinz Fischer, der Bundespräsident a.D. ist seit Juli nicht mehr im Amt.

Die Aufgaben des Präsidenten wurden in der Zwischenzeit von den drei Nationalratspräsidenten wahrgenommen. Besonders pikant: Dem Präsidium gehört auch Präsidentschaftsanwärter Norbert Hofer an. Realpolitisch braucht Österreich einen Präsidenten vor allem bei der Regierungsfindung. Sollte die wackelige Koalition aus Sozial- und Christdemokraten also nicht bis zum regulären Wahltermin im Herbst 2018 halten, würde ein Präsident wohl spürbar fehlen.

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Die letzten Umfragen vor der heutigen Neuwahl

Die letzten Umfragen datieren vom 18. und 17. November. Aktuellere Umfragen gibt es vor der heutigen Hofburg-Wahl nicht. Zuletzt ergeben die Umfragen zur Bundespräsidenten-Stichwahl in Österreich kein klares Bild. Seit September lag FPÖ-Kandidat Norbert Hofer in Führung - wenn auch nur mit maximal zwei Prozentpunkten. In einer Gallup-Umfrage für die Zeitung „Österreich“ vom 17. November lag Hofer mit 52 Prozent vor van der Bellen (48 Prozent). Aber schon in einer Umfrage vom folgenden Tag (von Unique Research im Auftrag des Senders „ATV“ und der Zeitung „Heute“) führte van der Bellen mit 51 Prozent vor Hofer (mit 49 Prozent). Wie Meinungsforschungsinstitute betonen, gibt es bei allen Erhebungen eine Schwankungsbreite von drei Prozentpunkten. Das erschwert eine Prognose für den Ausgang der Wahl. Seriös kann man aktuell nur abschätzen, dass es am heute wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Hofburg gibt.

Der österreichische „Standard“ schreibt zu den Umfragen vor der heutigen Bundespräsidenten-Wahl: „Angesichts der Schwankungsbreiten der veröffentlichten Umfragen lässt sich daher auch nicht im Ansatz seriös ablesen, welcher der beiden Kandidaten mit einem Vorteil in die Wiederholung der Stichwahl geht.“

Direkt nach der Stichwahl im Mai war der Trend zu Hofer noch steigend. Der FPÖ-Politiker war in den Umfragen knapp vor seinem 70-jährigen Konkurrenten. Doch das Blatt kann sich schnell wieder wenden.  Immerhin schwankten die Umfragen auch, bevor Alexander Van der Bellen die erste Stichwahl gewonnen hatte.

Wichtig: Bei der erneuten Stichwahl wird es heute vor allem auf die Mobilisierung der Wechselwähler ankommen. Mit 30.000 Stimmen Vorsprung war der Sieg von Alexander van der Bellen im Mai denkbar knapp.

Kann van der Bellen heute wieder wie im Mai die Hofer-Verhinderer überzeugen? Im damaligen Wahlkampf wurde das Duell van der Bellen gegen Hofer als Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse zu inszeniert. Viel wird für van der Bellen davon abhängen, ob diese Strategie abermals aufgeht.

Allerdings könnte es heute auch ganz anders kommen. Wie die „Bild“-Zeitung (Samstagausgabe) mutmaßt, könnte die Wahlkampf-Unterstützung vieler Promis ein Problem für Van der Bellen werden: „Die Schickeria, das Establishment, die feine Gesellschaft – die seien für den Grünen, trommelt die perfekt funktionierende FPÖ-Propagandamaschine seit Wochen. Aber das ‚wahre Österreich‘, das der kleinen Leute, der ehrlichen Bauern – die wütende aber schweigende Mehrheit, die sei für den FPÖ-Mann aus dem burgenländischen Pinkafeld.“ 

Umfrage-Datum

Umfrage -Institut / Auftraggeber

Alexander Van der Bellen (Parteilos) 

Norbert Hofer (FPÖ)

18.11.2017

Unique Research für ATV und heute.at

51 Prozent

49 Prozent

17.11.2016

Gallup (für „Österreich“)

48 Prozent

52 Prozent

5.11.2016

Gallup (für „Österreich“)

49 Prozent

51 Prozent

4.11.2016

AKonsult (für "Regionalmedien Austria")

48 Prozent

52 Prozent

22.10.2016

Gallup (für „Österreich“)

49 Prozent

51 Prozent

7.10.2016

Gallup (für „Österreich“)

50 Prozent

50 Prozent

16.9.2016

Gallup (für „Österreich“)

49 Prozent

51 Prozent

9.9.2016

Unique Research für „Heute“

51 Prozent

49 Prozent

8.9.2016

Gallup für „Österreich“

48 Prozent

52 Prozent

2.9.2016

„Hajek“ für ATV

51 Prozent

49 Prozent

25.8.2016

Gallup für „Österreich“

47 Prozent

53 Prozent

12.8.2016

Gallup für „Österreich“

48 Prozent

52 Prozent

29.7. 2016

Gallup für „Österreich“

48 Prozent

52 Prozent

6.7.2016

meinungsraum.at (Eigenauftrag)

50 Prozent

50 Prozent

6.7.2016

Gallup für „Österreich“

49 Prozent

51 Prozent

3.7.2016

Gallup für „Österreich“

49,4 Prozent

50,6 Prozent

11.6.2016

Gallup für „Österreich“

49,4 Prozent

50,6 Prozent

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Hofer bei Wettanbietern klarer Favorit

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer ist heute der Favorit bei vielen österreichischen Wettanbietern. Die Quoten im Überblick:

  • Bet-at-Home. Quote für Hofer: 1.55. (Wer 1 Euro auf Hofer setzt, bekommt im Fall seines Sieges 1.55 Euro) Quote für Van der Bellen: 2.30.
  • Mr Green. Hofer: 1.45, Van der Bellen: 2.50.
  • William Hill. Hofer: 1.33.

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Briefwähler könnten heute Van der Bellen Sieg kosten

Auch beim dritten Wahlgang für den Bundespräsidenten 2016 gab es eine Briefwahl.  Die Briefwähler-Stimmen sicherten Van der Bellen im Mai den knappen Sieg, nachdem Hofer bei den Urnenwähler-Stimmen zunächst in Führung lag. Um heute wieder die Wahl zu gewinnen, braucht Van der Bellen sogar ein etwas besseres Ergebnis bei den Briefwählern. Mit seinen 51,93 Prozent bei den Urnenwählern im Mai läge diesmal Norbert Hofer ganz knapp vorne. Das ergibt eine Briefwahl-Schätzung der „ARGE Wahlen“.

Für die Wiederholung der Stichwahl werden um die 20 Prozent weniger Wahlkarten ausgestellt, als für die aufgehobene Wahl am 22. Mai. Damals lag im Urnenwahlergebnis Van der Bellen mit 50,3 Prozent in Führung. Diesmal wird es jedoch 148.000 weniger Briefwähler geben. Verteilen sich ihre Stimmen ähnlich wie im Mai, werden 226.490 für Hofer und 365.510 auf Van der Bellen entfallen. Mit dem Mai-Urnenwahl-Ergebnis hätte Hofer dann in Summe 50.05 Prozent. Wie „Österreich“ vermeldet, ist es laut den Hochrechnungen aber nicht unwahrscheinlich, dass Van der Bellen heute bei den Urnenwählern etwas besser abschneidet. Denn der Rückgang bei den Wahlkarten bedeute nicht, dass all diese Wahlberechtigten nicht abstimmen. Es sei vielmehr zu erwarten, dass ein großer Teil von ihnen jetzt ins Wahllokal geht. Und genau darauf muss Van der Bellen jetzt hoffen.

Wie der „Standartd“ berichtet, könnten die Auslandsösterreicher bei der Bundespräsidentschaftswahl 2016 das „das Zünglein an der Wage sein.“ Damit alle ihre Stimme abgeben, werden in Österreich Werbeinitiativen geschalten. Bekannte Auslandsösterreicher wie Promi-Gastronomin Sarah Wiener oder der Schauspieler Friedrich von Thun machen in den Sozialen Netzwerken auf die Wahl aufmerksam.

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Wichtige Wahlkampfthemen

In dem nun dritten Anlauf zur Wahl für das Bundespräsidentenamt gibt sich Norbert Hofer etwas friedlicher, als noch zu Beginn seiner Bewerbung. Beim Thema „Öxit“, also das Austreten Österreichs aus der Europäischen Union, ist sein Ton milder geworden. Hofers Aussagen, dass er für den Austritt Österreich - also für den Öxit - ist, hat der Politiker der FPÖ mittlerweile dementiert. Im Juli ließ er verlauten, dass wenn die EU nicht innerhalb eines Jahres Reformen beschließe, "dann müssten wir die Österreicher fragen, ob sie hier noch Mitglied sein wollen". Von einem von ihm befürwortetem Öxit will Hofer nun nichts mehr wissen.  „Ich ärgere mich jetzt seit Tagen, dass mir das unterstellt wird“, sagte der dem Onlineportal Presse.at

Die Sicherung der Grenzen und ein anderer Kurs in Sachen Flüchtlingspolitik ist ihm jedoch immer noch eines der wichtigsten Anliegen. Auf seiner Webseite warnt er vor den „Gefahren einer falschen Zuwanderungspolitik“ und fürchtet die Islamisierung Österreichs. Er istgegen Freihandelsabkommen wie CETA und TTIP und spricht sich für eine direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild aus.  Der FPÖ-Politiker Hofer wird in den Medien häufig als Rechtspopulist bezeichnet. 

Im Wahlkampf habe er das Stereotyp des aggressiven FPÖ-Politikers allerdings „erfolgreich konterkariert“, sagte der Wiener Politikwissenschaftler Laurenz Ennser-Jedenastik im Mai. Insofern ist er ein Gegenpol zum Scharfmacher Strache. Das dürfe aber nicht über seine Einstellung hinwegtäuschen. „Er kommt aus dem Herzen der Partei“, sagt Ennser-Jedenastik. Scharfe Positionen zu Migranten und zum Islam etwa trage er mit. Hofer gilt sogar als Chefideologe der FPÖ. Mehrere Grundsatzschriften hat er mitverfasst.

Alexander Van der Bellen kritisiert Hofer scharf dafür, mit dem Thema Öxit zu liebzuäugeln.  „Niemand soll glauben, dass die Gefahr des Öxits vorbei ist – im Gegenteil. Alleine die Spekulation mit einem möglichen EU-Austritt schadet unserer Wirtschaft und damit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich. Ich bin überzeugt, dass in Europa nicht alles gut läuft. Aber ein Austritt aus der EU, ein Öxit, ist für mich klar abzulehnen. “, schreibt er auf seiner Webseite. Auch in Sachen Flüchtlingspolitik will er einen pragmatischen Blick bewahren. Laut Focus steht der Wirtschaftswissenschaftler Alexander van der Bellen für einen „pragmatischen Humanismus“. Flüchtlinge müsse man „nach Möglichkeit“ aufnehmen. Von Rechtsradikalen wird der Ex-Grüne angefeindet. Im Oktober musste er sogar unter Polizeischutz gestellt werden, weil er Morddrohungen erhalten hatte. 

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Nur kurzer Wahlkampf

Bereits zum dritten Mal kommt es in Österreich auch zum Intensivwahlkampf. Die beiden Spitzenkandidaten für das Amt des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer darauf geeinigt, dass sie die „Invensivphase“ für den Wahlkampf zur Bundespräsidentenwahl auf fünf Wochen begrenzen wollen, scheibt das Onlineportal vienna.at. Offizell soll der Wahlkampf für das Amt erst nach der US-Wahl 2016 beginnen

„So wahr mir Gott helfe“: Diskussion um Wahlplakat von Norbert Hofer

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer wirbt mit dem Satz „So wahr mir Gott helfe“. Dieser Satz soll auf seinen 1.800 Plakaten für die Wahl am 4. Dezember stehen, wie Hofer bei der Präsentation in Wien sagte.

Die Evangelischen Kirchen Österreichs haben sich bereits von diesem Wahlkampfslogan abgegrenzt. Der Gott der Bibel sei kein "christlich-abendländischer", sondern ein universaler Gott, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der drei großen protestantischen Glaubensgemeinschaften Österreichs.

Die Katholiken in Österreich sehen das deutlich gelassener. Michael Prüller, Kommunikationschef der Erzdiözese Wien, schrieb in der „Presse am Sonntag“: „Es steht der Kirche nicht zu, über die Motive Hofers zu spekulieren. ‚Gott‘ ist kein Begriff, auf den wir Katholiken ein Copyright haben.“

Prüller betonte aber auch, dass Hofer den Namen Gottes „auf eigene Gefahr“ ins Spiel bringe. Natürlich spreche einiges dafür, dass Hofer Gott nur für den Stimmenfang ins Spiel bringe. Dies allein sei aber kein unredliches Verhalten. Prüller: „Ist das Gewinnen nicht der Sinn von Wahlplakaten?“

Hofer ist vom Katholizismus zum Protestantismus konvertiert. Katholiken und Protestanten engagieren sich stark in der Flüchtlingshilfe. Der Schutz der Landesgrenzen vor illegaler Einwanderung ist für die FPÖ ein zentrales Thema, Parteichef Heinz-Christian Strache verurteilte auch am Montag wieder den "Zustrom von Armutsmigranten, die in unsere Sozialsysteme einsickern".

In der gemeinsamen Erklärung der protestantischen Glaubensgemeinschaften Österreichs heißt es, der Gott der Bibel ergreife Partei für schwache, arme und notleidende Menschen. Aus diesem Gottesverständnis resultiere eine besondere Verantwortung auch für alle Schwachen in der heutigen Gesellschaft, zu diesen zählten "heute ganz besonders auch Flüchtlinge und Fremde".

Die FPÖ weist die Kritik der Protestanten zurück. „So wahr mir Gott helfe“ werde auch im Amtseid verwendet und sei alles andere als ein Missbrauch des Begriffs. Wahlkampfleiter Herbert Kickl betonte: „Es ist genauso wenig ein Missbrauch, wie wenn man jemanden mit ‚Grüss Gott‘ begrüsst oder Worte wie ‚Gott sei Dank‘ und ‚um Gottes Willen‘ benützt.“

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache verteidigte Hofer. „Gott hat in unserem Staatswesen und allem, was dazugehört, durchaus seinen Platz“, postet er auf seiner Facebook-Seite. Hofer gibt sich als Politiker der rechtspopulistischen FPÖ gerne betont traditionell und heimatverbunden - nun eben auch besonders gottesfürchtig.  Auf Norbert Hofers Wahlplakaten waren auch Slogans wie „Deine Heimat braucht Dich jetzt“ zu lesen.

Zurückhaltender ist da Alexander Van der Bellen, der sich mit dem Wahlkampf  noch zurückhält, nun aber auch seine Wahlplakate der Öffentlichkeit präsentierte. Dafür Slogans wie: „Für unser viel geliebtes Österreich“, oder „Jetzt erst Recht.“ „Für das Ansehen Österreichs in der Welt.“ Oder „Österreich dienen und keiner Partei“. Wahlplakate mit Gottes Segen wird man bei ihm nicht sehen. Dem Kurier zufolge ist der 72-Jährige Agnostiker.

Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Van der Bellen setzt auf das Thema Heimat

Die Wahlkampftour Van der Bellens soll erst Mitte November - also drei Wochen vor der Wahl - beginnen. 

Van der Bellen verwendet in seinem Wahlkampf auf die Heimt-Thematik. So zeigte er vier Wochen vor der im Oktober angesetzten Wahl ein Wahlkampfvideo, dass Van der Bellen in den Kaunertaler Alpen zeigt. 

Im Video erklärt er, wie seine Heimat ihn geprägt habe: "Hier im Kaunertal habe ich gelernt, dass jeder Mensch gleich viel wert ist. Und dass das Zusammenleben funktioniert, wenn jeder Einzelne bereit ist, etwas zur Gemeinschaft beizutragen."

Ohne die FPÖ oder seinen Kontrahenten Norbert Hofer zu nennen, moniert van der Bellen: "Wenn ich heute auf die Welt schaue, dann sehe ich, wie unser Kontinent Europa Gefahr läuft, auseinanderzubrechen. Und das, weil einzelne Nationalisten glauben, sie könnten auf die Gemeinschaft verzichten. Das erfüllt mich tatsächlich mit Sorge um Österreich"

In kaunertalischem Dialekt sagt er: "Du brauchsch mi und i brauch Di!."

Update vom 2. Dezember 2016: Am Sonntag wählt Österreich einen neuen Bundespräsidenten. Die österreichischen TV-Sender berichten umfangreich vom Wahlausgang. Aber welche TV-Sender aus unserem Nachbarland kann man bei uns empfangen? Wir haben zusammengefasst, wie Sie die Berichte zu den Ergebnissen der Bundespräsidentenwahl in Österreich 2016 in Deutschland live im TV und Live-Stream sehen können.

Update vom 26. November 2016: Exakt eine Woche vor der erneuten Wahl in Österreich treten die Kandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen im TV-Duell gegeneinander an. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das TV-Duell Hofer gegen Van der Bellen live im TV und im Live-Stream sehen können.

Update vom 17. November 2016: Noch gut zwei Wochen bis zur Bundespräsidentenwahl in Österreich. Heute steigt das erste TV-Duell in der Wahlkampf-Endphase zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das TV-Duell in Österreich live im TV und im Live-Stream sehen können.

maw/pak/fro

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