Merkel kommt nicht

Seehofer: "Wollen kein Schauspiel abgeben"

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Bundeskanzlerin Merkel im vergangenen Jahr auf dem CSU-Parteitag in München. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Erstmals seit 15 Jahren fährt CDU-Chefin Merkel nicht als Gast zum CSU-Parteitag. Damit ist die Entfremdung der Schwesterparteien für alle sichtbar, nach Monaten fruchtloser Diskussionen über die Flüchtlingspolitik. Doch ist die CSU wirklich so gelassen, wie sie nun öffentlich kundtut?

München (dpa) - CSU-Chef Horst Seehofer hat seinem Parteivorstand nun offiziell mitgeteilt, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht zum CSU-Parteitag Ende der Woche kommt. Er begründete dies damit, dass man kein Schauspiel abgeben, sondern ehrlich mit der Bevölkerung umgehen wolle.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur heute aus Teilnehmerkreisen. Man wolle keine Gemeinsamkeit inszenieren. Denn in der Zuwanderungsfrage habe man bei Weitem noch keine Einigung. Nötig sei "ein in sich schlüssiges Konzept - das wir noch nicht haben".

Es ist das erste Mal in Merkels Kanzlerschaft, dass sie nicht zu einem CSU-Parteitag kommt. Seehofer betonte aber, die Entscheidung sei in totaler Übereinstimmung zwischen Merkel und ihm erfolgt. Ob er selbst zum CDU-Parteitag im Dezember fahren wird, ließ Seehofer offen. Das hänge von den inhaltlichen Diskussionen ab, hieß es in Teilnehmerkreisen.

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