Berlin-Besuch im Ticker

Obama sagt bye-bye - Abschieds-Küsschen für Merkel

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Bye-bye Barack: Obama verabschiedet sich von Deutschland.

Berlin - US-Präsident Barack Obama besucht Berlin. Am Mittwoch kam er an, am Donnerstag folgten Gespräche sowie eine PK mit Angela Merkel. Heute tagen sechs Staatschefs. Alle Informationen im News-Ticker.

  • Barack Obama ist zu seinem letzten Deutschland-Besuch als US-Präsident aufgebrochen.
  • Der scheidende Staatschef landete am Mittwochabend mit der „Air Force One“ in Berlin. Anschließend aß er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Hotel Adlon zu Abend.
  • Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag dinierten die Staatsoberhäupter im Kanzleramt.

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+++ Die Obamas können den Heiligen Abend mit einem typisch deutschen Weihnachts-Accessoire feiern. Als Abschiedsgeschenk gab Kanzlerin Angela Merkel dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama eine traditionelle Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge mit auf die Reise.

Barack Obama und Angela Merkel.

+++ Barack Obama hat das Treffen mit der Kanzlerin und den vier europäischen Staatschefs verlassen. Merkel verabschiedete den US-Präsidenten persönlich. Es gab die üblichen Küsschen zwischen den zwei Vertrauten. Bei seiner Abfahrt winkte der Sympathisant Merkel dann sogar aus seinem Wagen noch hinterher. 

Die Tagung ging dann ohne ihn weiter. Themen: Trump, IS, Ukraine. Für Obama geht es weiter nach Peru.

+++ Wo war Michelle während den drei Tagen? Die Pflicht ruft. Die First Lady hatte nach Bild-Informationen in Washington Termine. So empfing sie am Dienstag etwa Veteranen und eine Theatergruppe im Weißen Haus. Barack war da bereits auf dem Weg nach Athen.

Sechser-Treffen: Es geht um Trump, IS, Ukraine

+++ Der scheidende US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind in Berlin zu Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs führender EU-Länder zusammengekommen. Bei den Gesprächen im Kanzleramt am Freitag sollen eine Reihe von gemeinsamen internationalen Herausforderungen besprochen werden, darunter die Ukraine-Krise, der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und der Klimawandel. Auch der britische Austritt aus der Europäischen Union dürfte Thema sein.

An dem Treffen im Rahmen von Obamas Abschiedsbesuch in Europa nehmen der französische Präsident François Hollande, Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie die britische Regierungschefin Theresa Ma y und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi teil. Nach Angaben der britischen Regierung stehen die Flüchtlingskrise und handelspolitische Fragen ebenfalls auf der Agenda.

+++ Zu den persönlich schwersten Momenten seiner Amtszeit zählt der scheidende US-Präsident Barack Obama neben Terrorangriffen die Amokläufe in den Vereinigten Staaten. In einem Interview mit der ARD am Donnerstagabend erinnerte Obama an das Massaker an der Grundschule Sandy Hook in Newtown im Bundesstaat Connecticut, bei dem ein "verwirrter junger Mann" zwanzig sechsjährige Kinder erschossen habe.

"Ich musste dann zwei Tage später den Eltern gegenübertreten, die ihre Kinder verloren hatten", sagte Obama. "Man kann ihren Schmerz kaum in Worte fassen, und er wird mich immer verfolgen."

+++ Der scheidende amerikanische Präsident Barack Obama will nach dem Ende seiner Amtszeit mehr von Deutschland entdecken - als Tourist. „Ich freue mich darauf, als Privatmann oft nach Deutschland zurückzukommen“, sagt er in einem am Donnerstagabend ausgestrahlten Interview der ARD und des Magazins Der Spiegel. Mit seiner Frau Michelle wolle er dann mehr Sightseeing machen, und das wohl auch nur noch mit einem kleinen Sicherheitsteam. Als Präsident verbringe man ja die meiste Zeit in Hotels und Meetings, bedauerte Obama.

Eindruck scheint jedenfalls das Weißbier in den bayerischen Bergen im vergangenen Jahr gemacht zu haben. Als Privatmann wolle er auch zum Oktoberfest nach München kommen, sagt Obama bei der Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). „Irgendwie habe ich das bisher verpasst.“ Besser sei aber vielleicht, „wenn ich es als Ex-Präsident tue - da habe ich mehr Spaß“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu. Unvergessen sind Bilder, die Obama während des G7-Gipfels auf Schloss Elmau im Bergdorf Krün mit einem Glas Weißbier in der Hand zeigen.

+++ Der scheidende US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommen am Freitag in Berlin zu Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs führender EU-Länder zusammen. An dem Treffen im Rahmen von Obamas Abschiedsbesuch in Europa (10.00 Uhr) nehmen der französische Präsident François Hollande, Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie die britische Regierungschefin Theresa May und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi teil. Der US-Präsident hält sich seit Mittwochabend in Berlin auf.

Nach den Beratungen empfängt die Bundeskanzlerin Rajoy zu einem Arbeitsmittagessen, im Anschluss ist gegen 13.30 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt. Am Nachmittag führt Merkel im Kanzleramt außerdem Gespräche mit May, auch hier sind Äußerungen vor der Presse geplant.

Schlachtplatte für Merkel und Obama

+++ Deftiges Menü beim Dinner von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem scheidenden

Merkel und Obama am Tisch.

US-Präsidenten Barack Obama und Prominenten: Im Kanzleramt wurde der Runde am Donnerstagabend nach

dpa

-Informationen eine Art Schlachtplatte serviert: Eisbein, gebratene Haxe und Nürnberger Bratwürstchen, dazu Bier und Wein. Zum Nachtisch gab es Apfelstrudel. An dem Abendessen zum Abschied von Obama nahmen Persönlichkeiten teil, die auf besondere Art zur transatlantischen Zusammenarbeit beigetragen haben. Auch Merkels Ehemann Joachim Sauer war dabei.

Auf der Einladungsliste standen unter anderem Stardirigent Daniel Barenboim, der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, Michael Blumenthal, Ex-Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann - er trainiert derzeit die US-Fußballnationalmannschaft. Auch die Astronauten Thomas Reiter und Alexander Gerst, der Biochemiker und Nobelpreisträger Thomas Südhof, Regisseur Tom Tykwer („Lola rennt“), der frühere Unionsfraktionsvize Friedrich Merz (CDU) und der außenpolitische Berater der Kanzlerin, Christoph Heusgen, waren gekommen.

+++ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechnet vorerst nicht mehr mit einem Abschluss des umstrittenen Freihandelsabkommens TTIP zwischen der EU und den USA. „Wir sind ein gutes Stück vorangekommen in den Verhandlungen. Sie können jetzt nicht beendet werden“, sagte Merkel nach einem Gespräch mit US-Präsident Barack Obama am Donnerstag in Berlin. „Aber wir werden auf jeden Fall das festhalten, was wir jetzt erreicht haben. Und ich bin ganz sicher, wir werden eines Tages darauf auch zurückkommen.“ Merkel betonte, über reine Zollfragen hinausgehende Handelsabkommen seien bedeutend, da es kein Zurück in Zeiten vor der Globalisierung gebe. Sie freue sich, dass die EU das Abkommen mit Kanada noch zu Ende gebracht habe.

+++ Die Tennis-Weltranglisten-Erste Angelique Kerber hat am Donnerstag den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama in Berlin getroffen. „Ein Traum ist wahr geworden!! Was für eine Ehre, Präsident Obama heute zum Mittagessen zu treffen“, schrieb die 28 Jahre alte Kielerin im Kurznachrichtendienst Twitter zu einem Foto, das sie gemeinsam mit Obama zeigt. Am Abend sollte Kerber bei der Bambi-Gala am Potsdamer Platz in der Kategorie Sport ausgezeichnet werden. Obama ist zu seinem offiziellen Abschiedsbesuch in Berlin.

+++ US-Präsident Barack Obama hat den Wahlerfolg seines designiertes Nachfolgers Donald Trump als größten politischen Umbruch in der jüngeren Geschichte bezeichnet. Er bleibe vorsichtig optmistisch, was die Präsidentschaft Trumps angehe. „Der Grund dafür ist, dass dieser Job einen zwingt, ernsthaft zu sein, er verlangt Seriösität“, sagte Obama. „Wenn man nicht seriös ist in diesem Job, dann hat man ihn vermutlich nicht lange.“ Das ganze Land und die Welt schaue auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Er sei bereit, zu helfen. Amtsführung sei anders als Wahlkampf. „Ich würde hoffen, dass das auch etwas ist, was er gründlich überdenkt.“

Obama betreibt Wahlkampf für Merkel

+++ Obama würde - wahrscheinlich - Merkel wählen: US-Präsident Barack Obama überschüttete die Kanzlerin bei der gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin erneut mit Komplimenten. "Ich glaube, sie ist herausragend gewesen", antwortete er auf die Frage, ob er sich eine erneute Kanzlerschaft von Angela Merkel wünsche. Die Entscheidung liege natürlich bei ihr und den deutschen Wählern, fügte er hinzu, um dann nachzuschieben: "Wenn ich hier wäre, und wenn ich Deutscher wäre und eine Stimme hätte; ich könnte sie unterstützen."

+++ Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat vor einer Entwicklung zu „krudem Nationalismus“ gewarnt, der sich von einem „guten Patriotismus“ unterscheide. Die Menschen seien in der globalisierten Welt „mit einem sehr schnellen Wandel konfrontiert“, der auch verunsichere. Ihnen müsse die Politik „konstruktive Angebote“ machen, sagte Obama am Donnerstagabend nach einem rund zweistündigen Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel. „In letzter Konsequenz“ bleibe er aber optimistisch, nicht nur was Amerika anbelange, sondern die Richtung, in die die Welt sich entwickele. „Der Fortschritt wird weitergehen“, betonte der US-Präsident. „Wir müssen unseren Werten treu bleiben - wenn wir das tun, gehen wir den richtigen Weg.“

+++ US-Präsident Barack Obama hat seinen gewählten Nachfolger Donald Trump vor einer Aufgabe wichtiger Prinzipien im Verhältnis zu Russland gewarnt. Obama sagte am Donnerstag nach einem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin, er hoffe, dass der neue Präsident nicht nur eine realpolitische Position beziehen werde und sage: „Wir machen einfach Deals mit Russland, selbst wenn das jemandem schaden kann oder internationale Normen verletzt oder kleineren Ländern schadet.“ Er hoffe, dass Trump einen konstruktiven Ansatz in den Beziehungen weiterverfolge, aber zugleich bereit sei, deutlich zu machen, wenn unterschiedliche Interessen vorhanden seien.

+++ Angela Merkel lässt eine erneute Kanzlerkandidatur weiterhin offen. Sie werde diese Frage zu einem geeigneten Zeitpunkt beantworten, wiederholte die Bundeskanzlerin am Donnerstag nach einem Treffen mit dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama bei dessen Abschiedsbesuch in Berlin. „Und der ist heute nicht gegeben“, ergänzte sie.

+++ Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat Kanzlerin Angela Merkel für den deutschen Beitrag im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und im Syrien-Konflikt gedankt. Merkel stehe wie er selbst für „eine umfassende und humanitäre Lösung dieser Krise, der wir auch die Flüchtlingswelle nach Europa zu verdanken haben“, sagte er am Donnerstagabend nach einem rund zweistündigen Gespräch im Kanzleramt. Die Kanzlerin habe dabei Augenmaß und Mitgefühl gezeigt. Obama lobte auch Merkels „Stärke und Entschlossenheit“ sowie ihre konsequente Orientierung an Werten.

+++ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eingeräumt, dass das Freihandelsabkommen TTIP vorerst auf Eis liegt, will es aber nicht verloren geben. Die Verhandlungen seien ein gutes Stück voran gekommen, könnten aber "jetzt nicht beendet werden", sagte Merkel nach ihrem Gespräch mit US-Präsident Barack Obama am Donnerstag in Berlin. Sie sei "ganz sicher, wir werden eines Tages auch darauf zurückkommen", fügte sie hinzu.

Für Obama ist EU „eine der größten Errungenschaft der Welt“

+++ US-Präsident Barack Obama hat die Länder Europas aufgerufen, sich um den Erhalt der EU zu bemühen. „Ich glaube weiter daran, dass die Europäische Union eine der größten Errungenschaft der Welt ist“, sagte Obama am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. „Man muss diese Errungenschaften kultivieren und dafür kämpfen“, sagte Obama. Der Austritt Großbritanniens solle so geräuschlos und problemlos wie möglich gestaltet werden.

+++ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt eine enge Kooperation mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump an. „Natürlich werde ich auch alles daran setzen, mit dem neugewählten Präsidenten dann gut zusammenzuarbeiten“, sagte Merkel nach einem Gespräch mit dem amtierenden US-Staatschef Barack Obama bei dessen Abschiedsbesuch am Donnerstag in Berlin. Sie hob hervor, dass die Beziehungen Deutschlands und Europas zu den USA ein „Grundpfeiler unserer Außenpolitik“ seien. Diese sei auch an Werte wie Demokratie, Freiheit und das Eintreten für Menschenrechte gebunden. Merkel hatte Trump direkt nach dessen Wahlsieg an ähnliche Grundwerte erinnert.

+++ Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama als verlässlichen Partner auch in schwierigen Zeiten gewürdigt. Sie bedanke sich für eine acht Jahre lange enge, vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit, sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit Obama im Kanzleramt bei dessen Abschiedsbesuch in Berlin.

Vor dem Hintergrund der Affäre um das Abhören ihres Handys durch den US-Geheimdienst NSA sagte die Kanzlerin, mit Obama habe es auch in solch schwierigen Stunden eine verlässliche Zusammenarbeit gegeben. Zugleich betonte Merkel, die Kooperation der deutschen Geheimdienste mit den US-Diensten sei angesichts der terroristischen Bedrohung unerlässlich. „Wir brauchen diese Kooperation“, sagte sie.

+++ US-Präsident Barack Obama rollte bei seinem Abschiedsbesuch in Berlin mit seiner schweren Staatskarosse durch die Hauptstadt - und die Polizei sah großzügig über die fehlende Zulassung des "The Beast" ("Das Biest") genannten Dienstfahrzeugs für den Straßenverkehr in Deutschland hinweg.

Die gepanzerte Cadillac-Sonderanfertigung des US-Autobauers General Motors begleitet den US-Präsidenten stets auf seinen Auslandsreisen. Als Schutz vor Giftgasangriffen kann der Innenraum komplett abgedichtet werden. Die rollende Festung ist wie eine kleine Regierungszentrale ausgestattet, der Präsident kann über Satellitentelefone und verschlüsseltes Internet kommunizieren. Der Beschaffungspreis ist geheim, wird aber auf über eine Million Dollar geschätzt.

Obama: „Merkel steht für Glaubwürdigkeit“

+++ Kanzlerin Angela Merkel empfängt US-Präsident Barack Obama offiziell in Berlin. Merkel und Obama begrüßen sich am Donnerstagnachmittag mit einem Lächeln und Wangenküsschen vor dem Kanzleramt. Ihr Gespräch ist auf mindestens eineinhalb Stunden angesetzt. Merkel und Obama wollen die Öffentlichkeit am späten Nachmittag über ihre Beratungen informieren. 

+++ Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Partnerin in der internationalen Politik gewürdigt. Merkel stehe für „große Glaubwürdigkeit“, die Deutschen sollten sie wertschätzen, sagte Obama nach von der ARD vorab verbreiteten Zitaten in einem am Donnerstag aufgezeichneten Interview mit dem „Spiegel“ und der ARD. Er schätze Merkel als Partnerin.

Ähnlich hatte sich Obama schon bei früheren Treffen mit der Kanzlerin geäußert. Im April hatte der US-Präsident in Hannover über Merkel gesagt, er sei froh, dass sie noch Kanzlerin sei, wenn er nicht mehr Präsident sei: „Die Welt wird davon profitieren, von ihrer sehr steten und konsequenten Präsenz.“

Jürgen Klinsmann wird heute Abend beim Dinner dabei sein.

+++ Um 15.15 Uhr treffen sich Angela Merkel und Barack Obama zum Vier-Augen-Gespräch. Dort unterhalten sich die beiden unter anderem auch über Donald Trump. Im Anschluss wird es ein feierliches Dinner geben. Wie die Bild berichtet kommen beide um 19 Uhr mit Gästen in den achten Stock des Bundeskanzleramtes. Doch wer steht auf der Liste? Stardirigent Daniel Barenboim, der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, Michael Blumenthal, Ex-Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann (er trainiert derzeit die US-Fußballnationalmannschaft), die Astronauten Thomas Reiter und Alexander Gerst, der frühere Unionsfraktionsvize Friedrich Merz (CDU), der Biochemiker und Nobelpreisträger Thomas Südhof, Regisseur Tom Tykwer („Lola rennt“) und der außenpolitische Berater der Kanzlerin, Christoph Heusgen.

Obama bringt demnach seine sicherheitspolitische Beraterin Susan Rice sowie deren Stellvertreter Benjamin Rhodes, den US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, und den europapolitischen Berater der US-Regierung, Charles Kupchan, mit.

+++ Rund 2400 Polizisten sind zum Schutz von US-Präsident Barack Obama und für Absperrungen in Berlin gleichzeitig im Einsatz. Noch bis zur Abreise Obamas am Freitagmittag würden diese umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen dauern, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte am Mittwoch die Zahl von 5000 Beamten genannt; diese Größenordnung bezog sich aber auf die Gesamtzahl der beteiligten Polizisten, von denen wegen wechselnder Schichten und Ruhezeiten jeweils nur ein Teil eingesetzt wird.

+++ Der Besuch von US-Präsident Barack Obama in Berlin verläuft bisher ohne Störung. „Zwischenfälle aus der Nacht sind uns nicht bekannt“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Obama hatte sich am Abend im Hotel Adlon zu einem Abendessen in privater Atmosphäre mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Die Zusammenkunft dauerte drei Stunden und endete gegen 22.30 Uhr. Über Inhalte wurde nichts bekannt.

+++ Am Donnerstag beraten Merkel und Obama über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen. Merkel will Obama am Donnerstagnachmittag um 15.15 Uhr offiziell zu dessen bis Freitag dauernden Abschiedsbesuch in Berlin empfangen. Bei dem auf 1,5 Stunden angesetzten Gespräch geht es unter anderem um die Rolle der USA unter dem republikanischen Obama-Nachfolger Donald Trump bei der Bewältigung internationaler Krisen wie in Syrien.

Am Mittwochabend trafen sich Obama und Merkel bereits zu einem gemeinsamen Abendessen

+++ Um 22.30 Uhr war das Abendessen der beiden beendet. Damit beenden auch wir unseren Ticker für heute, morgen geht‘s weiter.

+++ Merkel und Obama speisen zusammen in privater Atmosphäre. Was sie dabei besprechen, werden wir wahrscheinlich nicht erfahren.

+++ Im Hotel Adlon bewohnt Obama natürlich standesgemäß die Präsidenten-Suite. Sie ist 185 Quadratmeter groß und kostet rund 15.000 Euro pro Nacht, hat die „Bild“ herausgefunden. Was das Blatt nicht weiß - weil es keiner der Hotel-Mitarbeiter verraten darf - sind Details wie etwa welche Sorte Blumen der scheidende US-Präsident in Zimmer 512 vorfinden wird. 

+++ US-Präsident Barack Obama ist zum letzten Deutschland-Besuch seiner Amtszeit eingetroffen. Das US-Regierungsflugzeug Air Force One kam aus Athen und landete um 17.51 Uhr am Flughafen Tegel. Um 18.07 Uhr verließ Obama die Maschine. Der Präsident wurde von Vertretern der Bundesregierung, der US-Botschaft und einem Ehrenspalier der Bundeswehr empfangen. Er sollte vom militärischen Teil des Flughafens mit einer großen Autokolonne über abgesperrte Straßen zum Hotel Adlon am Brandenburger Tor fahren.

+++ Mittlerweile ist Obama mit der Air Force One auf dem Weg nach Berlin. Seine Ankunft auf dem Flughafen Tegel ist für 18 Uhr geplant.

+++ „Fortschritt ist keine Garantie. Fortschritt muss sich jede Generation verdienen“, sagte Obama. Die Geschichte verlaufe nicht in einer geraden Linie. „Aber ich glaube, dass die Geschichte uns Hoffnung gibt.“ Vielerorts herrsche Unsicherheit und Unbehagen. „So viele Leute auf der ganzen Welt werden manchmal in Versuchung geführt, von Zynismus und davon, sich nicht einzubringen, weil sie glauben, dass Politiker und Regierung sich nicht um sie scheren.“ Dem müsse man entschieden entgegentreten, sagte Obama.

+++ Obama betonte die Bedeutung der EU. „Die europäische Integration und die Europäische Union bleiben eine der größten politischen und wirtschaftlichen Errungenschaften in der Geschichte der Menschheit“, sagte Obama in Athen. „Heute mehr denn je braucht die Welt ein Europa, das stark und wohlhabend und demokratisch ist“, ergänzte er. „Aber alle Institutionen in Europa müssen sich fragen: Wie können wir dafür sorgen, dass die Menschen in den einzelnen Ländern den Eindruck haben, dass ihre Stimmen gehört werden?“ Die wichtigen Entscheidungen mit großem Einfluss auf das tägliche Leben dürften nicht so weit weg erscheinen, die Regierungen müssten offen sein für die Anliegen der Menschen. „Wir müssen klarmachen, dass Regierungen dafür da sind, dem Interesse der Bürger zu dienen, und nicht umgekehrt.

+++ Obama machte sich mit Blick auf die gewaltigen Staatsschulden Griechenlands erneut für Erleichterungen stark. „Eine Entlastung ist entscheidend“, sagte Obama. Das Land, das nach der Finanzkrise schmerzhafte Einschnitte hinter sich habe, müsse auf einen nachhaltigen Pfad zurückgeführt werden, die Jugend brauche Perspektiven. Mit seiner Forderung steht Obama im Widerspruch zur Bundesregierung. Finanzminister Wolfgang Schäuble hält Schuldenerleichterungen für Griechenland nicht für angebracht und liegt deswegen seit längerer Zeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Clinch.

+++ „Der Fortschritt folgt einem kurvenreichen Pfad - manchmal vorwärts, manchmal zurück“, sagte Obama. Vor allem für junge Leute sei es wichtig, das zu verstehen, auch wenn es schwerfallen könne. „Aber dieamerikanische Demokratie ist größer als jede Einzelperson.“ Nach dem Wahlkampf müsse der Übergang zwischen den Regierungen so reibungslos wie möglich gestaltet werden - darauf sei die Demokratie angewiesen. „Besonders dann, wenn man nicht die Ergebnisse bekommt, die man will.“

Obama lobt Globalisierung, sieht aber auch Brüche

+++ US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen sich bereits an diesem Mittwochabend in Berlin zu bilateralen Gesprächen. Die Kanzlerin komme zum Abendessen mit Obama ins Hotel Adlon, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Am Donnerstag will Obama mit Merkel über die Herausforderungen der künftigen transatlantischen Beziehungen unter dem designierten Präsidenten Donald Trump beraten. Für Freitag ist in Berlin ein Spitzentreffen mit europäischen Staats- und Regierungschefs geplant.

+++ Obama verteidigte im krisengeschüttelten Griechenland die Errungenschaften der Globalisierung. Die wirtschaftliche Vernetzung habe zu mehr Wohlstand, mehr Bildung und weniger Gewalt geführt. „Aber es gibt auch enorme Brüche“, sagte Obama. Die moderne Kommunikation mache soziale Überwachung möglich. „Ungleichheit wurde früher eher toleriert, sie wird jetzt nicht mehr toleriert, weil jeder, auch in den entlegensten Regionen Afrikas, ein Smartphone hat und sehen kann, wie die Leute in London oder New York leben“, sagte der Präsident.

+++ „Der nächste US-Präsident und ich könnten unterschiedlicher nicht sein“, sagte Obama. „Aber wir haben eine Tradition, dass der scheidende Präsident den neuen willkommen heißt und das habe ich letzte Woche getan“, betonte er. Die Grundpfeiler der Demokratie und eine offene Debatte müssten aufrechterhalten werden. „Dann sind wir auch okay“, sagte Obama.

+++ „Ich glaube, dass es für uns praktisch ist, Demokratien zu unterstützen“, sagte Obama am Mittwoch in Athen. „Denn die Geschichte zeigt uns, dass Länder mit demokratischer Führung dazu neigen, gerechter, stabiler und erfolgreicher zu sein.“ Er arbeite notwendigerweise mit allen Ländern, von denen viele keine Demokratien oder nur Demokratien im Namen seien. Aber es sei die Richtung der USA, diejenigen zu unterstützen, die an Selbstbestimmung glauben.

Obama vor Berlin-Besuch bei Merkel: „Demokratien nicht perfekt“

+++ Präsident Obama nimmt Abschied und hält eine emotionale Rede. Es ist eine Grundsatzrede, in der er sein Vermächtnis erklärt. In dieser sogenannten Vermächtnisrede lobt er die Errungenschaften der Griechen und würdigt insbesondere die Demokratie. „Die frühesten Formen der Demokratie in Athen waren weit davon entfernt, perfekt zu sein, genauso wie die frühesten Formen der amerikanischen Demokratie nicht perfekt waren“, sagte der US-Präsident in Athen. Dennoch sei die Regentschaft des Volkes unersetzbar.

+++  Abgeschirmt von der Öffentlichkeit hat der scheidende US-Präsident Barack Obama die Akropolis in Athen besichtigt. Die Altertümer auf dem „heiligen Felsen“, wie die Griechen den Hügel im Stadtzentrum nennen, blieben dafür den gesamten Mittwoch vollständig für die Öffentlichkeit gesperrt. Auch griechische Fernsehsender konnten das präsidiale Sightseeing nur aus der Ferne zeigen. Obama ließ sich die Altertümer von der Archäologin Eleni Banou, einer Mitarbeiterin des Kultusministeriums erklären - die US-Botschaft in Athen veröffentlichte über Twitter ein Foto der beiden.

Der Präsident hatte bei seinem Akropolis-Besuch auch die Erlaubnis, den Parthenon-Tempel zu betreten, was Touristen aus Sicherheitsgründen schon lange nicht mehr dürfen.

Polizisten versiegeln einen Gully. Insgesamt sind rund 5000 Beamte im Einsatz.

+++ Die Berliner Polizei sichert den Besuch des scheidenden amerikanischen Präsidenten Barack Obama mit mehreren tausend Polizisten. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach am Mittwochmorgen von mehr als 5000 Beamten , die bis Freitag im Einsatz seien. Die Pressestelle der Polizei wollte sich zu konkreten Zahlen im Laufe des Tages äußern. Laut GdP bekommen die Berliner Sicherheitsbehörden Verstärkung aus 13 Bundesländern und von der Bundespolizei.

Die Polizei bewacht die Fahrtstrecken der Präsidenten-Kolonne durch Berlin, die eigens eingerichtete Sicherheitszone rings um das Kanzleramt, den Reichstag, das Brandenburger Tor, die amerikanische Botschaft und das Hotel Adlon, wo Obama wohnt, sowie alle weiteren Aufenthaltsorte.

Obama in Berlin bei Merkel: Das ist der Zeitplan

+++ Die Präsidentenmaschine Air Force One landet heute Abend gegen 17.35 Uhr auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel. Für heute stehen keine öffentlichen Termine auf dem Programm des Präsidenten. Über den weiteren Verlauf gibt es noch wenig Anhaltspunkte. Am Mittwoch wird er ins Hotel Adlon ziehen. 

Die Polizei bewacht die Fahrtstrecken der Präsidenten-Kolonne durch Berlin, die eigens eingerichtete Sicherheitszone rings um das Kanzleramt, den Reichstag, das Brandenburger Tor, die amerikanische Botschaft sowie alle weiteren Aufenthaltsorte.

Es sind nur grobe Eckdaten bekannt, wie rbb-online.de berichtet. Am Donnerstag treffen sich Merkel und Obama - wohl ohne andere Teilnehmer. Am Freitag stehen Gespräche mit mehreren anderen europäischen Regierungschef an. Eine der Themen: Die Beziehung zwischen Europa, Russland und den USA nach der Amtsübergabe an den Republikaner Donald Trump.

+++ Kurz vor seiner Reise nach Berlin will der scheidende US-Präsident Barack Obama am Mittwoch eine Grundsatzrede in der griechischen Hauptstadt Athen halten. Zum Inhalt liegen aus offiziellen Quellen zwar keine Informationen vor. Die Griechen gehen aber davon aus, dass Obama vor den Gefahren der politischen Hetze und des Populismus warnen werde, die sich zurzeit in zahlreichen Ländern breit machen - und dass Demokratie die beste Waffe gegen Demagogen sei. Anschließend wird Obama zu einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Mächtigen der EU nach Deutschland fliegen.

+++ Am Mittwochnachmittag soll die Air Force One des US-Präsidenten in Berlin landen. Klar also, dass in der Hauptstadt die höchste Sicherheitsstufe 1+ gilt. Schon Wochen vor dem Besuch Obamas sondierten die Experten des Secret Service die Lage in Berlin. 

+++ Ein herzliches Hallo zu unserem News-Ticker. Wir halten Sie hier über alle Entwicklungen des Besuchs von Barack Obama in Berlin auf dem Laufenden.

Barack Obama in Berlin - Sein letzter Besuch als US-Präsident

Nur noch wenige Wochen lang darf sich Barack Obama (55) als Präsident der Vereinigten Staaten bezeichnen, dann wird er von seinem Nachfolger Donald Trump (70) abgelöst. Zeit also, um der Welt „Goodbye“ zu sagen: Obama befindet sich gerade auf Abschiedstour durch Europa. Am Dienstag landete die Maschine des scheidenden Präsidenten in Athen, wo unter anderem ein Treffen mit Ministerpräsident Alexis Tsipras auf dem Plan stand. Am späten Mittwochnachmittag reist Obama dann weiter nach Berlin.

In der deutschen Hauptstadt trifft Angela Merkel Barack Obama am Donnerstag zunächst zum Gespräch. Der US-Präsident bezeichnete die Bundeskanzlerin unlängst als seine engste Verbündete während seiner Zeit als mächtigster Mann der Welt, deshalb freue er sich auf seine bevorstehende Reise. Für Freitag steht dann in Berlin eine große Runde mit den Staats- und Regierungschefs Großbritanniens, Frankreichs, Spaniens und Italiens auf dem Programm. Während seines Aufenthalts wird Obama übrigens im Hotel „Adlon“ am Boulevard Unter den Linden nächtigen. 

Diese Szene sorgte für Gelächter im Netz: Merkel mit Obama beim G7-Gipfel.

Obama schaute im Juni 2013 das letzte Mal in Berlin vorbei - und sorgte damals für einen unvergesslichen Auftritt: Ohne Sakko und mit hochgekrempelten Ärmeln stand der US-Präsident damals bei brütender Hitze lässig am Rednerpult vor dem Brandenburger Tor und sprach zu tausenden Menschen. Im Juni 2015 dann kam Obama zum G7-Gipfel ins bayerische Schloss Elmau. Auch damals blieb vor allem eine Szene im Gedächtnis: Obama, der auf einer Holzbank saß, vor ihm die Kanzlerin mit ausgestreckten Armen -  ein Foto, das für Gelächter im Netz sorgte.

Ob Obama auch bei seinem anstehenden Besuch in Deutschland einen solch bleibenden Eindruck hinterlassen wird? Wird berichten im News-Ticker.

Tritt Angela Merkel erneut als Kanzlerin an? Am Sonntag will sie sich erklären. Alle Infos finden Sie hier im Live-Ticker.

mes/sap

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