Widerstand aus CSU

Merkel liebäugelt mit grünem Bundespräsidenten

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Das Tauziehen um einen gemeinsamen Präsidentschafts-Kandidaten dauert an.

Berlin - Kanzlerin Merkel kann sich offenbar auch einen Grünen als Bundespräsidenten vorstellen und fragte bei zwei Politikern nach. Doch für die CSU ist klar: Nicht mit uns.

Im Machtkampf um das Amt des Bundespräsidenten hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Informationen der "Bild" auch das Gespräch mit den Grünen gesucht: Die CDU-Chefin habe sowohl mit Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt als auch mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann über eine mögliche Kandidatur für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck gesprochen, berichtete die Zeitung.

Ein Grüner als gemeinsamer Kandidat? CSU sträubt sich vehement

Gegen einen Bundespräsidenten von der Grünen-Partei gebe es aber heftigen Widerstand aus der CSU, berichtet die „Bild“ weiter. Es gehe nicht an, dass die Union als größte Fraktion der Bundesversammlung  keinen eigenen Kandidaten stelle, habe es in einer Telefonkonferenz der CSU-Spitze geheißen. Einen Kandidaten von den Grünen wolle die CSU ausdrücklich nicht unterstützen.

Am Freitag treffen sich Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel, um abschließend darüber zu beraten, wer bei der Wahl am 12. Februar 2017 für das Amt des Bundespräsidenten antritt. Einen schwarz-grünen Kandidaten will auch die SPD nicht unterstützen. Sie setzt weiter auf Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Die Linke hat angekündigt, einen eigenen Kandidaten zu stellen.

Während ihrer Kanzlerschaft zeigte Angela Merkel kein glückliches Händchen mit der Wahl ihrer Bundespräsidenten-Kandidaten: Sowohl Horst Köhler als auch Christian Wulff scheiterten, gegen den sehr beliebten aktuellen Bundespräsidenten Joachim Gauck hatte sie sich zuerst gesträubt. 

afp/smu

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