Tritt sie nochmals an?

Immer mehr CDU-Politiker für Kanzlerkandidatur Merkels

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Die Unterstützung für Angela Merkel, sich wieder als Kanzlerkandidatin zur Verfügung zu stellen, wird größer. Foto: Thibault Carmus

Das Dutzend ist voll, doch könnte die Kanzlerin nach Vorstellung ihrer Parteifreunde ruhig noch einige Jahre dranhängen. Sie selbst lässt Gegner und Anhänger weiter zappeln.

Berlin (dpa) - Das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn ist nach eigenen Worten zuversichtlich, dass Angela Merkel 2017 erneut als Kanzlerkandidatin zur Verfügung stehen wird.

"Ich gehe fest davon aus, dass wir mit Angela Merkel in den nächsten Wahlkampf ziehen werden", sagte er den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". "Uns geht es wirtschaftlich so gut wie lange nicht. Deutschland ist ein Hort der Stabilität in Europa. Dafür steht die Kanzlerin, deshalb ist sie die richtige Kandidatin."

Ähnlich äußerte sich Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs. "Wir haben zwölf gute Jahre Kanzlerschaft von Angela Merkel. Da sollten noch vier weitere erfolgreiche Jahre dazukommen", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Mit Angela Merkel als Spitzenkandidatin habe die Union "den besten Trumpf im Wahlkampf". Deutschland würde 2017 "genau die Kanzlerin bekommen, die es in den nächsten vier Jahren braucht".

Am Montag hatten sich die Anzeichen für eine erneute Kandidatur Merkels als CDU-Vorsitzende und Kanzlerin verdichtet. Der Landesvorstand ihres CDU-Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern habe sie einstimmig für den Bundesvorsitz nominiert, sagte CDU-Landeschef Lorenz Caffier. Sollte Merkel Parteichefin bleiben wollen, dürfte damit auch ihre Entscheidung für eine vierte Kanzlerkandidatur gefallen sein. Merkel hatte stets betont, dass sie beide Ämter in Personalunion sehe.

In der CDU-Führung hatten bereits die Ministerpräsidenten Hessens und des Saarlands, Volker Bouffier und Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie der nordrhein-westfälische CDU-Landeschef Armin Laschet eine erneute Kanzlerkandidatur ihrer Parteichefin befürwortet. Trotz des Streits um die Flüchtlingspolitik hatte die CDU-Chefin zuletzt auch aus der CSU immer mehr Unterstützung erhalten.

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