Donald Trump zum Präsidenten gewählt

US-Wahl-Ticker: Heftige Proteste - Ex-US-Botschafter warnt Europa

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In Chicago protestierten tausende Menschen gegen die Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten.

Washington - Donald Trump hat die Präsidentschaftswahlen gewonnen. Tausende Menschen protestierten daraufhin in den USA . Obama empfängt seinen Nachfolger am Donnerstag im Weißen Haus. Alle Neuigkeiten im News-Ticker.

Trumps Sieg in Bildern: Die Fotos aus der US-Wahlnacht

Hillary Clinton

(Democratic Party)

Donald Trump

(Republican Party)

Aktuelle Wahlmänner

(notwendig: 270)

228

290

Ausgezählte Staaten:

48/50

  • Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
  • In einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen gewann der Republikaner Trump die Bundesstaaten: Arizona, Idaho, Montana, Wyoming, Utah, Alaska, North und South Dakota, Nebraska, Kansas, Oklahoma, Texas, Missouri, Arkansas, Louisiana, Indiana, Kentucky, Tennessee, Mississippi, Alabama, Georgia, North und South Carolina, West Virginia, Wisconsin, Iowa und Florida. Sowie die Staaten: Ohio, Pennsylvania, Arizona und Michigan.
  • Hillary Clinton gab sich kurz vor Trumps offiziellem Wahlsieg geschlagen. Sie gewann in den Bundesstaaten: Minnesota, Washington, Oregon, Nevada, California, Colorado, New Mexico, Hawaii, Illinois, Virginia, Maryland, New Jersey, New York, Vermont, Massachusetts, Conneticut, Maine. Außerdem in New Hampshire und Minnesota.
  • Hillary Clinton dankt in einer Abschieds-Rede am Tag nach der Wahl ihrem Wahlkampf-Team und meint, Trum müsse eine faire Chance gegeben werden.
  • Der aktuelle Präsident Barack Obama betont in einer Rede, eine reibungslose Machtübergabe an Trump schaffen zu wollen.  
  • Nach der Wahl kam es in einigen Städten Amerikas zu Protesten gegen Trump.

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11.55 Uhr: Mehr Informationen zu Tag zwei nach der US-Wahl bekommen Sie in unserem News-Ticker.

11.35 Uhr: Das Team hinter dem Team besteht beim neuen US-Präsidenten vor allem aus seiner eigenen Familie. Wie viele aus dem Trump-Clan letztlich im Weißen Haus einziehen werden ist noch nicht klar, wir erklären die neue First Family aber schon mal.

11.10 Uhr: Die Präsidentschaft ist Donald Trump nicht mehr zu nehmen, doch immer noch sindnicht alle Stimmen ausgezählt. Immerhin 31 Wahlleute stehen noch aus. Woran das liegt, lesen Sie hier.

10.38 Uhr: Die ungarische Satire-Partei Zweischwänziger Hund hat den Wahlsieg von Donald Trump auf ihre Weise begrüßt. „Ein Witz-Charakter hat gewonnen und das zeigt, dass Witz-Parteien eine Zukunft haben“, erklärte der Parteivorsitzende Gergely Kovacs am Donnerstag im privaten Fernsehsender ATV. Anfang Oktober hatte die Satire-Partei dazu beigetragen, dass eine von der rechts-konservativen Regierung angestrengte Volksabstimmung gegen EU-Asylbewerberquoten scheiterte. Mit absurden Botschaften auf Flyern und Plakaten zog sie die fremdenfeindlichen Parolen der Regierung ins Lächerliche.

10.15 Uhr: Viele Menschen filmen die Proteste gegen den neugewählten US-Präsidenten Donald Trump mit ihren Smartphones und teilen sie in sozialen Netzwerken. Vor dem „Trump Tower“ in New York skandierten die Menschen einen Tag nach der Wahl „Not my president“ (“Nicht mein Präsident“) und bringen damit zum Ausdruck, dass sie nicht hinter Trump stehen.

10.06 Uhr: Die US-Popsängerin Miley Cyrus nimmt der überraschende Wahlsieg von Donald Trump sehr mit: Auf Twitter postete sie ein zwei Minuten langes Video, in dem sie unter Tränen einen Appell an Donald Trump richtet. Schluchzend bittet sie den künftigen US-Präsidenten, die Menschen mit Respekt und Mitgefühl zu behandeln.

9.54 Uhr: Der künftige US-Präsident Donald Trump hat nach südkoreanischen Angaben ein wichtiges Bekenntnis zum Sicherheitsbündnis beider Länder abgelegt. Trump habe Präsidentin Park Geun Hye am Telefon versichert, dass die USA entschlossen seien, ihren Alliierten „gegen die Instabilität in Nordkorea“ zu verteidigen, teilte das Präsidialamt in Seoul am Donnerstag mit. „Wir gehen die ganze Strecke mit Ihnen, wir werden nicht schwanken“, wurde Trump zitiert. 

Park betonte, dass das Atomprogramm Nordkoreas derzeit die größte Bedrohung für Südkorea und die USA darstelle. Es sei daher wichtig, mithilfe harter Sanktionen den Druck auf Nordkorea zu erhalten. Auch warnte sie, das kommunistische Regime in Pjöngjang könne in den nächsten Monaten weiter provozieren. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass das Land genau dies während der Übergangszeit zwischen zwei US-Regierungen tue.

Ex-US-Botschafter warnt Europa vor „Ende der Nachkriegswelt“

9.40 Uhr: Der frühere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, sieht nach dem Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen Deutsche und Europäer künftig weitgehend auf sich allein gestellt. "Der amerikanische Schirm über Europa ist für immer weggezogen", schrieb Kornblum in einem Beitrag für die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Trumps Wahl markiert das Ende der Nachkriegswelt."

"Vielleicht werden die Europäer jetzt einen verstärkten Willen zur Verantwortung finden", schriebt Kornblum in dem Beitrag weiter. "Sie werden ihn angesichts der Umstürze, die auf uns zukommen, brauchen", fügte er hinzu. Kornblum war in der Regierungszeit von US-Präsident Bill Clinton amerikanischer Botschafter in Deutschland.

Droht ein Handelskrieg mit China?

9.33 Uhr: Nach dem Wahlsieg Trumps steuern die beiden größten Volkswirtschaften USA und China auf konfliktreiche Zeiten zu. „China sorgt sich am meisten wegen der Ungewissheit“, sagt die Asien-Pazifik-Expertin Yu Yingli. „In Vergleich zu Hillary Clinton ist Trump unberechenbarer.“ Der bekannte Professor der Volksuniversität, Shi Yinhong, erwartet „sehr negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Finanzen“ - nicht nur für China, sondern für alle großen Volkswirtschaften in der Welt. 

In Pekings Außenministerium gibt es Hoffnung, dass die provokativen Worte des Präsidentschaftskandidaten gegen China „nur ein Bluff“ waren, und Trump im Oval Office doch wieder ganz der pragmatische „Geschäftsmann“ sein wird. „Es hat Tradition, im US-Wahlkampf auf China einzuschlagen“, sagt eine hohe Beamtin vertraulich. „Am Ende kommt es doch anders.“

Im Wahlkampf beschuldigte Trump die Chinesen, amerikanische Jobs „zu stehlen“ und die Währung „zu manipulieren“. Er drohte mit hohen Zöllen auf Importe, was einen Handelskrieg auslösen könnte. China nimmt es selbstbewusst, denn es würde auch US-Firmen treffen. „China und die USA sind wirtschaftlich voneinander abhängig, deswegen können wirtschaftliche und politische Spannungen ein zweischneidiges Schwert sein“, warnt die chinesische „Global Times“. „China ist stark genug, um mit dem Sieg Trumps umzugehen“, titelt das Blatt.

7.57 Uhr: Donald Trump trifft in der kommenden Woche in New York den japanischen Regierungschef Shinzo Abe. Abe und Trump hätten das Treffen während eines 20-minütigen Telefonats vereinbart und den 17. November angesetzt, sagte ein Vertreter des japanischen Außenministeriums am Donnerstag. Abe nimmt am Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Peru teil und wolle Trump auf dem Weg dorthin treffen. Trump hatte während des Wahlkampfs Tokio mit der Forderung verunsichert, dass Japan mehr für die militärische Unterstützung durch die USA zahlen solle. Zudem hatte der Polit-Quereinsteiger das Land mit Überlegungen verstört, es solle sich Atomwaffen zulegen, um auf mögliche Bedrohungen durch Nordkorea reagieren zu können.

7.32 Uhr: Als „einfältigen Versager“ hat Australiens Umweltminister Josh Frydenberg Donald Trump einst tituliert. Das bedauert er nach Trumps Wahlsieg nun, wie er am Donnerstag einräumte. „Der Premierminister und die Außenministerin haben vor der Wahl den richtigen Ton getroffen. Ich räume ein, ich hätte ihrem Beispiel wahrscheinlich folgen sollen“, meinte Frydenberg. Er hatte Trump im Wahlkampf vor laufenden Fernsehkameras als „Dropkick“ bezeichnet. Das kommt aus dem australischen Rugby oder Football, wird im übertragenen Sinn aber als Beleidigung genutzt und bedeutet so viel wie ein blöder, verachtenswerter Typ, der es zu nichts bringt. Freundlich übersetzt etwa: einfältiger Versager.

Obama trifft Trump am Donnerstag im Weißen Haus

6.58 Uhr: Bei einem ersten Tre ffen im Weißen Haus will US-Präsident Barack Obama mit seinem designierten Nachfolger Donald Trump die Amtsübergabe besprechen. Die Begegnung solle am Donnerstagvormittag (11 Uhr Ortszeit, 17 Uhr MEZ) im Oval Office, dem Amtszimmer des US-Präsidenten, stattfinden, kündigte das Weiße Haus am Mittwoch an. Danach sei eine kurze Begegnung der beiden Politiker mit der Presse geplant. Trump werde seine Ehefrau, die künftige First Lady Melania Trump, zu dem Treffen ins Weiße Haus mitbringen, hieß es weiter. Michelle Obama werde sie im Wohnbereich des Präsidentensitzes unter Ausschluss der Presse zu einem Gespräch empfangen. Obama hatte zuvor bereits angekündigt, er werde alles für einen reibungslosen Übergang tun, so wie es sein Vorgänger George W. Bush vor acht Jahren für ihn getan habe.

6.14 Uhr: Schreckmoment in Seattle: In der Nähe des Ortes, an dem am Mittwochabend zum gleichen Zeitpunkt Tausende Menschen gegen Donald Trump auf die Straße gegangen waren, sind Schüsse gefallen. Fünf Menschen wurden angeschossen. Allerdings teilte die Polizei auf Twitter mit, man gehe davon aus, dass die Schüsse nicht mit der Kundgebung zusammenhingen.

Proteste gegen Trump-Sieg in einigen US-Städten

6.11 Uhr: Nach dem Wahlsieg Donald Trumps sind am Mittwochabend (Ortszeit) Tausende Menschen in den USA auf die Straße gegangen - und zwar von der West- bis zur Ostküste. In New York protestierten die Menschen mit der Parole „Nicht mein Präsident!“, in Manhattan mischte sich der Dokumentarfilmer Michael Moore („Trumpland“) unter die Demonstranten. Auch in Chicago, Seattle und in Kalifornien machten viele Bürger ihren Unmut über den umstrittenen Republikaner Luft. Nach Angaben des Senders CNN wurden aus mindestens sieben Städten Proteste gemeldet. In Manhattan mischte sich der Dokumentarfilmer Michael Moore („Trumpland“) unter die Demonstranten.

22.35 Uhr: Der US-Filmregisseur Oliver Stone („Platoon“) sieht Donald Trump als einen „praktischen Menschen“ an, der seine Kritiker noch überraschen könne. Der gewählte US-Präsident sei ein guter Verhandler, erklärte Stone am Mittwoch in São Paulo, wo er seinen Film „Snowden“ vorstellte. Er habe sich stärker vor einer Präsidentschaft Hillary Clintons als vor einem Sieg Trumps bei der US-Wahl am Dienstag gefürchtet, sagte Stone nach einem Bericht der Zeitung „Folha de São Paulo“.

Clinton habe im Senat für Kriegshandlungen gestimmt und sei Russland gegenüber konfrontativ eingestellt, erklärte Stone. Trump habe dagegen bessere Voraussetzungen, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verhandeln. Auch der frühere US-Präsident Ronald Reagan (Amtszeit: 1981-1989) habe vor seiner Amtsübernahme Furcht erregt und sei dann sehr gut mit der Sowjetunion ausgekommen.

22.35 Uhr: In einigen Städten der USA ist es nach dem Sieg des umstrittenen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu Protesten gekommen. US-Medien wie USA Today zeigten Bilder unter anderem aus dem kalifornischen Oakland und aus Portland in Oregon. Dort blockierten Demonstranten Straßen. In einigen Fällen wurde Müll angezündet, auch US-Flaggen wurden verbrannt.

Die überwiegende Zahl der Proteste gab es am Mittwoch an der Westküste der USA, wo die Demokratin Hillary Clinton besonders viele Anhänger hat. Nach Angaben des „Time Magazine“ wurden aber auch aus Pittsburgh in Pennsylvania im Osten des Landes Proteste berichtet.

Viele Demonstranten riefen die Parole: „Nicht unser Präsident!“, so auch vor dem Trump-Tower in New York. Vor dem Gebäude stehen sandgefüllte Sattelschlepper zum Schutz.

22.18 Uhr: Hillary Clinton hat nach einer Prognose des Senders CNN bei der US-Präsidentenwahl den Bundesstaat Minnesota für sich entschieden. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin gewann den Staat im mittleren Westen nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen demnach mit 47 zu 45 Prozent. Nach Angaben des Senders entschied Donald Trump das Rennen in Arizona mit einem Vorsprung von gut vier Punkten für sich.

Damit kommt Trump in der Rechnung von CNN auf 290 Wahlmänner, Clinton liegt bei 228. Die Wahl war bereits in der Nacht zum Mittwoch entschieden, als Trump die Schwelle von 270 Wahlmännern überschritt und damit als Nachfolger Barack Obamas feststand.

Laut CNN dauert die Auszählung nun noch in zwei der 50 Bundesstaaten an. Das Rennen in Michigan und New Hampshire waren nach wie vor zu eng, ein Ergebnis konnte noch nicht verkündet werden.

20.23 Uhr: Sehr viele Prominente auf der ganzen Welt zeigten sich geschockt angesichts des Wahl-Erfolgs von Donald Trump. Eine besonders extreme Reaktion jedoch zeigte Paris Jackson, die Tochter vom verstorbenen “King of Pop“ Micheal Jackson lud auf Twitter ein Bild hoch, das einen Mann zeigt, der auf eine Schlinge starrt. Auf einen Kommentar verzichtete die 18-Jährige. Der Tweet sorgte bei ihren Followern sofort für Reaktionen. 

Viele Fans fürchteten, dass Jackson einen Suizid in Betracht zieht. Ein Twitter User appellierte an Paris: „Oh Gott Paris, bitte loesche diesen Tweet. Er ist nicht witzig und Trump ist es nicht wert.“ Ein anderer User legte nach: „Nein! Nein! Sei stark. Wir unterstuetzen und lieben dich. Wir koennen alles zusammen ueberwinden und Liebe wird am Ende siegen.”

Die Sorge ist nicht unberechtigt. Paris wurde nach einem Suizid-Versuch im Juni 2013 in eine Nervenklinik in Utah eingewiesen. Auch schon früher hatte sie versucht, sich das Leben zu nehmen, wie sie selbst auf einem Instagram-Video in September zugab: „Als ich 14 war und den Hass auf Social Media nicht mehr ertragen habe, hab ich versucht, mich umzubringen.“

Journalistenorganisation: Trump soll Pressefreiheit respektieren

19.27 Uhr: Nach dem Wahlsieg von Donald Trump hat die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen den künftigen Präsidenten der USA aufgefordert, die Pressefreiheit zu respektieren. Der Republikaner habe im Wahlkampf immer wieder Journalisten schikaniert und gemobbt, kritisierte die weltweit agierende Organisation am Mittwoch in Paris. Trumps Versuche, während seines Wahlkampfes die Pressefreiheit zu beschneiden, "haben ein beunruhigendes Signal für seine Präsidentschaft ausgesandt."

"Trump beleidigte und schikanierte Journalisten, die ihn negativ porträtierten oder harte Fragen stellten", berichtete Reporter ohne Grenzen über den Wahlkampf des künftigen US-Präsidenten. Zugleich kritisierte die Organisation die nach ihren Angaben von Trump gemachte Ankündigung, dass er die Gesetze zum Vorwurf der Beleidigung oder üblen Nachrede ändern wolle, um Medien juristisch verfolgen zu können, wenn sie kritische Artikel schrieben.

18.58 Uhr:

Der republikanische Spitzenpolitiker Paul Ryan hat den Wahlsieg von Donald Trump als „unglaublichste politische Errungenschaft“ gewürdigt, die er bisher erlebt habe. „Trump hat die Politik auf den Kopf gestellt“, sagte Ryan, der Vorsitzender des Abgeordnetenhauses ist, am Mittwoch in Janesville (Bundesstaat Wisconsin). Trump habe die Stimmung im Land erfasst wie kein anderer, „und er wird eine geeinte republikanische Regierung führen“.

Ryan hatte sich nach der Nominierung Trumps als Spitzenkandidat nur zögerlich hinter ihn gestellt. Später im Wahlkampf ging er dann erneut auf Distanz und lehnte gemeinsame Auftritte mit Trump ab, gab ihm jedoch bei der Wahl seine Stimme.

18.45 Uhr: Die teils gewaltigen Differenzen innerhalb der amerikanischen Gesellschaft machen die USA nach Ansicht von Ellen DeGeneres erst großartig. „Die Menschen verfolgen dieses Rennen sehr leidenschaftlich, weil wir unser Land lieben“, sagte die Moderatorin am Wahltag in ihrer Talkshow.

„Wir haben einfach andere Ideen, was für dieses Land am besten ist. Das macht Amerika groß.“ Wenn die Amerikaner ihr Schubladen-Denken überwinden und Etiketten ablegen könnten, würde ihnen bewusst werden, wie ähnlich sie einander seien.

„Wir haben so viel gemeinsam, unsere Unterschiede machen uns in der Tat stärker“, sagte die 58-Jährige. Dass Donald Trump die Wahl gewann, wusste DeGeneres zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Obama: „Präsidentschaft ist größer als einzelne Personen“

18.33 Uhr: Präsident Obama gibt sich in seiner Rede also sehr staatsmännisch und betont, einen reibungslosen Übergang schaffen zu wollen. 

18.20 Uhr: Nun tritt auch der noch aktuelle Präsident Barack Obama ans Podium und hält eine Rede: „Ich habe gestern Nacht mit Trump geredet und ihm gratuliert. Zudem habe ich ihn ins Weiße Haus eingeladen, um einen erfolgreichen Übergang zu schaffen. 

Es ist zwar offensichtlich, dass Trump und ich unsere Differenzen haben, doch die hatten der frühere Präsident Bush und ich auch. Und dennoch haben sie einen wunderbaren Übergang geschaffen. Ein friedlicher Übergang der Macht ist eines der wichtigsten Kennzeichen unserer Demokratie

Ich bin sehr stolz auf Hillary, denn sie hat dem Land jahrzehntelang auf unterschiedlichen Posten gedient, ob als Außenministerin oder in diesem Wahlkampf. 

Lasst uns wie bereits Hillary in ihrer Rede gesagt hat, nach vorne blicken und zusammenhalten. Die Präsidentschaft ist größer als einzelne Personen. Wir sind nicht zuerst Demokraten und Republikaner. Zuerst sind wir Amerikaner und Patrioten. Letztlich sind wir alle im selben Team.“

18.09 Uhr: US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat betont, dass er eine geordnete Amtsübergabe an den künftigen Präsidenten Donald Trump sicherstellen wird. Er werde den Übergang seines Ministeriums an den nächsten Oberbefehlshaber begleiten, schrieb Carter am Mittwoch in einem Brief an seine Mitarbeiter.

Trump hatte die Verteidigungspolitik der amtierenden Regierung immer wieder scharf kritisiert und angedeutet, dass er im Falle eines Wahlsieges hochrangige Militärs in den Streitkräften austauschen würde.

Abschiedsrede von Clinton: „Müssen Trump Chance geben“

17.54 Uhr: Damit ist die Rede von Hillary Clinton vorbei. Ihr Mann Bill hatte mit den Tränen zu kämpfen, Hillary selbst gab sich gewohnt professionell. Im Anschluss wird noch mit Spannung eine Rede von Barack Obama erwartet. 

17.50 Uhr: „Unsere Verantwortung als Bürger wird sein, unseren Teil zu tun. Ich bin sicher, dass wir das tun werden. Ich möchte meinem Team danken. Es war eine Freude, sie kennen zu lernen. Ich danke Barack und Michelle Obama. Das Land schuldet ihnen sehr viel.

Und allen jungen Menschen möchte ich sagen: Ich habe mein ganzes Leben für das gekämpft, woran ich glaube. Ich habe dabei viele Rückschläge erlitten. Doch es lohnt sich immer. Hören sie nie auf, dafür zu kämpfen, egal wie die Umstände aussehen. Wir brauchen euch alle. 

An alle Frauen: Nichts macht mich stolzer, als in diesem Wahlkampf für euch zu kämpfen.

Ich bin unendlich dankbar, dafür, was mir dieses Land gegeben hat. Ich bin stolz, Amerikanerin zu sein. Wenn wir zusammenstehen, dann liegen die besten Tage noch vor uns. Gemeinsam sind wir stärker. Lass uns einander vertrauen. Ich bin hochgeehrt, für alle sie in diesem Wahlkampf zu stehe. Gott segne Amerika.“ 

17.45 Uhr: „Ich danke Gestern Abend habe ich Donald Trump gratuliert und ihm die Zusammenarbeit angeboten. Es tut mir sehr leid, dass wir die Wahlen nicht gewinnen konnten. Dennoch bin ich mit Stolz erfüllt, dass ich diese Kampagne für die Demokraten führen durfte. Ich weiß, wie enttäuscht sie alle sind. Das wird auch noch eine bestimmte Zeit lang wehtun. Ich glaube jedoch immer noch an Amerika und das Ergebnis muss ich akzeptieren. Wir müssen Donald Trump die Chance auf das Regieren geben und nach vorne blicken. Es muss einen friedlichen Übergang geben.“ 

17.40 Uhr: Nun ist es soweit. Hillary Clinton und ihr Mann Bill betreten die Bühne.

17.34 Uhr: Noch bevor Hillary Clinton die Bühne betritt, äußert sich US-Demokrat und Vize-Kandidat Tim Kaine: „Ich bin stolz auf Hillary Clinton. Wir wissen, dass sie als Präsidentin Geschichte geschrieben hätte. Sie kennt unser Land und unser System. Niemand musste sich Sorgen machen, ob Hillary Clinton den Ausgang der Wahl akzeptieren würde. Ich möchte ihr danken, dass sie mich als ihr Vize-Kandidat ausgesucht hat.“

17.27 Uhr: Ihre Anhänger applaudieren schon vereinzelt, doch in New York ist die Bühne für die Rede von Hillary Clinton noch verwaist. Jede Minute soll es losgehen.

17.09 Uhr: Nach der Rede von Hillary Clinton wird sich auch der noch amtierende Präsident Barack Obama offiziell aus dem Weißen Haus zum Wahlsieg von Donald Trump äußern.

16.58 Uhr: Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Donald Trump zum Sieg bei der Präsidentenwahl in den USA gratuliert. „Nach einem hart umkämpften und oft spaltenden Wahlkampf lohnt es, daran zu erinnern und sich neu bewusst zu machen, dass die Einigkeit in Vielfalt in den Vereinigten Staaten eine der größten Stärken des Landes ist“, sagte Ban laut einer Mitteilung am Mittwoch in New York.

16.44 Uhr: Prominenter Gratulant für Donald Trump. Ex-Präsident George Bush gratulierte gemeinsam mit seiner Frau Barbara via Twitter dem Wahlsieger. „Seine Familie ist in unseren Gebeten“.

16.38 Uhr: Hillary Clinton ist noch nicht vor ihre Anhänger getreten, ihre Rede verzögert sich anscheinend noch um einige Minuten.

16.32 Uhr: Der Sieg von Donald Trump macht nicht nur die Börsen, sondern auch die Bosse nervös: Schottet der künftige US-Präsident die größte Volkswirtschaft vom Rest der Welt ab? Der Traum vom Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und Amerika dürfte erst einmal geplatzt sein.

16.10 Uhr: Vieles deutet darauf hin, dass Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl mehr Stimmen bekommen hat, als Wahlsieger Donald Trump. Sie liegt mit 59,16 Millionen Stimmen knapp vor dem Republikaner (rund 59 Millionen Stimmen). Doch Trump fuhr den Sieg ein, weil er mehr Bundesstaaten und damit Wahlmänner hinter sich bringen konnte.

15.55 Uhr: Im Wahlkampf hatte Donald Trump angekündigt, im Falle seines Wahlsiegs eine Mauer zwischen Mexiko und den USA hochziehen zu lassen - zudem will er das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln. Nach Trumps Wahl-Triumph reagiert jetzt Mexikos Regierung: „Wir werden das Marktumfeld aber beobachten und bei Bedarf unsere Steuer-, Geld-, Finanz- und Handelspolitik anpassen, um unser solides makroökonomisches Fundament zu schützen“, sagte Finanzminister José Antonio Meade.

15.38 Uhr: Der Wahlsieg von Donald Trump hat den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch nur kurzfristig erschüttert. Nachdem der Dax zum Handelsstart um knapp 3 Prozent gefallen war, schmolzen die Verluste bis zum Nachmittag auf 0,98 Prozent zusammen.

15.17 Uhr: Da waren einige US-Medien etwas voreilig: Wahlverliererin Hillary Clinton will um 16.30 Uhr unserer Zeit eine Rede vor Anhängern halten - und zwar in New York und nicht wie vermeldet um 15.30 Uhr in Kalifornien.

14.47 Uhr: Besonders an der Westküste hat es in der Nacht Proteste gegeben, nachdem die Medien den Wahlsieg Trumps verkündet hatten. Das berichtet der Sender „abcnews“. In Oakland versammelten sich demnach 60 bis 70 Demonstranten - eine Frau wurde dabei von einem Auto erfasst, als sie eine Straße blockieren wollte. Es brannten zudem Mülltonnen. In Südkalifornien zogen bis zu 3000 über den Campus der UCLA Universität. Auch an anderen Hochschulen kam es zu Protesten.

14.34 Uhr: Die Jobbörse „Jobmehappy“ verzeichnet am Tag nach der US-Wahl einen „enormen Anstieg an amerikanischen Nutzern, die auf der Suche nach Jobs in Deutschland sind“. Besonders Ingenieure und Softwareentwickler würden nach Trumps Wahlsieg einen Jobwechsel in Betracht zu ziehen, heißt es in einer Mitteilung des Portals.

14.11 Uhr: Wahlverliererin Hillary Clinton will sich gegen 6.30 Uhr Ortszeit in Kalifornien - also 15.30 Uhr unserer Zeit - zum Ausgang der Präsidentschaftswahl äußern. Das kündigen US-Medien über den Nachrichtendienst Twitter an.

13.58 Uhr: Auch die Münchner SPD meldet sich nach der US-Wahl zu Wort: „Auch wenn es in diesem Fall schwer fällt: Wir respektieren die demokratische Entscheidung der amerikanischen Wählerinnen und Wähler. Die Entscheidung für Donald Trump ist aber auch ein Warnsignal für die Politik bei uns in Deutschland und Europa“, so die Vorsitzende Claudia Tausend in einer Mitteilung.

13.43 Uhr: Wie reagieren die Münchner auf den Sieg des Republikaners Donald Trump bei der US-Wahl 2016? Wir haben uns mal umgehört, wie die Entscheidung hierzulande so ankommt.

13.27 Uhr: Die Bundesregierung lässt den Termin für das erste Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump noch offen. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies am Mittwoch in Berlin lediglich auf den nächsten Gipfel der großen Industrienationen (G7), der Ende Mai in Italien stattfindet. In der Gruppe sind sowohl die USA als auch Deutschland dabei. Im Juli ist dann das Gipfeltreffen der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) in Hamburg. Dazu wird auch Trump erwartet.

13.26 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat nach den US-Wahlen die Hoffnung geäußert, dass der neue US-Präsident Donald Trump in die Tradition des transatlantischen Miteinanders eintritt. „Dieses Miteinander ist ja nicht nur auf Interessen gegründet, sondern auf universelle Werte“, sagte Gauck am Mittwoch am Rande einer Gedenkstunde für die Opfer der Pogromnacht 1938 in Cottbus.

Neue Herausforderungen für Deutschland und Europa seien ziemlich offensichtlich: „Ich gehe davon aus, dass Europa zur Bewahrung und zur Verteidigung seiner universellen Werte doch mehr Verantwortung übernehmen wird. Und deshalb sind die kommenden Jahre für uns eine Bewährungsprobe“, sagte Gauck. Er wünsche sich, dass gestaltende Kräfte des amerikanisch-europäischen Verhältnisses gestärkt werden.

Der Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker am Mittwoch in Brüssel.

13.16 Uhr: Die EU-Führung will möglichst schnell mit dem neugewählten US-Präsidenten Donald Trump auf einem Gipfel über die künftigen Beziehungen beraten. EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker gratulierten dem Republikaner am Mittwoch in einem gemeinsamen Brief zum Wahlsieg und betonten die "strategische Partnerschaft" zwischen Europa und den USA. Sie schlugen Trump einen EU-USA-Gipfel in Europa vor, "sobald Ihnen dies möglich ist".

13.07 Uhr: Die Börsen erholen sich langsam von dem Wahl-Schock. Der überraschende Wahlsieg hat die Finanzmärkte nur kurz erschüttert. Nach anfänglichen Verlusten beruhigte sich Lage allmählich wieder.

13.00 Uhr: Viele Umfragen vor der US-Wahl sagten einen Sieg von Hillary Clinton voraus. Der Umfrage-Experte Nate Silver gaben ihr sogar eine Gewinnchance von 72 Prozent. Warum lagen mehrere Demoskopen daneben?

12.57 Uhr: Saudi-Arabiens König Salman bin Abdelasis al-Saud hat Donald Trump zu dessen Wahlsieg bei den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen gratuliert. Er wünsche Trump auch im Namen der saudischen Regierung viel Erfolg bei der Mission, Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten und der ganzen Welt zu errichten, zitierte die saudische staatliche Nachrichtenagentur SPA aus einer Nachricht des Königs an Trump. Darin betonte der Monarch die „historisch tiefen Beziehungen zwischen den beiden befreundeten Ländern“.

Die USA unterhalten vor allem militärisch enge Verbindungen zu Saudi-Arabien und liefern dem Königreich Waffen.

US-Wahl 2016: Sieger-Rede von Trump im Wortlaut

12.40 Uhr: Hier gibt es die Dankes-Rede von Donald Trump, die er Minuten nach seinem Wahlsieg vor seinen Anhängern gehalten hat, zum Nachlesen.

12.38 Uhr: Der Vatikan hat Donald Trump zum Wahlsieg gratuliert und zu einer Arbeit für den Frieden aufgerufen. Die Wahl des amerikanischen Volkes sei zu respektieren, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Mittwoch Radio Vatikan. Man werde die Regierung von Trump ins Gebet einschließen, damit „Gott ihn erleuchte“ und ihn beim Dienst für das Volk aber auch für den Weltfrieden unterstütze. „Heute müssen alle zusammenarbeiten, um die Lage der Welt, die eine der Zerrissenheit und des tiefen Konflikts ist, zu überwinden.“

12.31 Uhr: In den sozialen Medien reagieren viele mit Galgenhumor auf den Wahlsieg von Donald Trump. Hier finden Sie eine Auswahl der witzigsten Tweets.

12.18 Uhr: ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger hatte in der vergangenen Nacht nicht nur mit den überraschenden Ergebnissen der US-Wahl 2016 zu kämpfen - sondern auch mit ihrer Stimme. Dafür erntete sie Spott im Internet.

Statement von Kanzlerin Merkel zum Sieg von Donald Trump

12.07 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den gewählten US-Präsidenten Donald Trump indirekt zur Einhaltung demokratischer Grundwerte aufgerufen. "Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin. 

Ausdrücklich verwies die Kanzlerin auf die gemeinsame Wertebasis zwischen Deutschland und den USA und nannte "Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung".

12.02 Uhr: In ihrer Rede erinnert Merkel an die westlichen Grundwerte, wie Freiheit. Auf Basis dieser Werte biete sie dem amerikanischen Präsident eine enge Zusammenarbeit an.

12.00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel gratuliert Donald Trump zu seinem Wahlsieg: „Die vereinigten Staaten sind eine alte und ehrbare Demokratie. Für uns Deutsche gilt: Mit keinem Land haben wir eine tiefere Verbindung als zu den Vereinigten Staaten von Amerika“

US-Wahl 2016: Obama gratuliert seinem Nachfolger

11.47 Uhr:Der französische Staatspräsident François Hollande hat ausgesprochen kritisch auf den Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen reagiert. „Diese amerikanische Wahl eröffnet eine Periode der Unsicherheit“, sagte der Sozialist am Mittwoch in Paris. 

Er werde die Gespräche mit der neuen US-Regierung vom 20. Januar kommenden Jahres an mit „Wachsamkeit und Offenheit“ aufnehmen, sagte Hollande, der sich vor der Wahlen für die demokratische Bewerberin Hillary Clinton ausgesprochen hatte. Die neue politische Lage erfordere eine starkes Frankreich und ein geeintes Europa, so der Staatschef.

11.44 Uhr: Nach dem Sieg des Republikaners Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA fordert die Türkei erneut die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen. „Ich appelliere von hier aus offen an den neuen Präsidenten, den auf dem Boden der Vereinigten Staaten von Amerika lebenden Fethullah Gülen, umgehend an unser Land auszuliefern“, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am Mittwoch in Ankara nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich.

11.13 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat nach Informationen des Fernsehsenders CNN seinem Nachfolger Donald Trump zum Wahlsieg gratuliert. Beide wollten sich am Donnerstag treffen, berichtete CNN am Mittwoch weiter.

Außenminister Steinmeier in PK zu Wahlausgang

10.53 Uhr: Nach dem kurzen Statement beendet Steinmeier die Pressekonferenz ohne weitere Fragen zuzulasssen.

10.52 Uhr: Steinmeier: „Wir wissen nicht, wie Donald Trump regieren wird, natürlich werden wir das Gespräch suchen, um Antworten auf diese Frage zu bekommen. Wir dürfen ins mit Blick auf das Wahlergebnis nicht treiben lassen und unsere politische Kultur pflegen.“

10.50 Uhr: Außenminister Steinmeier: „Vorallem hoffe ich, dass wir nicht vor internationalen Verwerfungen stehen. Amerikansiche Außenpolitik wird für uns in nächster Zeit weniger vohersehbar. Ich will nichts schönreden, nichts wird einfacher, vieles wird schwieriger. Aber ich bin mir bewusst, dass funktionierende transatlantische Beziehungen ein wichtiges Fundament sind.“

10.48 Uhr: Steinmeier: „Die Bedeutung des Wahlausgangs auch für uns ist nicht zu unterschätzen. Das Ergebnis ist selbstverständlich anders, als wir es uns gewünscht haben. Die Art und Weise wie dieser Wahlkampf geführt wurde, hat tiefe Wunden geschlagen.“

10.40 Uhr: Außenminister Steinmeier hat eine Pressekonferenz zum Ausgang der US-Wahl angekündigt. In der Vergangenheit hatte Steinmeier Trump als Hassprediger bezeichnet.

10.39 Uhr: EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wollen möglichst bald ein Gipfeltreffen mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump organisieren. In einem Glückwunschschreiben an den Republikaner luden sie diesen ein, dazu nach Europa zu kommen. „In diesen Tagen ist es wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken“, schreiben sie mit Blick auf den Klimawandel, den Kampf gegen den Terror und die Flüchtlings- und Ukraine-Krise. Ein EU-USA-Gipfel würde es erlauben, die Weichen für das Verhältnis in den nächsten vier Jahre zu stellen.

US_Wahl 2016: Ausschreitungen in Oakland

10.31 Uhr: Wie NBC Bay Area bei Twitter berichtet, sind in Oakland dutzende Menschen auf den Straßen. Sie rufen „Not my President“ (Nicht mein Präsident).

10.29 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel hat den kommenden US-Präsidenten Donald Trump als "Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen" kritisiert. "Trump ist auch eine Warnung an uns", sagte Gabriel den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Die "autoritäre Internationale" nutze die Abgrenzung von Ausländern und Flüchtlingen nur als Lockmittel für die Wähler. Es gehe ihnen aber "um viel mehr", warnte Gabriel. "Es geht ihnen um ein echtes Rollback in die alten schlechten Zeiten, in denen Frauen an den Herd oder ins Bett gehörten, Schwule in den Knast und Gewerkschaften höchstens an den Katzentisch."

10.22 Uhr: Aus aktuellem Anlass: Die Simpsons sagten den Wahlsieg von Donald Trump bereits vor 16 Jahren voraus. 

US-Wahl 2016: Schon wieder der 9. November

10.08 Uhr: 

Dieser 9. November, der Tag nach der Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA, wird mit Gewissheit in die Geschichte eingehen. Und es ist immer wieder dieser 9. November, der für bedeutsame Ereignisse in der Geschichte steht. 

Eine Auswahl:

  • 9. November 1923: In München versucht die aufstrebende NSDAP unter Führung von Adolf Hitler den als "Hitler-Putsch" bekannt gewordenen Marsch auf Berlin. Hitler scheitert und kommt ins Gefängnis, seinen Aufstieg verzögert das aber nur um wenige Jahre. 
  • 9. November 1938: Reichpogromnacht in Deutschland. Im gesamten deutschen Reich ließ das nationalsozialistische Regime Gewaltmaßnahmen gegen Juden durchführen. Etwa 400 Menschen sterben in der sogenannten Reichskristallnacht. 
  • 9. November 1989: Der Fall der Berliner Mauer. Durch ein Missverständnis im DDR-Fernsehen marschieren hunderte Menschen in Berlin zu den Grenzübergangsstellen entlang der Berliner Mauer. Die Massenbewegung wird ein Selbstläufer, die Mauer fällt nach 28 Jahren, die Grenzen öffnen sich. Der Weg für die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist geebnet.

10.04 Uhr: Clinton und Trump lieferten sich in der Nacht ein enges Rennen. Hier können Sie die entscheidenden Eckpunke der Wahlnacht noch einmal im Minutenprotokoll durchlesen.

US-Wahl 2016: Putin wendet sich als erster Staatspräsident an Trump

9.58 Uhr: Als einer der ersten Staatschefs weltweit hat Russlands Präsident Wladimir Putin dem US-Wahlsieger Donald Trump gratuliert. Er hoffe, dass es ihnen gemeinsam gelingen werde, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen, schrieb Putin am Mittwoch in einem Telegramm.

Im Wahlkampf hatte Trump sich wiederholt lobend zu den Führungsqualitäten des russischen Präsidenten geäußert. Russische Hacker werden von den US-Behörden sowie dem Wahlkampfteam der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, zudem hinter Cyberangriffen auf die Parteizentrale der Demokraten sowie auf Clintons Kampagnendirektor John Podesta vermutet.

9.57 Uhr: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz äußerte sich mit drastischen Worten am Mittwoch zum Ausgang der Wahlen in den USA: „Herrn Trump ist es gelungen, Bannerträger der Furcht und der Ängste von Millionen Amerikanern zu werden. Diesen Sorgen muss jetzt mit glaubwürdiger Politik und Vorschlägen Rechnung getragen werden.“

9.47 Uhr: Die Rechtspopulisten in Österreich haben dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zum Sieg gratuliert. Der Chef der rechten FPÖ, Heinz-Christian Strache, schrieb auf Facebook:

9.46 Uhr: Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und den USA ändern sich nach Auffassung des italienischen Außenministers auch mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten nicht. „Italien wird mit dem freundschaftlichen Verhältnis und der Zusammenarbeit mit den USA fortfahren, dies ändert sich nicht. Wie sich unsere Abneigung gegenüber Protektionismus und Verschließung nicht ändert“, sagte Paolo Gentiloni am Mittwoch in der Radiosendung „Anch'io“ nach der Wahl von Trump zum US-Präsidenten. „Wir werden nicht die Fundamente unserer Außenpolitik verändern und mit den Vereinigten Staaten weiter zusammenarbeiten.“

US-Wahl 2016: Orban gratuliert - Oppermann unkt

9.38 Uhr: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat dem neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump von ganzem Herzen gratuliert. „Gratulation. Was für eine großartige Neuigkeit. Die Demokratie lebt noch“, schrieb Orban am Mittwochmorgen auf Englisch auf seiner Facebook-Seite. Der rechts-konservative Politiker ist der einzige europäische Regierungschef, der bereits vor der US-Präsidentschaftswahl am Dienstag offen seine Vorliebe für den Republikaner Trump erklärt hatte.

9.24 Uhr: SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erwartet große Zeichen der Unsicherheit für den Westen nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten. „God save America! Es kommen wilde Zeiten auf uns zu. Wir müssen kühlen Kopf bewahren“, twitterte Oppermann am Mittwochmorgen.

9.20 Uhr:  Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) setzt nach dem Wahlsieg von Donald Trump auf eine weiterhin enge Partnerschaft mit den USA. „Wir müssen auch mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten möglichst gut zusammenarbeiten“, teilte Kauder am Mittwoch in Berlin mit. Eine enge transatlantische Partnerschaft sei für Deutschland und Europa weiter von zentraler Bedeutung. Zugleich warnte er, das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA dürfe nicht voreilig aufgegeben werden. Die guten Handelsbeziehungen dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden.

US-Wahl 2016: Donald Trumps politische Ziele

9.12 Uhr: Donald Trump ist der nächste US-Präsident. Das sind die Ziele des Republikaners.

9.11 Uhr: Donald Trump ist der nächste US-Präsident. Was das bedeutet, erklärt unser US-Korrespondent Friedemann Diederichs in seinem Kommentar.

9.09 Uhr: Die EU will auch mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zusammenarbeiten. Die Beziehungen zwischen der EU und den USA seien "tiefer als jeder Politikwechsel", schrieb die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Mittwoch im Kurzbotschaftsdienst Twitter. "Wir werden weiter zusammenarbeiten, die Stärke Europas wiederentdecken."

Der maltesische Regierungschef Joseph Muscat, dessen Land ab Januar den EU-Vorsitz übernimmt, gratulierte Trump. "Jetzt ist es Zeit für Europa und die USA, enger zusammenzurücken und nicht andersherum", schrieb er auf Twitter. Trump wird im Januar nächster Präsident der Vereinigten Staaten.

9.06 Uhr: Dax verliert nach Wahlsieg von Donald Trump 2,87 Prozent

Präsident Trump: Seine Rede in Auszügen

9.00 Uhr: In seiner Rede lässt Trump anklingen, dass er sich auch eine zweite Amtszeit vorstellen könnte. Er wird immer wieder unterbrochen von „USA“-Rufen aus dem Publikum. „Ich liebe dieses Land“, sagt Trump zum Abschluss seiner kurzen Dankesrede.

8.56 Uhr: Präsident Trump bedankt sich bei allen, die diese „historische Nacht“ möglich gemacht haben. Bei seinen verstorbenen Eltern, seinen Schwestern, seinem Bruder Robert. Bei seiner Frau Melania, seinen Töchtern Ivanka und Tiffany.

8.53 Uhr: „The forgotten men and woman in our country, will be forgotten no longer“, kündigt Präsident Trump in seiner Rede an. Er verspricht das Wirtschaftswachstum zu verdoppeln und gute Beziehungen zu allen anderen Ländern aufzubauen.

8.52 Uhr: Trump verkündet, er werde Präsident aller Amerikaner sein. Er lobt in seiner Rede den harten Wahlkampf und Clintons Durchhaltevermögen.

8.51 Uhr: Trump bestätigt, dass er einen Anruf von Clinton bekommen hat. Sie soll ihm zum Sieg gratuliert haben.

8.50 Uhr: Trump betritt die Bühne.

8.45 Uhr: Der Republikaner Mike Pence spricht in seiner Rede von einer historischen Nacht. Er empfindet es als Privileg dem Land als Vize-Präsident zu dienen. Trumps Führungsqualität und Weitsicht werde Amerika wieder groß machen.

8.43 Uhr: Wisconsin geht ebenfalls an Trump (NY Times).

8.40 Uhr: Hillary Clinton hat nach Angaben des Senders CNN in einem Telefonat mit Donald Trump ihre Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen eingeräumt. Das berichtete der Sender am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit).

8.39 Uhr: Donald Trump wird in Kürze vor seinen Anhängern in New York sprechen.

8.38 Uhr: Mehrere Medien, wie die Nachrichtenagentur AP, haben den republikanischen Kandidaten Trump bereits zum Sieger ausgerufen.

8.29 Uhr: Donald Trump gewinnt laut CNN den Staat Wisconsin (10 Wahlmänner). Die Stimmen sind zu 99 Prozent ausgezählt. Noch steht die Entscheidung von Michigan aus.

Clinton spricht nicht zu ihren Anhängern

8.24 Uhr:

Hillary Clinton wird nach ihrer wahrscheinlichen Niederlage bei der US-Präsidentenwahl keine Rede mehr in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) halten. Ihr Wahlkampfchef John Podesta sagte in der Halle, das Ergebnis sei noch zu knapp, und alle wartenden Anhänger sollten nach Hause gehen.

„Versucht, etwas Schlaf zu bekommen“, sagte Podesta. „Wir werden morgen mehr zu sagen haben.“

Diese Entscheidung ist sehr ungewöhnlich. Nähere Gründe wurden nicht mitgeteilt. Die Anhänger in der Halle reagierten tief enttäuscht.

8.21 Uhr: Der US-Kongress bleibt komplett in der Hand der Republikaner. Die Konservativen konnten nach Angaben der US-Sender ABC und NBC auch die Mehrheit im Senat verteidigen, nachdem sie bereits im Repräsentantenhaus stärkste Kraft blieben.

8.19 Uhr: Laut CNN ist der republikanische Kandidat Donald Trump gerade in seinem Wahlkampf-Hauptquartier angekommen.

8.03 Uhr: Der führende Wahlkampfhelfer John Podesta von Hillary Clinton warnt bei der Wahlparty davor zu voreilig zu feiern. Er sei stolz auf die Anhänger des demokratischen Lagers und auf Hillary Clinton. Jede Stimme zähle, und noch seien nicht alle Stimmen ausgezählt. Er kündigt an, dass die Menschen nach Hause gehen sollten. Hillary Clinton würde heute Abend nicht mehr sprechen.

7.59 Uhr: Clinton gewinnt in Maine mit 48 Prozent (Quelle: NY Times) und holt damit 4 weitere Wahlmänner.

US-Wahl 2016: Rechtsextreme Marine Le Pen gratuliert Trump vorab

7.52 Uhr: Als erste Politikerin hat die französische Rechtsextreme Marine Le Pen dem Rechtspopulisten Donald Trump noch vor der offiziellen Bekanntgabe des Ergebnisses zu seinem Erfolg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert. 

Die Chefin der rechtsextremen Front National (FN) übermittelte dem "neuen Präsidenten der USA und dem amerikanischen Volk" am Mittwochmorgen im Kurzbotschaftendienst Twitter ihre "Glückwünsche". FN-Vizepräsident Louis Aliot erklärte, die US-Wähler hätten "einer arroganten Elite den Stinkefinger gezeigt".

7.43 Uhr: Pennsylvania geht mit 48,9 Prozent an Donald Trump. Clinton unterliegt mit 47,6.

7.38 Uhr: Trump holt sich offenbar Alaska. Nach Informationen von CNN gewinnt Donald Trump die drei Wahlmänner in Alaska.

7.31 Uhr: Es wird spannend: Die Stimmen in Michigan, New Hampshire, Pennsylvania und Wisconsin sind beinahe ausgezählt, meldet der Sender CNN.

US-Wahl 2016: Kann Clinton noch gewinnen?

7.22 Uhr: In Minnesota, New Hampshire und Maine zeichnet sich eine leichte Mehrheit für Hillary Clinton ab. Das wären 18 Wahlmänner für Clinton. Donald Trump hingegen ist nur noch 26 Wahlmänner vom Sieg entfernt. Wenn er beispielsweise Pennsylvania und einen weiteren Staat gewinnt, wird er Präsident. In Arizona, Pennsylvania, Alaska, Wisconsin und Michigan zeichnet sich eine Mehrheit für Trump ab.

7.17 Uhr: Als er selbst seine Stimme zur US-Wahl 2016 abgegeben hat, hat Donald Trump für einen peinlichen Moment gesorgt. Dafür erntete der 70-Jährige im Netz eine Menge Hohn.

7.15 Uhr: Aus Sorge über einen wahrscheinlichen Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen hat die Börse in Tokio am Mittwoch mit massiven Verlusten geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stürzte um fast 1000 Punkte in den Keller. Zum Handelsende notierte der Index einen Abschlag von 919,84 Punkten oder 5,36 Prozent beim Stand von 16 251 54 Punkten.

7.11 Uhr: In Minnesota (10 Wahlmänner) hat die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton derzeit mit 47,6 Prozent die Nase vorn. Trump liegt bei 44,6.

7.04 Uhr:

Trump hält sich in den noch fehlenden Staaten weiter gut. In Pennsylvania führt er inzwischen hauchdünn. Hier fehlen zudem noch Zahlen aus Lebanon County, wo der Republikaner Mitt Romney 2012 deutlich vorne lag. In Michigan hat Trump weiter 40.000 Stimmen Vorsprung, das entspricht dort einem Prozentpunkt derzeit.

Darüber hinaus hat der Nachrichensender Fox News ihm bereits Wisconsin mit 10 Wahlleuten zugesprochen.

US-Wahl 2016: Die ersten Reaktionen aus der Politik

6.56 Uhr: Donald Trump steht kurz vor dem Sieg bei den Präsidentschaftswahlen in den USA. Verwunderung herrscht bei deutschen Politikern. Lesen Sie hier die ersten Reaktionen.

6.51 Uhr: Wie der Sender ntv berichtet, herrscht am New Yorker Times Square gespenstische Stille beim Public Viewing. Alle warten gespannt auf die restlichen verbliebenen Staaten.

6.50 Uhr: Die Angst an den Börsen nach dem sich abzeichnenden Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen treibt den Goldpreis an. Im asiatischen Handel legte der Goldpreis am Mittwoch um 5,4 Prozent zu. Eine Feinunze notierte zeitweise bei 1337,38 Dollar (1211 Euro).

6.48 Uhr: Die Stimmen in Pennsylvania sind laut New York Times zu 97 Prozent ausgezählt. Trump führt mit 48,5 Prozent. In dem Bundesstaat gibt es 20 Wahlmänner zu gewinnen.

6.40 Uhr: Zahlreiche Prominente haben entsetzt auf Donald Trumps gutes Abschneiden bei der US-Wahl reagiert. „Was für ein Land, wie peinlich, was für ein Land“, schrieb der mexikanische Hollywoodstar Gael Garcia Bernal in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter. Sängerin Cher fühlte sich gar an das Deutsche Reich erinnert: „So wie in Deutschland in den 30ern haben Ärger und Wut die USA erfasst.“ Schauspielerin Ariana Grande schrieb: „Das ist total furchteinflößend.“ TV-Sternchen Khloé Kardashian nannte den Verlauf der Wahl „Geschichte auf eine schlechte Weise“. Der Brite James Corden verglich die Wahl mit dem Brexit-Votum in seiner Heimat.

US-Wahl 2016: Clinton holt Nevada

6.33 Uhr: Hillary Clinton gewinnt in Nevada mit 48.9 Prozent. Trump unterliegt mit 45 Prozent.

6.32 Uhr: Webseiten der kanadischen Einwanderungsbehörde waren in der US-Wahlnacht teilweise nicht mehr zu erreichen. Viele Amerikaner hatten während des Wahlkampfes immer wieder - scherz- oder ernsthaft - angekündigt, aus den USA auszuwandern, sollte Präsidentschaftskandidat Donald Trump gewinnen.

Auf dem offiziellen Twitter-Account des Kanadas hieß es noch in der Nacht: „In Kanada sind Immigranten dazu eingeladen, ihre kulturellen Traditionen mitzubringen und sie mit den kanadischen Bürgern zu teilen.“ Trump hatte im Wahlkampf Einwanderer wiederholt kriminalisiert und eine Null-Toleranz-Politik angekündigt.

6.29 Uhr: In den Staaten Maine, Nevada, New Hamshire und Minnesota liegt Clinton derzeit vorne. Die Stimmen sind aber noch nicht endgültig ausgezählt.

In Arizona, Wisconsin, Michigan und Pennsylvania liegt Trump in Führung.

6.26 Uhr: In New Hampshire hat Clinton die Führung übernommen. Sie liegt genau 18 Stimmen vorne.

US-Wahl 2016: Diese Staaten sind noch nicht ausgezählt

6.16 Uhr: Diese Staaten sind noch nicht endgültig ausgezählt: Michigan, Wisconsin, Alaska, Arizona, New Hampshire, Pennsylvania, Nevada, Minnesota, Maine. In den drei letztgenannten liegt Clinton vorne.

6.13 Uhr: Auch in New Hampshire wird es ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen. 47,9 Prozent für Trump für 47 Prozent für Clinton.

6.10 Uhr:

Die Aussichten auf einen möglichen Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl sorgen für Talfahrten an den asiatischen Börsen. Die Börse in Tokio stürzte am Mittwoch um 5,5 Prozent ab, die Börse in Hongkong gab fast drei Prozent nach. Deutlich im Minus waren auch die Kurse in Sydney, Seoul und Bombay. Anleger flüchteten sich dagegen in sicherere Werte und investierten in Gold und den japanischen Yen.

Die mexikanische Währung fiel gegenüber dem Dollar auf ein historisches Rekordtief. Für einen Dollar waren 20,4401 Pesos fällig - und damit erstmals überhaupt mehr als 20 Pesos. Der Milliardär Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder mit abfälligen Äußerungen über Mexikaner für Schlagzeilen gesorgt.

Die Börsen hatten in den vergangenen Tagen auf einen Wahlsieg der Demokratin Hillary Clinton gesetzt. Trump wird von den Anlegern als Unsicherheitsfaktor betrachtet. Der 70-jährigen Rechtspopulist hat inzwischen aber die besseren Chancen, das Rennen um das Weiße Haus zu gewinnen.

6.06 Uhr: In Pennsylvania wird es knapp. Donald Trump liegt mit 48,3 Prozent vor Clinton (48,1 Prozent). In dem Staat gibt es 20 Wahlmänner.

US-Wahl 2016: Hat Vigo County erneut den Präsidenten gewählt?

5.54 Uhr: Es sieht so aus, als ob die Wähler in Vigo County mal wieder den Präsidenten gewählt hätten. Nur noch wenige Stimmen fehlen und Trump hat 55.4 Prozent der Stimmen dort für sich gewonnen. Clinton bekam dagegen nur 40.2 Prozent.

5.48 Uhr: Es hatte sich angekündigt: Georgia geht an die Republikaner. 16 Wahlmänner. Das macht 244 insgesamt. Damit fehlen Trump nur noch 16. Und die könnte Trump in Michigan holen. Dort liegt er nach 65 Prozent der ausgezählten Stimmen bei 48.1 Prozent. Clinton liegt mit 46.8 Prozent knapp dahinter.

5.39 Uhr: Die New York Times berichtet, dass Washington an Hillary Clinton geht. Zwölf Wahlmänner gehen an die Demokraten. 

5.37 Uhr: Sechs weitere Wahlmänner für Trump aus Iowa. Das macht 228, der Sieg von Trump wird nicht nur von der Vorhersage immer wahrscheinlicher.

5.23 Uhr: Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman ist entsetzt über Donald Trumps gutes Abschneiden bei der US-Wahl. „Ich dachte wirklich, ich kenne mein Land besser als es sich nun zeigt“, schrieb der 63-Jährige am frühen Mittwoch auf Twitter. „Ich habe gewarnt, dass wir ein „failed state“ werden könnten, aber ich habe nicht (...) den tiefen Hass in einem großen Teil der Bevölkerung erkannt.“ Als „failed state“ werden gescheiterte Staaten bezeichnet, die ihre grundlegenden Funktionen nicht erfüllen können. „Jetzt müssen wir herausfinden, was wir in dieser schrecklichen Welt machen können“, schrieb Krugman.

5.18 Uhr: Der Sender CBS meldet, dass sich Trump auch Utah gesichert hat.

5.14 Uhr: Noch nicht alle US-Medien sind sich sicher, dass Florida an Trump geht. Der Sender Fox News und die Washington Post sagen das voraus. Florida entschied schon 2000 die Wahl zwischen Al Gore und George W. Bush.

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Börse in Tokio verliert massiv

5.11 Uhr: Den Finanzmärkten gefällt die Entwicklung in den USA weniger. Aus Nervosität über einen möglichen Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen ist die Börse in Tokio am Mittwoch eingebrochen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stürzte im Nachmittagshandel um fast fünf Prozent ab. Um 12.53 Uhr Ortszeit notierte der Index einen massiven Verlust von 775 Punkten oder 4,51 Prozent beim Zwischenstand von 16.396,38 Punkten.

5.09 Uhr : Der nächste Swing-State entscheidet sich für Trump. North Carolina mit 15 Wahlmännern gehen an den Republikaner. Oregon, mit sieben Wahlmännern, geht an Clinton.

5.02 Uhr: Der Sender hat sich etwas ganz besonderes für den Wahlabend ausgedacht. Die New Yorker konnten die Ergebnisse nicht nur auf dem Smartphone, dem Fernseher oder Tablets verfolgen, sondern auch auf dem Empire State Building. CNN projezierte die Ergebnisse immer wieder auf die Fassade des Wolkenkratzers.

5.00 Uhr: CNN meldet, dass sich Trump Idaho holt, Kalifornien und Hawaii gehen an Clinton.

4.57 Uhr : Nun ist es amtlich. Florida geht an Donald Trump. Er holt sich 29 Wahlmänner, jetzt fehlen ihm nur noch 73, um Präsident zu werden.

4.45 Uhr: Darüber wird sich Clinton freuen. Laut CBS holt die Demokratin Colorado, neun Wahlmänner sind ihr sicher.

4.43 Uhr: 92 (!) Prozent. Das ist die Vorhersage der New York Times im Moment. Florida ist zu 99 Prozent ausgezählt, Trump wird sich diesen sehr wichtigen Staat holen. Er führt mit über 100.000 Stimmen. Das sind entscheidende 29 Wahlmänner, die ihn zum Präsidenten machen können.

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Virginia an Clinton, Ohio an Trump

4.32 Uhr: Hillary Clinton hat bei der US-Präsidentschaftswahl nach Vorhersage der Sender Fox News und NBC den Bundesstaat Virginia und damit 13 weitere Wahlmänner gewonnen. Die Demokratin brauchte den Staat dringend, um sich ihre Gewinnchance gegen Donald Trump zu erhalten.

4.26 Uhr: Der Swing-State Ohio hat gewählt: Und es wird Donald Trump, zumindest meldet das CNN. 18 Wahlmänner für Trump, damit baut er seine Führung aus. 

4.15 Uhr: Missouri mit zehn Wahlmännern geht an Trump, New Mexiko wird blau, also demokratisch. Fünf weitere Wahlmänner für Clinton.

4.14 Uhr: Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat sich angesichts eines äußerst knappen Rennens bei ihren Mitarbeitern bedankt. „Dieses Team hat sehr viel, auf das es stolz sein kann“, schrieb die 69-Jährige im Kurznachrichtendienst Twitter. „Was auch immer heute Nacht passiert, ich danke Euch für alles.“ Optimismus sieht anders aus.

4.04 Uhr: Die Wahrscheinlichkeit laut New York Times, dass Trump Präsident wird liegt nun sogar bei 68 Prozent. Ein Grund: Der normalerweise demokratische Bundesstaat Michigan hat nach den jetzigen Auszählungen überwiegend Trump gewählt. Eine Begründung der Blog-Seite fivethirtyeight.com: „With lots of white, working-class voters and lots of undecideds, Michigan was underrated as a swing state.“ (Mit vielen Weißen aus Arbeiterklasse, vielen Unentschiedenen, Michigan wurde als Swing-State unterschätzt.)

4.02 Uhr: Montana geht an Trump, 140 Wahlmänner hat er schon. Ihm fehlen noch 130. In den Swing-States Florida, North Carolina, Ohio und sogar New Hampshire führt Trump. Virginia, lange rot gefärbt, bleibt weiter spannend. Momentan liegt Clinton vorn.

3.52 Uhr: Die New York Times hat einen dauerhaften „Forecast“ eingerichtet. Welche Parameter dort reinspielen, ist nicht klar. Klar ist, aber dass Donald Trump im Moment mit 59 Prozent Wahrscheinlichkeit, die Präsidentschaftswahl gewinnt. Fast den gesamten Abend über führte Clinton - mit teils bis zu 80 Prozent Wahrscheinlichkeit. Die Vorhersage kann sich jedoch minütlich ändern, reagiert sensibel auf Schwankungen.

3.41 Uhr: Zwei weitere Staaten sind fix: Conneticut mit  sieben Wahlmännern wird blau - also demokratisch, Trump holt Louisana und acht Wahlmänner.

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Trump liegt wieder vorn

Clinton-Anhänger hoffen darauf, dass die Demokratin Trump noch überholt.

3.24 Uhr: Amtsinhaber Barack Obama hat die Amerikaner mit Blick auf das Wahlergebnis der US-Präsidentschaftswahlen zu Einigkeit aufgerufen. Der Wahlkampf sei zwar anstrengend, stressig und manchmal auch einfach nur seltsam gewesen, sagte er in einem Video, das das US-Nachrichtenportal Buzzfeed am Dienstagabend Ortszeit auf Twitter veröffentlichte. Aber: „Egal was passiert, die Sonne wird morgen wieder aufgehen, und Amerika wird auch weiterhin das großartigste Land auf der Welt sein.“

3.12 Uhr: Arkansas wählt die Republikaner, damit hat Trump nun 128 Wahlmänner.

3.06 Uhr: Laut New York Times holt sich Donald Trump, wie zu erwarten, Texas. Damit hat Trump nun 124 Wahlmänner auf seiner Seite, Clinton nur 97. In North Carolina und Florida hat Trump nun auch wieder die Nase vorn.

3.01 Uhr: Es gibt weitere Hochrechnungen von CNN. Für New York gewinnt Clinton 29, Trump wiederum holt die Staaten Kansas 6, Nebraska 5, Wyoming 3, North Dakota 3, South Dakota 3. Damit bleibt es weiter spannend. 97 zu 84 für die Demokraten.

2.44 Uhr: Die Republikaner haben erwartungsgemäß ihre Mehrheit im US-Abgeordnetenhaus verteidigt. Das berichteten der US-Fernsehsender NBC und ABC auf der Grundlage von Hochrechnungen und ersten Stimmauszählungen.

2.42 Uhr: Kleines Update zum vorher genannten Vigo County, das seit 1956 den Präsidenten wählte: Zwei Drittel der Stimmen sind ausgezählt, es führt Trump - und das deutlich. 55.9 Prozent der Stimmen kann er auf sich vereinen, Clinton nur 39.8 Prozent. Entweder eine 60-jährige Serie reißt - oder Trump wird Präsident der USA.

2.40 Uhr: In Pennsylvania führt nach den ersten Auszählungen Clinton. Aber wir wissen, das heißt nichts.

2.30 Uhr : Alabama geht ebenfalls an Donald Trump. Weitere neun Wahlmänner für Trump, damit steht es aktuell 68 zu 66. Für Clinton, aber in Florida sieht es nach einem Sieg für Trump aus. Dafür könnte Clinton den Swing-State North Carolina für sich gewinnen.

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Clinton gewinnt weitere sechs Staaten, Trump drei

2.17 Uhr: In Florida ist es weiter sehr knapp. Sekündlich wechselt der Gewinner. Es werden am Ende wahrscheinlich wenig Tausend Menschen über 29 Wahlmänner entscheiden.

2.12 Uhr: Ein weiterer Staat ist ausgezählt, South Carolina geht nach den Hochrechnungen der New York Times zuverlässig an Trump. Neun weitere Wahlmänner für die Republikaner.

Trump-Anhänger sind mit dem Verlauf des Abends zufrieden.

2.00 Uhr: Jetzt gewinnt Hillary Clinton nach den Hochrechnungen von CNN wichtige Staaten. Die sind aber auch wenig überraschend. Die Zahlen hinter den Staaten stehen für die gewonnenen Wahlmänner, das einzig wichtige in der heutigen Nacht. Illinois 20, New Jersey 14, Massachusetts 11, Maryland 10, Rhode Island 4, Delaware 3, DC Columbia 3. Donald Trump gewinnt drei Staaten: Oklahoma 7, Tennesse, 11, Mississippi 6. Damit hat Clinton nun 68 Wahlmänner, Donald Trump 48.

1.55 Uhr : 72 Prozent der Stimmen in Florida sind ausgezählt, Clinton liegt weiter vorne, mittlerweile mit einem Vorsprung von rund 100.000 Stimmen.

1.54 Uhr: Update von der Schießerei. Die Polizei bestätigte, dass es einen Toten gab, mehrere Menschen wurden verletzt. Es kam zu einem Großeinsatz der Polizei, nachdem ein Schütze in einem Wohnviertel zahlreiche Schüsse abgeben hatte. Zwei Menschen seien mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, das Gebiet zu meiden. Über den Täter und sein Motiv wurde zunächst nichts bekannt.

1.45 Uhr: IN North Carolina und Ohio liegt momentan Trump in Front. Dafür hat Clinton rund 70.000 Stimmen Vorsprung in Florida. Da sind derzeit rund 50 Prozent der Stimmen ausgezählt. 

1.37 Uhr: Eng, spannend. Georgia, South Carolina und North Carolina sind derzeit Trump-Länder. Damit hätte der Republikaner einen weiteren wichtigen Swing-State für sich entschieden. Aber in diesen Staaten basiert das Ergebnis auf den ersten Auszählungen. Aber es sieht gut für ihn aus.

1.29 Uhr: West Virginia geht an Trump, das heißt fünf weitere Wahlmänner an die Republikaner.

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Spannendes Rennen um Florida und Virginia

1.24 Uhr: Hach, dieses Wahlsystem. Florida wechselt binnen weniger Minuten, erst zu Clinton, dann wieder zurück zu Trump. Spannend ist es allemal. 

1.14 Uhr: Florida, ebenfalls ein heiß umkämpfter Staat, hat ebenfalls erste Ergebnisse. Die Tendenz geht zu Trump. Virigina wird wohl an Clinton gehen. Zumindest liegt sie nach den ersten Auszählungen vorne.

1.10 Uhr: Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hat bei der Wahl in den USA weder für den Republikaner Donald Trump noch für die Demokratin Hillary Clinton gestimmt. Das berichtete der Sender CBC am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen Sprecher Bushs. Der Republikaner und seine Frau Laura ließen demnach die Spalte auf dem Wahlzettel für das Präsidentschaftsamt offen und stimmten lediglich über die Kandidaten in anderen Rennen ab.

1.03 Uhr: Die ersten Hochrechnungen ergeben: Trump wird sehr wahrscheinlich Indiana und Kentucky gewinnen - keine Überraschung. Clinton wird sich wohl Vermount sichern. Damit steht es derzeit 3 zu 19 für Trump. Die Ergebnisse waren erwartet worden. Gewinnt er wirklich, können sich wohl nicht alle ein Bier auf seiner Wahlparty leisten. Elf Dollar kostet ein Bier dort.

0.48 Uhr : Interessant wird sein, wie Vigo County im US-Staat Indiana abstimmen wird. Denn dort wählten die Bewohner seit 1956 immer den Mann, der später auch Präsident wurde.

0.45 Uhr: Kentucky, ein republikanischer Staat, wird auch dieses Jahr voraussichtlich Rot sein. Nur zwei Countys gingen an Hillary Clinton. In Jackson County wählten 86,2 Prozent Trump.

0.31 Uhr: New Hampshire, einer der sogenannten Swing-States, zählt fleißig aus. Auch hier führt bislang Donald Trump. Aber: Auch hier ist erst ein Prozent ausgezählt.

0.27 Uhr: Vor einem Wahllokal nahe Los Angeles, in Azusa, soll es eine Schießerei gegeben haben. Es soll mindestes zwei Verletzte geben, wie CNN berichtet. Ein Augenzeuge berichtet, dass er Schüsse gehört habe. Wie eine örtliche Feuerwehrsprecherin mitteilte, wurden bei der Schießerei während der US-Wahlen am Dienstag in der südkalifornischen Stadt Azusa ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt. Die Polizei sagte ihnen, dass sie in den Wahllokalen bleiben sollen. Die Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar.

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Trump holt sich erste Wahlmänner

0.21 Uhr: In Indiana gibt es auch schon erste Countys, die ausgezählt sind. Auch hier hat Trump deutlich die Nase vorne. 69.3 Prozent konnte er auf sich vereinen. Aber klar ist auch: Das ist bisher ein Prozent in dem US-Bundesstaat, das ausgezählt wurde.

0.17 Uhr : Das Spannende an diesem County ist, dass es ähnliche Strukturen gibt wie bei den Swing-States Ohio und Pennsylvania. Zwei der Swing-States. 

0.10 Uhr: Ein County in Kentucky geht an Donald Trump. 79.1 Prozent der Stimmen hat er bekommen, Hillary Clinton hat nur 17.3 Prozent. Das heißt noch nichts, gibt aber schon mal einen ersten Einblick in die Herzen einiger Amerikaner.

0.05 Uhr: Darauf haben Millionen Amerikaner ewig gewartet: Die ersten Ergebnisse und Hochrechnungen liegen vor. Aber noch sind keine Zahlen veröffentlicht.

23.46 Uhr: Bei CNN rinnt die Uhr gnadenlos runter. Der Countdown zeigt noch 13 Minuten an. Das heißt: Dann gibt es die ersten Hochrechnungen. Klar ist bis jetzt: Es gab mehr Wähler und die ersten Umfragen ergeben, dass die eher Pro Trump waren.

23.42 Uhr: US-Milliardär Warren Buffett hat sein Versprechen gehalten. Er kündigte im August an, dass er mit einem Bus Wähler zu den Wahllokalen fährt. „Drive 2 Vote“ nannte er seine Kampagne und tauchte mit einem Bus namens „Ollie the Trolley“ auf.

23.30 Uhr: Klar hat er seinen Vater gewählt. Aber warum musste Eric Trump das veröffentlichen? Der Sohn von Donald Trump hat damit möglicherweise gegen das Gesetz verstoßen. Er fotografierte einen Stimmzettel mit einem Votum für seinen Vater - und stellt das ganze bei Twitter online. Es war wohl seine eigene Stimme.

Das Foto kommentierte Eric Trump mit den Worten: "Es ist eine unglaubliche Ehre, für meinen Vater zu stimmen. Er wird solch einen großartigen Job für die USA leisten!". Nach den Gesetzen des Bundesstaates New York, wo Eric Trump wohnt, ist es verboten, seinen ausgefüllten Stimmzettel jemand Anderem zu zeigen.

Allerdings ist unklar, ob das aus dem 19. Jahrhundert stammende Verbot auch für das Internet gilt. Aktivisten der Demokraten reichten gleichwohl Beschwerde gegen Eric Trump bei der Wahlbehörde des Bundesstaates ein. Sein Tweet mit dem Stimmzettel wurde im Laufe des Tages gelöscht.

23.20 Uhr: Rekordzahl bei den Frühwählern und auch am Wahltag selbst sieht es nach einer hohen Wahlbeteiligung aus. Vor vielen Wahllokalen bildete sich eine lange Schlange. Normalerweise wählen nicht so viele US-Amerikaner. Die Beteiligung im Jahr 2012 war bei 54,8 Prozent. 

Da es vereinzelt zu technischen Problemen kam, mussten die Organisatoren kurzfristig auf Papierwahlzettel zurückgreifen.

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Große Wahlparty im Bayerischen Landtag

23.12 Uhr: Christian Deutschländer, Carina Zimniok und Sebastian Raviol vom Münchner Merkur sind im Bayerischen Landtag. Dort findet heute Nacht eine große Wahlparty statt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind streng. Die geladenen Gäste werden gefilzt wie am Flughafen. Für Unterhaltung ist gesorgt: Uncle Sam und die Freiheitsstatue stehen auf Stelzen.

22.51 Uhr: Und was macht eigentlich Hillary Clinton? Sie verlässt ihr Zuhause in Chappaqua. In Utah berichten einige Offizielle, dass diverse Wahlmaschinen nicht ordnungsgemäß funktionieren - und zwar im gesamten Land.

22.43 Uhr: Um Mitternacht erwarten wir die ersten Prognosen in einzelnen Staaten. Das US-Wahlsystem unterscheidet sich extrem von dem deutschen. Die genauen Unterschiede haben wir für Sie hier in einem eigenen Artikel erklärt.

22.28 Uhr: Was macht eigentlich Trump an seinem möglicherweise größten Tag in seinem Leben? Er schaut sich die Ergebnisse vom Trump Tower in Manhattan mit seiner Familie und seinen Freunden an. Vom Turm aus lässt sich auch gut Wahlkampf machen. Er fordert die Wähler auf, an die Urne zu gehen. Vor allem Florida soll sich ranhalten.

Kruzifix, Stars and Stripes: der Landtag in US-Dekoration.

22.25 Uhr : Die Investoren an der Wall Street zeigen sich am Tag der US-Präsidentschaftswahl vorsichtig optimistisch. Was das heißt? Der Dow Jones stieg am Dienstag bis auf 18.400 Punkte. Der höchste Stand seit dem 22. September. Mal schauen, wie das nach der Wahl aussieht.

22.16 Uhr: Das geht ja schon mal gut los bei der US-Wahl. Die Republikaner haben nach Angaben mehrerer US-Medien Klage gegen ein Wahlamt in einem Bezirk in Nevada eingereicht. Eine Richterin lehnte die Klage kurz vor der Schließung der Wahllokale ab .

Trump hatte angeblich beklagt, dass die Öffnungszeiten mehrerer Wahllokale in einem Bezirk bei den Frühwahlen in der vergangenen Woche um bis zu zwei Stunden verlängert worden waren.

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Zeitplan für die Wahlnacht

Es ist eine der wichtigsten Wahlen der jüngeren Geschichte: Amerika stimmt über den nächsten Präsidenten ab (hier erfahren Sie, welche deutschen Fernsehsender die Wahlnacht live und im Stream übertragen). Auch international wird die Entscheidung mit größter Anspannung verfolgt werden. Von Verbündeten Amerikas, seinen Gegnern - und auch von populistischen Bewegungen vieler anderer Länder.

Das ist der Zeitplan für die Wahlnacht:

0 Uhr: Die ersten Prognosen über den Ausgang der Wahl in einzelnen Staaten laufen über die Fernsehsender, Indiana und Kentucky haben gewählt. 

2 Uhr: Bis zu diesem Zeitpunkt können die Wähler in der Hauptstadt Washington ihre Stimme abgeben. 

3 Uhr: Die Wahllokale in New York schließen - Heimatstadt und -staat von Hillary Clinton und Donald Trump.  

5 Uhr: Der wichtigste Staat mit Pacific Time ist Kalifornien. Wenn die Wahllokale um 20 Uhr Ortszeit schließen, ist es in Deutschland 5 Uhr in der Früh. 

5.15 Uhr: Das war in der Wahlnacht 2012 der Moment, in dem drei US-Fernsehsender Barack Obama zum sicheren Sieger erklärt haben.

Die Hochrechnungen im Überblick

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Schmutziger und intensiver Wahlkampf

„Meine lieben Landsleute, unser langer, nationaler Alptraum ist vorüber.“ Was Gerald Ford nach dem Rücktritt Richard Nixons sagte, empfinden viele Wähler 2016 ähnlich. Viele Gesprächspartner im Land gehen mit einem Gefühl von „Hauptsache vorbei“ in den Wahltag. Eine erschöpfte Demokratie am Rande ihrer Möglichkeiten.

Zeit wird‘s: Der Wahlkampf war vor allem zermürbend.

Nach hysterischen Monaten voller Anwürfe und Beleidigungen, in denen Fakten kaum eine Rolle gespielt haben, steht am Ende eine Art Trümmerbruch der Demokratie. Alle großen US-Medien beschreiben kurz vor der Wahl die Spaltung des Landes, und wie sehr die hässliche Auseinandersetzung dieses Jahres bestehende Risse vertieft habe.

Schmutzig war der Wahlkampf, extrem intensiv, für viele abstoßend. „Was für eine Trash-Wahl“, sagte ein republikanischer Abgeordneter aus Wisconsin. Die letzten Umfragen sehen Clinton vor Trump, aber sicher ist nichts. Es ist nicht wahrscheinlich, aber es kann sein, dass der 45. Präsident der USA ein New Yorker Milliardär ist, bar jeder politischen Erfahrung.

Wie zwei Derwische fegen die beiden in den letzten Tagen vor der Wahl durch das Land. Umkämpfte Staaten, Tausende Meilen im Flugzeug, Reden bis zur Heiserkeit, Kämpfen um jede Stimme. Das eine Lager, Trumps, sieht die Lage vorrevolutionär. Will das System Washington umstürzen, von dem es sich seit Jahrzehnten betrogen und verlassen sieht. Das andere Lager, Clintons, verstärkt seine Warnungen vor der Faschismusnähe Trumps, seiner Demagogie, seiner Hetze.

Am Morgen nach der Wahl werden beide Lager im gleichen Land aufwachen, und doch auf verschiedenen Planeten. Und ein Lager, Menschen im Bereich hoher zweistelliger Millionen, wird verloren haben. Was dann passiert und ob etwas passiert, weiß niemand so richtig. Und wenn Trump seine Niederlage nicht anerkennt?

US-Wahl 2016 im Live-Ticker: Für Trump muss alles in seine Richtung gehen

Trumps Team verbreitet derweil das Bild ungebrochener Siegesgewissheit. Welche tiefen Kratzer dieses Bild hat, dass es sehr wohl nagende Zweifel gibt, hat zuletzt die „New York Times“ eindrucksvoll beschrieben. Für Trump muss am Wahltag für einen Sieg alles, wirklich alles in seine Richtung gehen. Sein Weg zum Weißen Haus ist noch da, aber er bleibt extrem schmal.

Hillary Clinton führte zuletzt hauchdünn in den Umfragen.

Clinton schöpft dagegen neue Zuversicht. Ihr Team gründet den Optimismus aus sehr guten Zahlen beim sogenannten Early Voting, der vorzeitigen Stimmabgabe. Demnach kann Trump zum Beispiel Nevada schon mal vergessen. Einige „Swing States“, also Staaten in denen Mehrheiten immer wieder zwischen Republikanern und Demokraten wechseln, braucht er unbedingt, Pennsylvania oder North Carolina. Und wenn er Florida nicht holt: Game over.

Clinton ist schwer beschädigt von der Berichterstattung über ihre E-Mail-Affäre, hohe Redehonorare und Praktiken ihrer Stiftung. Am Sonntag dann eine riesige Erleichterung, nur zwei Tage vor der Wahl entschärfte das FBI den selbst gelegten Sprengsatz: Es wird keine neue Untersuchung ihrer E-Mails geben, die auf einem anderen Rechner gefunden wurden. Kein neuer Verdacht kriminellen Verhaltens.

Und noch eine Erleichterung: Clinton erfährt in den letzten Tagen wohl eine ungeahnte Welle der Zustimmung von wählenden Latinos. 1984 waren 86 Prozent aller Wähler weiß. 2016 könnten es unter 70 Prozent sein.

sap/pak/dpa/AFP

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