Özoguz fordert Moscheen zu mehr Engagement auf

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Özoguz äußerte die Sorge, dass Moscheen für viele Menschen zu "No-Go-Areas" werden könnten. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Berlin (dpa) - Die Integrationsbeauftragte der Regierung, Aydan Özoguz, hat mehr Eigeninitiative des organisierten Islams in der Präventionsarbeit gefordert. "Für mich gehören aber auch die Moscheen dazu, die wir stärker in die Verantwortung nehmen sollten, wenn es um Aufklärung bei Jugendlichen geht."

Die Moscheen, die dabei gute Arbeit leisteten, sollten unterstützt werden, sagte sie der "Heilbronner Stimme". "Diese wissen es übrigens auch als erste, wenn irgendwo Hass gepredigt wird", begründete die SPD-Politikerin ihren Vorstoß.

Zugleich äußerte Özoguz die Sorge, dass die Moscheen in Deutschland zunehmend auf Ablehnung stoßen könnten. "Moscheen sind für viele Bürger immer noch vermeintliche No-Go-Areas. Ich habe die Befürchtung, dass sich diese Distanz jetzt noch verstärken wird." Die meisten Bürger seien sich nicht so sicher, ob sie eine Moschee betreten können - "trotz des jährlichen Tages der offenen Moschee", sagte Özuguz.

Am Mittwoch durchsuchte die Polizei Niedersachsen die DIK-Moschee "Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim". Zugleich seien auch die Wohnungen von acht Vorstandsmitgliedern des Vereins durchsucht worden, teilte das Innenministerium mit. "Der DIK in Hildesheim ist ein bundesweiter Hot-Spot der radikalen Salafistenszene", sagte Innenminister Boris Pistorius laut Mitteilung. "Nach Monaten der Vorbereitung sind wir mit den heute durchgeführten Durchsuchungen einen wichtigen Schritt zum Verbot des Vereins gegangen."

Den Sicherheitsbehörden lägen Erkenntnisse vor, dass im Verein Muslime radikalisiert und zur Teilnahme am Dschihad in den Kampfgebieten motiviert würden. In Predigten, Seminaren und Vorträgen werde auch zum "Hass gegenüber Ungläubigen" aufgerufen, sagte Pistorius. Am späten Abend war die Aktion beendet, wie ein Polizeisprecher sagte.

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