Generationengerechtigkeit

Junge CDU-Abgeordnete fordern höheres Rentenalter

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Berlin - Vor der Spitzenrunde der großen Koalition über Reformen bei der Alterssicherung verlangen rund 80 junge CDU-Abgeordnete ein höheres Renteneintrittsalter ab 2030.

„Dabei muss eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung für die Zeit nach 2030 Teil des Pakets sein“, heißt es in einem Positionspapier des Netzwerks „CDU 2017“, aus dem die Rheinischen Post (Dienstag) zitiert. Die Abgeordneten fordern demnach die große Koalition zu mehr Generationengerechtigkeit in der Rentenpolitik auf. Die heute Jungen dürften „nicht über die Maßen belastet werden“ durch ständig neue Rentenversprechen.

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn sagte der Zeitung: „Es darf jetzt keinen Wettbewerb geben, wer stellt vor der Wahl mehr Milliarden ins Schaufenster. Das fällt uns allen auf die Füße, denn irgendwann ist Zahltag.“ Die Gruppe der rund 80 jungen CDU-Politiker aus Bund und Ländern fordert zudem eine Anpassung bei der Berechnung des Rentenniveaus an die verlängerte Lebensarbeitszeit. „Wir sollten in der Berechnung des Rentenniveaus schrittweise und im Gleichklang mit der Rente mit 67 zu einer Betrachtung von 45 auf 47 Beitragsjahre übergehen“, heißt es in dem Papier.

Der Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, warnte in der Zeitung vor einer Rente mit 70: „Das Gerede um die Rente mit 70 ist für Menschen, die Jahrzehnte hart gearbeitet haben, ein Hohn. Die Wahrheit ist doch: Viele Beschäftigte können heute schon das gesetzliche Renteneintrittsalter nicht gesund erreichen.“

dpa

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