Aufklärungsquote 15 Prozent

Einbrüche: GdP fordert Gesetzesänderung und mehr Personal

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Nach GdP-Angaben werden die meisten Einbrüche von organisierten Banden vor allem aus Osteuropa verübt. Foto: Daniel Bockwoldt

Berlin (dpa) - Für eine höhere Aufklärungsquote von Einbrüchen fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine Gesetzesänderung und mehr Personal. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Es ist längst überfällig, Einbruch als Raub einzustufen."

Die meisten Einbrüche würden inzwischen von organisierten Banden, vor allem aus Osteuropa, verübt, und nicht mehr von Gelegenheitstätern oder Jugendlichen. "Wir brauchen deshalb mehr Möglichkeiten, Täter zu verfolgen, etwa mit Telefonüberwachung", sagte Radek. Dafür müsse der Straftatbestand geändert, also Einbruch als Raub gewertet werden. Dieser Vorstoß des Bundesinnenministeriums müsse schnell Gesetz werden.

Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen liegt derzeit bei etwa 15 Prozent. Selbst die Bundesregierung hatte diese Quote in ihrem Abschlussbericht zum Bürgerdialog "Gutes Leben in Deutschland" als "unbefriedigend" beklagt. Zudem klagte der GdP-Vize über Personalknappheit. "Mit mehr Beamten könnten wir bei Einbrüchen deutlich mehr bewirken, wir könnten Streifen in Wohngebiete schicken und schneller ermitteln." Dort, wo die Polizei etwa mit Sonderkommissionen und neuer Software besonders aktiv sei wie in Hamburg und Nordrhein-Westfalen sehe man, dass die Prävention Früchte trage.

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