NSU-Prozess

Sturm: Darum muss Zschäpe keine Reue zeigen

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Anwältin Anja Sturm (kleines Bild links) erklärt, warum Beate Zschäpe (großes Bild) keine Reue zeigen muss

München - Beate Zschäpe wird im NSU-Prozess weiter schweigen. In einem Interview mit dem ZDF-"Morgenmagazin" erklärt Anwältin Anja Sturm die Hintergründe und warum ihre Mandantin keine Reue zeigen muss.

Beate Zschäpe, die Hauptangeklagte im NSU-Prozess in München, wird nach Angaben ihrer Anwältin Anja Sturm in dem Verfahren weiter schweigen - zumindest vorerst. Dies betreffe die unmittelbare interne Verteidigungsstrategie, sagte die Verteidigerin am Dienstag im „Morgenmagazin“ des ZDF vor Beginn des letzten Verhandlungstages vor der Sommerpause. „Sie können davon ausgehen, dass wir diese immer wieder überprüfen, aber im Augenblick überhaupt keine Veranlassung sehen, an dieser Strategie etwas zu ändern.“

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Dass immer wieder gefordert werde, Zschäpe solle Reue zeigen, sei „möglicherweise verständlich“, gehe aber an der Sache vorbei, sagte Sturm. „Bislang kann keine Rede davon sein, dass unsere Mandantin hier irgendwie schon Reue zeigen müsste für Taten, die ihr bislang nicht nachgewiesen sind, für die es kein Geständnis gibt und die aus unserer Sicht zumindest auch teilweise sehr dünn zusammengestrickt sind.“ Die schon eingangs von der Verteidigung als „sehr dünn“ kritisierte Anklage sei „inzwischen noch nicht substantiiert gefestigt“ worden, sagte Sturm.

dpa

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