Hausbesuche und Plakate

SPD plant teuren Wahlkampf-Endspurt

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Ein großflächiges Wahlplakat mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Berlin - Für die letzten 72 Stunden Wahlkampf will die SPD noch einmal richtig Geld in die Hand nehmen, um möglichst viele Wähler zu überzeugen. Doch das ist längst nicht alles, was die Partei plant:

Die SPD will in den letzten 72 Stunden bis zur Schließung der Wahllokale mit Hunderttausenden Hausbesuchen, mehr Werbung und bundesweiten Kundgebungen die Wähler für sich gewinnen. „Wir geben deutlich mehr Geld in der Schlusskurve aus als 2009“, sagte Generalsekretärin Andrea Nahles am Dienstag in Berlin.

Bisher seien 4,1 Millionen Hausbesuche registriert worden - bis zum Wahltag sollen es 5 Millionen werden. Die Großflächen-Plakatierung werde von bundesweit 7000 auf 15.000 Plakate gesteigert. Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will noch am Sonntagmorgen in seinem Wahlkreis und nach der Stimmabgabe in Bonn um Wählerstimmen für die SPD werben.

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Eingeläutet wird das Wahlkampffinale für die letzten drei Tage am Donnerstagabend mit einer Kundgebung auf dem Berliner Alexanderplatz. Es gebe zwei Trends, sagte Nahles: Immer mehr Frühentschlossene, die per Briefwahl wählen, und immer mehr Spätentschlossene, die sich erst kurz vor der Wahl entscheiden, ob und wen sie wählen. „In dieser Gruppe ist der Anteil der SPD-affinen Wähler besonders hoch“, sagte Nahles.

Peer Steinbrück und sein Wahlkampfteam

Peer Steinbrück und sein Wahlkampfteam

Die SPD, derzeit in Umfragen bei 25 bis 28 Prozent, will auf ihrer Homepage die diversen Aktivitäten im Wahlkampffinale 72 Stunden lang per Livestream übertragen. In Niedersachsen hätten sich 30 Prozent der Wähler erst kurz vor der Wahl entschieden. „Die entscheidende Schlacht in dieser Woche ist die um Rot-Grün“, sagte Nahles. Sie wies erneut jede Spekulation über eine große Koalition zurück.

dpa

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