Stellenabbau beim Technikkonzern

Nokia: 354 Münchner sollen ihre Jobs verlieren

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700 Beschäftigte demonstrierten für ihre Jobs bei Nokia Systems in München.

München - Nokia-Mitarbeiter in München müssen wieder um ihre Jobs bangen. Über 300 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Es könnte aber auch viel schlimmer kommen.

Vom Regen in die Traufe: Die Beschäftigten von Nokia Networks in München müssen wieder um ihre Jobs bangen! Bisher ist klar: Mindestens 354 Arbeitsplätze will Nokia am Standort abbauen – das sind gut ein Viertel der 1474 Jobs. Es könnte aber auch noch viel schlimmer kommen.

Denn insgesamt will Nokia deutschlandweit bis 2018 ganze 1400 Stellen abbauen – bisher sind aber erst für 1019 Stellen im Abbauplan bezeichnet. „Wo die restlichen 380 Stellen abgebaut werden sollen ist noch nicht klar“, sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Clemens Suerbaum zur tz. Das Unternehmen will nähere Details zu diesen 380 Stellen erst 2017 bekannt geben.

Nokia raubt München die "Zukunftsperspektive"

Im Jahr 2012 stand der Münchner Standort vor dem kompletten Aus. Damals wollte die Firma Nokia-Siemens-Networks den Standort schließen, nur durch einen dramatischen Stellenabbau konnte das verhindert werden. Umso größer der Ärger jetzt. Nokia hat sich erholt und den Konkurrenten Alcatel-Lucent geschluckt – jetzt will die Firma Synergien nutzen.

Besonders ärgerlich: In München sollen gleich sämtliche 150 Entwicklungsarbeitsplätze wegfallen. „Damit raubt man dem Standort die Zukunftsperspektive“, ärgert sich Suerbaum. Die Beschäftigten wollen für ihre Jobs kämpfen – vorige Woche demonstrierten bereits 700 Arbeitnehmer für ihre Jobs und den Standort!

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