Kampf gegen Altersarmut

Union strebt Rente nach Mindesteinkommen an

Berlin - Im Streit um ein neues Rentenkonzept deutet sich in der Union eine Einigung auf die Rente nach Mindesteinkommen an. Die Zugangsbedingungen für diese Rentenform sollen jedoch verschärft werden.

Wenige Tage vor dem Koalitionsgipfel deutet sich eine unionsinterne Einigung auf ein Rentenkonzept an. Nach Informationen der „Frankfurter Rundschau“ vom Dienstag schloss sich die Junge Gruppe in der Unionsfraktion dem Vorschlag des CDU-Arbeitnehmerflügels an, die Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen, um Altersarmut zu bekämpfen.

Zuvor habe bereits Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen diesem Modell zugestimmt, hieß es. Die Ministerin hatte ursprünglich Pläne für eine teilweise aus Beitragsmitteln finanzierte Zuschussrente gegen Altersarmut verfolgt.

Verschärfte Zugangsbedingungen für Kosten-Eindämmung

Die Zugangsbedingungen für die Rente nach Mindesteinkommen sollen laut dem „FR“-Bericht verschärft werden: Um die Kosten einzudämmen, sollen 40 statt 35 Jahren Beitragszahlung zur Rentenversicherung nachgewiesen werden müssen. Den CDU-Sozialexperten Jens Spahn zitierte die Zeitung mit den Worten: „Die Förderung muss auf die beschränkt werden, die wirklich lange gearbeitet haben.“

Eine - ungedeckelte - Rente nach Mindesteinkommen zur Aufstockung von Rentenansprüchen langjähriger Geringverdiener gab es schon einmal bis Anfang der 90er Jahre. Sie wurde aber wegen hoher Kosten und Streuverlusten wieder fallen gelassen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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